Berlin 2016 – Beobachtungen

Kommen wir zum vorerst letzten Beitrag in meiner Berlin-Reihe: eine Sammlung von Dingen, die mir aufgefallen sind. Eine etwas random Liste, aber die Sachen haben sonst auch einfach wirklich nirgends hingepasst 😛

Alle Plastiktüten kosten jetzt

ALLE. Nicht nur die, die man im Kaufland noch schnell aufs Band wirft, weil man gemerkt hat, dass man seine Einkaufstaschen Zuhause liegengelassen hat. Nein, auch die kleine Plastiktüten bei H&M, in die die Socken kommen. Ich habe das überhaupt nicht mitbekommen, aber diese Entwicklung ist eine Reaktion auf den Versuch der Regierung, den jährlichen Plastikmüll zu reduzieren. Ich kann das echt nur begrüßen. Wie sorglos hier in Japan gerade Plastikmüll produziert wird, lässt mir manchmal wirklich die Kinnlade runterklappen.

Hotspots sind rar gesät

Das mit den Hotspots muss Berlin hingegen noch mal üben. Es war wirklich ein Kreuz, unterwegs Internet zu finden, und war dann mal ein Hotspot vorhanden, funktionierte das Ganze irgendwie nicht ganz so, wie gewollt. Bei Hunkemöller hat man nur an einer ganz bestimmte Stelle neben der Tür Internet bekommen. In der U-Bahn funktionierte es nur an Bahnhöfen, an denen man sich in der Bahn sitzend jetzt nicht wirklich lange aufhält. Der Hotspot in der Straßenbahn wollte gleich gar nicht verbinden. Am besten funktionierte noch der im H&M. Also hieß es immer ganz old school, bevor ich das Haus verließ, Straßenkarten abfotografieren und mich später durchfragen. Da wird man irgendwie nostalgisch 😛 Einen Vergleich diesbezüglich zu Japan habe ich leider nicht, da ich hier natürlich ein Smartphone mit schickem Datenvolumen habe 😉

Und was ist mit Tee?

Für eine Teenation hat Japan eine ziemlich lausige Auswahl an Tee, wenn ihr mich fragt. Gut, den Standard – grüner Tee in allen Formen, Mugicha (Gerstentee) & Co. – gibt es in vielen Varianten und sie sind meistens alle gut, aber was, wenn man mal so einen leckeren Früchtetee wie Türkischen Apfel trinken will? Oder Bock auf Minze mit Honig hat? Oder auf so was hier:

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Tja, dann steht man in Japan ein wenig auf verlorenem Posten. Man kann natürlich die gängigen Importläden abklappern, aber meistens kann ich froh sein, wenn ich irgendwo mal Hagebuttentee bekomme. Oder man bestellt sich auf Amazon Tee, der in Deutschland keine 2 Euro kosten würde, für umgerechnet 10 Euro und rechtfertigt es damit, dass das eben mal der kleine Luxus für den Monat ist. Damit ich das für eine Weile nicht tun muss, hab ich mir natürlich einen ausladenden Vorrat mitgebracht 😉

Doppelglas, Fußbodenheizung und Isolierung sind schon geil

Am zweiten Tag in Deutschland fiel in meinem alten Kinderzimmer, das Kei und ich für unseren Urlaub belagerten, die Fußbodenheizung aus. Was in Japan unseren grausamen Tod durch Erfrieren bedeutet hätte, war hier ein weitaus geringeres Problem, als wir zuerst befürchtet haben. Es wurde und wurde einfach nicht kalt in dem Zimmer. Fröstelten wir etwas, wurde ein Jäckchen übergezogen oder die Zimmertür aufgemacht, damit die Wärme der anderen Zimmer hereinströmen konnte. Das war so ein Kontrastprogramm zu unserer Wohnung hier in Japan, die in 2 Minuten auf quasi Außentemperatur runterkühlt, sobald man die Klimaanlage abschaltet. Generell konnten wir im Haus meiner Eltern durch die Macht der Fußbodenheizung kurzärmlig herumrennen. Kein Vergleich zum Doppel- und Dreifachzwiebellook mit noch mal extra Decke und einer Wärmfläsche, die es hier in Japan teilweise braucht, um sich IN DER WOHNUNG warmzuhalten.

Berlin ist noch mehr multikulti …

… als es damals schon war, als ich weggezogen bin. Und ich liebe es! So viele verschiedene Kulturen und Sprachen auf einem Haufen – wieder etwas, das sich so krass von meinem Alltag in Tokyo abhebt, dass es mir auf Schritt und Tritt auffiel. Eine wahnsinnig vielfältige Auswahl für Mittagessen und Abendbrot ist dabei nur einer der Vorteile 😉

Mit Hund ist alles besser

Aufwachen ist besser!

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Frühstück ist besser!

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Draußen rumrennen ist besser!

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Auf der Couch vor dem Fernseher gammeln ist besser!

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Schlafen ist besser!

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Will sagen: Will mir nicht vielleicht jemand einen Hund schenken? Und eine Wohnung, in der ich ihn halten kann? 😛

Im nächsten Beitrag sind wir dann wieder zurück in Japan und vertreiben Dämonen aus meinem Unglücksjahr … oder so 😉

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Berlin 2016 – Silvester und die Beelitz-Heilstätten

Irgendwie war ganz unbewusst das Thema unserer Ausflüge mit meiner Familie „Ruinen“ 😄 Zum Silvesterabend verschlug es uns nämlich noch für einen Spaziergang zu den Beelitz-Heilstätten, einem ehemaligen Krankenhauskomplex, der nach dem 2. Weltkrieg nur teilweise saniert und wieder nutzbar gemacht wurde. Durch die stark heruntergekommenen, nicht sanierten Gebäude kann man sich führen lassen, wir haben jedoch leider die letzte Führung des Jahres verpasst und konnten uns alles nur von außen angucken. Hatte jedoch auch seinen Reiz.

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Beim nächsten Besuch muss ich defintiv vorher die Zeiten für die Führungen recherchieren!

Ich habe übrigens gefroren wie schon lange nicht mehr, dabei waren die Temperaturen nur zart unter null Grad. Japan verweichlicht mich in der Tat!

Zum Abend hin war dann alles wieder wie gehabt: futtern, fernsehen, anstoßen, knallen und immer mal wieder Hundepfötchen halten. Und zwischendurch ganz traurig werden, weil Silvester auch immer irgendwie unseren Rückflug am 02.01. einläutet … Auch 2 Wochen sind einfach nicht genug Zeit 😦

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Berlin 2016 – Eine Liste von Dingen

Man möge mir das Chaos mit diesem Beitrag entschuldigen – einige Leser werden mehrmals eine Benachrichtigung per Mail erhalten haben, weil ich aus Versehen auf „Publizieren“ geklickt habe, wo ich doch auf „Vorschau“ klicken wollte. Leider zeigte sich WordPress heute ganz besonders biestig … und hat zudem auch schon wieder sein Dashboard verändert und mir das Einbinden von Bildern anderer Seiten, aka Seiten, die mir mehr Speicherplatz als WordPress selbst anbieten, erschwert. Dass mir bei dem ganzen Umgestelle noch nicht die Lust am Bloggen vergangen ist …

Aber kommen wir zu erfreulicheren Dingen. Ja, wird sind immer noch bei meinem Urlaub in Berlin im Dezember. Eigentlich wollte ich bis Ende Januar alle Beiträge fertig geschrieben haben, aber der Januar raste irgendwie nur so an mir vorbei. Und dabei habe ich diesen Januar schon mehr Beiträge geschrieben, als in einigen Monaten davor ^^

Aber kommen wir zum Thema! Heute soll es gehen um

DINGE, DIE MIR AN DEUTSCHLAND GEFEHLT HABEN UND DIE ICH DANN ORDENTLICH GENOSSEN HABE

Essen – was auch sonst?

Der Punkt überrascht wahrscheinlich niemanden besonders. Aber es geht mir nicht nur um deutsches Essen allgemein, sondern um die Essensvielfalt. Man hat, gerade in Berlin, einfach so viel mehr Auswahl als ich hier manchmal in Tokyo das Gefühl habe. Eines der wunderbaren Dinge in einer Stadt mit einer ausgeprägten kulturellen Vielfalt. So fanden Kei und ich uns eines schönen Nachmittags z.B. in einem Hummus-Restaurant wieder.

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So ein Restaurant ist mir hier in Tokyo bisher noch nicht unter die Nase gekommen. Wenn es eins geben sollte, stelle ich es mir ausverschämt teuer vor. Und ständig überfüllt.

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Brunch ist auch etwas, das mir in Japan wahnsinnig fehlt. Wie kann eine so vom Essen begeisterte Nation die Brunch-Kultur noch nicht für sich entdeckt haben??? Wenigstens ein Brunch steht daher für meinen Urlaub in Deutschland immer auf meiner To Do-Liste.

Und dann natürlich eine Runde „vernünftiges“ deutsches Essen 😉

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Nudeln mit Soße nach Muttis Art, BOULETTEN (nein, nix hier mit Frikadellen :P) und all the desserts!

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Das hier stand übrigens auch auf meiner To-Do-Liste. Nein, ich schäme mich nicht 😛 Chinesisches Essen gibt es in Japan natürlich auch. Chinesische Restaurants gibt es reichlich und das Essen ist fantastisch. Aber diese richtig pappsüße Soße mit Ananasstücken zum zwei Mal frittiertem Huhn, die gibt es hier so leider nicht und ja, manchmal fehlt mir das wahnsinnig!

Frost

Wer im Norden Japans lebt, wird keine Ahnung haben, wovon ich rede. Denn dort herrscht quasi deutsches Wetter. Hier in Kanto hingegen nicht. Einen Schneetag haben wir pro Jahr vielleicht, ansonsten bleibt es fast immer über 0 Grad. Das wunderbar knirschende Geräusch des vom Frost vereisten Grases höre ich in Japan daher leider nie. Und ja, es fängt an, einem zu fehlen.

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Auch die Luft hat zu dieser Zeit eine ganz andere Qualität als die Winterluft hier in Kanto. Sie „schmeckt“ mehr nach Winter und ist frischer. Es war zeitweise wahnsinnig kalt während unseres Urlaubs, aber ich habe dennoch so viel Zeit wie möglich draußen verbracht, auch dank Aska 😉

Europäische Gebäude

Ich habe es in dem Beitrag hier schon mal erwähnt und kann es nur wiederholen: Da japanische Tempel und Schreine und andere Bauwerke japanischer Architektur nun zu meinem Alltag gehören, fasziniert mich plötzlich der Anblick europäischer Gebäude sehr, egal ob noch intakt oder schon Ruine 😉

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Wie auch letztes Jahr schon gehören Familie, Freunde und Haustiere natürlich auch auf diese Liste, aber ich will euch ja hier nicht mit den immer gleichen Inhalten nerven. Was? Über das Essen habe ich letztes Jahr auch schon geschrieben? Aber das war doch ganz anderes Essen 😛

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Berlin 2016 – Fundstücke

Als Kei und ich im Dezember in Berlin waren, fanden wir bei einem Spaziergang über den Alexanderplatz eine Kreditkarte, die da mutterseelenallein auf der Straße lag. Und plötzlich stelle ich fest, dass ich absolut keine Ahnung hatte, was man in Deutschland in so einem Fall macht O___o In Japan ist die Antwort klar: Ab zur nächsten kōban 交番, rund um die Uhr besetzte Polizeihäuschen, von denen man immer weiß, wo sie sich befinden: irgendwo an der nächsten Bahnstation. Aber in Berlin gibt es so etwas wie kōban nicht. Klar, zur Polizei hätten wir die Kreditkarte bringen können, aber weiß ich, wo hier die nächste Polizeistation ist? Da wir uns ja im Ausland befanden, konnten wir uns nicht mal schnell von Google Maps den Weg zeigen lassen orz Nach einer kōban hingegen musste ich noch nie länger als 5 Minuten suchen.

Da weiß die Deutsche nicht, wie man so ein Problem in Deutschland löst. Ist das denn zu glauben?

Wir nahmen die Kreditkarte erst mal mit nach Hause und versuchten, mehr über die ausstellende Bank herauszufinden. Ausländisch, kein Sitz in Deutschland. Super.

„Bei dem Geschäft abgeben, vor dem man die Karte gefunden hatte“, war ein Tipp aus dem Internet. Leider keine Geschäfte in der Nähe des Ortes, an dem wir die Karte gefunden hatten …

„Einfach zerschneiden. Wird eh gesperrt“ ein anderer Tipp. Das wollte ich nun auch nicht tun.

Die Kreditkarte landete am Ende im Fundbüro. Meine Mama brachte sie netterweise auf dem Weg zur Arbeit vorbei. Die Öffnungszeiten waren zum Totlachen, das hätten wir selbst mit unseren vielen Plänen zeitlich nicht geschafft. Da kann man ja nur hoffen, nie wieder so was Wichtiges auf der Straße zu finden O_o

Das seltsamste Fundstück, das ich in Berlin mal aufgegabelt habe, war übrigens ein Plastikschädel in der U-Bahn raus zur Freien Uni. Bestimmt hat den ein Medizinstudent in der Bahn vergessen … Ganz bestimmt … Den habe ich aber wenigstens einfach dem nächsten Schaffner in die Hand drücken können.

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Berlin 2016 – Weihnachten und Kloster Chorin

Zu unserem Besuch 2014 kamen Kei und ich erst nach Weihnachten an, und 2015 gerade einmal einen Tag vor Heiligabend. Im ersten Fall hatten wir Weihnachten komplett verpasst und im zweiten kämpften wir uns mit Jetlag durch die Festtage. Nicht ganz ideal, aber besser als gar nichts, was? Doch dieses Jahr schafften wir es doch tatsächlich, uns ganze 18 TAGE AM STÜCK freizunehmen! Beide! Meine Freude kannte keine Grenzen! Am 17.12. abends betraten wir deutschen Boden und am 02.01. ging es erst wieder zurück – viel Zeit, um den Jetlag mal RICHTIG auszukurieren und an den Feiertagen voll da zu sein.

Während es am 24. durch die Bescherung dann immer ein sehr voller Tag ist (meine Familie ist sehr groß und so dauert eine Bescherung bei uns ziemlich lange ^^;), haben wir versucht, die anderen beiden Tage etwas ruhiger zu gestalten und haben am 26. sogar einen kleinen Ausflug mit meinen Eltern nach Kloster Chorin gemacht.

Das Kloster Chorin ist ein stark mit meiner Kindheit verknüpfter Ort. Als ich klein war, waren wir fast jedes Jahr mindestens ein Mal da, schlenderten durch die Gänge des ehemaligen Klosters und schlossen meist noch einen Spaziergang um den nahegelegenen See an. Das war dann meistens auch im Frühling oder Sommer. Im Winter war ich mit meiner Familie noch nie da. Wer es menschenleer mag, den kann ich diesen Zeitraum nur empfehlen, aber man sollte sich warm einpacken.

Damals als ich noch in Deutschland gelebt habe, fand ich solche europäischen Gebäude gar nicht mal so interessant. Klar, konnte sie immer sehen, wann ich wollte. Japanische Tempel und Schreine, das war spannend! Jetzt in meinem vierten Jahr in Japan sind die hingegen für mich zur Normalität geworden und ich schritt förmlich andächtig durch die Klosterruine. Ja, ja, immer das, was man gerade nicht haben kann 😄

Im Sommer sieht das Ganze durch die vielen Bäume übrigens weit weniger trostlos aus:

Das Photo entstand bei meinem letzten Besuch vor nunmehr 4.5 Jahren O_o

Für den Spaziergang um den See waren wir definitiv zu durchgefroren, also zogen wir uns für Kuchen und Glühwein ins Kloster-Café zurück, in dem wir im Sommer sonst nie einen Platz gekriegt haben. Im Winter zu gehen hat also defintiv seine Vorteile 😉

 

 

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Berlin 2016 – Hin- und Rückflug

Wie jedes Jahr gestand mir mein Arbeitgeber auch dieses Jahr wieder Home Leave zu und übernahm also die Kosten für je ein Flugticket für mich und Kei in meine Heimat.  Wir entschieden uns für die Lufthansa, denn hier hat man wieder zwei Gepäckstücke à 23kg, also vier für uns zusammen, und die haben wir nach einer Flut Weihnachtsgeschenke und ausgiebigem Shopping auf dem Rückflug auch echt gebraucht ^^;

Beide längeren Flüge waren okay. Die Lufthansa auf dem Hinflug hatte die schmaleren Sitzplätze, aber Kei und ich hatten eine Zweierreihe für uns. Den Rückflug hat ANA durchgeführt und wir freuten uns über etwas breitere Sitze, allerdings hatte der Flieger nur Dreierreihen und neben uns saß eine Dame, die sich mit den Worten „Uff, ich bin ja so betrunken!“ in ihren Sitz fallen ließ und dann auch den gesamten Flug über lustig weiter Alkohol trank, dadurch ständig auf Klo musste und hin und wieder Kei volllallte. Das Entertainment-System von ANA war dem von der Lufthansa hingegen überlegen, schon allein, weil Keis Kopfhörerbuchse nicht kaputt war wie auf dem Hinflug und wir tatsächlich was zusammen gucken konnten. Geschlafen habe ich auf beiden Flügen fantastisch, was aber eher Keis Schulter als irgendwas anderem zu verdanken ist 😛

Eingeschneit …

Ein Alptraum sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückflug war hingegen das Umsteigen in München. In beiden Fällen hatte unser jeweiliger Zubringer zum Flughafen Verspätung und wir mussten RENNEN, um unseren Anschlussflug zu kriegen. Auf dem Rückflug war es besonders schlimm, da hatten wir nur 20 Minuten Zeit zum Umsteigen. Der Pilot scherzte noch „Da die Verspätung dem Schnee geschuldet ist, können sie davon ausgehen, dass auch alle ihre Anschlussflüge Verspätung haben werden.“ HAHA, nichts da! Unser ANA-Flieger verließ AUF DIE SEKUNDE genau das Gate … um dann zum Enteisen 1.5 Stunden auf dem Rollfeld zu stehen. Aber da hätte auch niemand mehr zusteigen können. Ich weiß immer noch nicht, wie wir diesen Anschlussflug geschafft haben. Nicht mal einen Shuttle-Service bis zum Flieger gab es! Das nächste Mal lieber wieder Helsinki -.-

Geflogen sind wir übrigens in beiden Fällen über Haneda, und zu Anfang habe ich mich gewundert, denn das tut man mit der Lufthansa doch eher selten. Im neuen Jahr las ich dann aber in der Zeitung, dass die Lufthansa dies testweise so eingerichtet hatte und ab jetzt nur noch von Haneda aus fliegen wird. Für uns eine Erleichterung. Narita ist immer so unmöglich weit weg für einen Flughafen, der sich zu Tokyo zählen will.

Begrüßungskomitee ^^

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Auf ein frohes neues Jahr!

Jahresende und Stille auf dem Blog? Das kann doch nur eins bedeuten? Richtig! Jahresendbesuch bei der Familie in Deutschland. Und da ich nie weiß, ob ich es nächstes Jahr auch wieder zu diese Zeit zu meiner Familie schaffe, versuche ich, so viel aus dem Urlaub zu holen, wie ich kann, und da bleibt der Blog dann eben leer. Aber durch die vielen Unternehmungen habe ich jetzt auch einiges zu berichten :3

Aber erst einmal: Es ist 2017. Scheiße ging das schnell! Irgendwie sagt das jeder, aber es stimmt: Je älter man wird, desto schneller rennt die Zeit O_o Im Jahr des Hahns sind wir jetzt nach dem chinesischen Horoskop und lassen das Jahr des Affen hinter uns, das mir ganz viel unvorhersehbare Aktion versprach und dann irgendwie doch recht ruhig war. An zwei Dinge werde ich mich aus diesem Jahr sicherlich erinnern: Es hatte das beschissenste Wetter, das man sich vorstellen kann, und ich hatte noch nie so einen Horror davor, Nachrichten zu gucken. Ach, vielleicht noch was Drittes: Ich erhielt endlich mein permanent residence visa. An positive Sachen muss man sich auch erinnern! 😉

Nun befinden wir uns also im Jahr des Hahns. Aber nicht irgendeines Hahns: des Feuer-Hahns! Angeblich soll uns der uns so richtig Feuer unterm Allerwertesten machen, damit wir alle Chancen ergreifen, die dieses Jahr für uns bereithält, unser Potential auszuschöpfen und zu beweisen. Ich weiß nicht ganz. Derzeit gammele ich noch wie ein unmotivierter Blob auf der Couch rum und will einfach nur meine Ruhe 😛 Dazu ist dieses Jahr auch noch ein Unglücksjahr, ein 厄年, yakudoshi, für u.a. Ochsen-Frauen eines bestimmen Jahrgangs. Meines Jahrgangs. Na toll. Auf einmal klingt der Feuer-Hahn gar nicht mehr so motivierend 😛 Aber es gibt kein Unglück, für das ein Schrein in Japan nicht ein Ritual hätte. Am Montag gehen Kei und ich also mir das Unglück aus dem Jahr treiben lassen!

In diesem Sinne: Auf ein frohes Neues! 😉

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