[Unterwegs in Japan] Das Dragon Quest Super Light-Café

In Japan gibt es immer mal wieder Restaurants und Cafés, die sich bekannte Manga/Anime, Spiele oder generell beliebte Charaktere aller Art zur Grundlage genommen haben. Einige sind permanent, wie das Final Fantasy 14-Restaurant in Akihabara. Einige schließen nach einem Monat schon wieder die Türen, wie das Pokémon-Restaurant, das es für eine Weile in Roppongi gab, oder auch das Sailor Moon-Restaurant, welches zum  Start der neuen Sailor Moon Crystal-Serie eröffnet wurde.

Solch ein Pop-up-Restaurant wurde nun auch in Shibuya zum Release eines Dragon-Quest-Mobilegames eröffnet. “Dragon Quest?”, fragen sich jetzt vielleicht einige. Ja, ging mir genauso. Meine Kindheit und Jugend waren eher angefüllt mit Spielen wie Sonic, Monkey Island, Simon the Sorcerer, Sims und später natürlich auch Final Fantasy. DQ hingegen hat in Übersee nie so richtig Bekanntheit erlangt. In Japan hingegen gehört dieses Spiel zur Kindheit der meisten Japaner einfach dazu. Kei erzählt mir auch immer ganz nostalgisch von den Spielesessions mit Papa und Bruder, die das ganze Wochenende andauerten. Und als ich über die Homepage des DQ-Restaurants stolperte, konnte ich natürlich nicht anders, als zwei Plätze für Kei und mich zu reservieren :3

Thematisch wurde sich an den Monstern aus DQ orientiert und jedes Gericht einem dieser Monster nachempfunden. Ich kenne DQ nun wirklich kaum und war von den süßen Arrangements trotzdem ganz hin und weg :3

 

Die Preise fand ich moderat, da habe ich im damals im Alice im Wunderland-Restaurant mehr ausgegeben pro Gericht. Zu jedem Gericht bekommt man zudem einen Code für ein Monster oder so was, was man in dem Handyspiel freischalten kann. Da weder Kei noch ich das Spiel spielen, haben wir unsere Codes alle einem kleinen Jungen, der neben uns am Tisch saß, überlassen ;)

Das Restaurant selbst wirkte leider ein wenig … hmmm … lieblos? Die Einrichtung war sehr alt und abgenutzt, da es ja nur ein Pop-up-Restaurant ist und daher die Räumlichkeiten eines anderen Restaurants benutzt werden. Die Deko waren ein paar an die Wand geklebte Monsterausschnitte, aber alles in alles hat uns der Besuch viel Spaß genug macht, um darüber hinwegzusehen ;) Für Profi-Deko muss man eben doch ins Eorzea-Café :P

Leider habe ich keine Infos darüber gefunden, wie lange es das Restaurant noch geben wird. Man kann entweder direkt über die Homepage reservieren oder hingehen und sich anstellen – ich empfehle eine Reservierung ;)

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Die bisher längste Zeit in Japan

Ich war schon sehr oft in Japan. Rechne ich alle Besuche zusammen, komme ich auf 3 1/2 Jahre, die ich insgesamt schon in Japan gelebt habe. Allerdings waren meine Aufenthalte bisher immer zeitlich begrenzt, mein längster damals mit 11 Monaten. Danach gab es für mich immer eine längere Pause von Japan. Zwischendurch habe ich ja wirklich für 3 Jahre lang ein halbes Jahr hier und ein halbes Jahr in Deutschland gelebt. Ich hatte immer ein Abflugdatum im Nacken. Meist für genau dann, wenn ich mich da, wo ich gerade war, so richtig eingelebt hatte. Alltag in Deutschland wieder? Schön, aber vergiss nicht, dass morgen der Flug nach Japan geht! Endlich Alltag in Japan aufgebaut? Dann sag mal tschüß, der Flieger wartet schon! Was toll nach Jetset klingt, war zwischendurch wahnsinnig belastend, zumal auch ständig meine ganzen Sachen mit mir umziehen mussten und ich wirklich für fast 3 Jahre das Gefühl hatte, nirgends richtig angekommen zu sein.

Inzwischen bin ich seit 13 Monaten am Stück wieder in Japan. Einen Flug nach Deutschland habe ich im Auge, aber das ist nur ein kurzer Urlaub, ein Familienbesuch. Ich muss meinen Lebensmittelpunkt nicht wieder für ein halbes Jahr in ein komplett anderes Umfeld verschieben, nicht wieder meine wichtigen Besitztümer auf eine Menge reduzieren, die in zwei Koffer passt. Ich weiß, wo ich nächstes Jahr bin, kann längerfristige Planungen machen, ohne Leuten sagen zu müssen “Maaaah, FALLS ich dann im Land bin …” Und ein eigener Haushalt ist auch nicht zu verachten ;)

13 Monate am Stück mag jetzt für viele kein großes Kunststück sein, aber ich habe endlich das Gefühl, irgendwo angekommen zu sein. Ich hoffe, das hält lange an – die Regel besagt ja, dass die meisten nach 5 bis 7 Jahren Japan genug haben und den Heimweg antreten :P Warten wir es also ab XD

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[Um uns herum 2.0] Im Sagamihara-Park

Ein Vorurteil, das mir im Bezug auf Japan und besonders Japans Großstädten häufig begegnet, ist, dass es hier keine Grünflächen gäbe. Das geht interessanterweise Hand in Hand mit dem Stereotyp, nach dem alle Japaner unglaublich naturverbunden sein sollen – wie das bitte ohne Natur gehen soll, muss mir doch noch mal einer genauer erklären :P

Aber es stimmt ja auch nicht: Auch in Japans Großstädten gibt es Natur. Meist in Form von künstlich angelegten Parks. Für wild gewachsene Wälder und sonstiges muss man doch eher raus aufs Land. Dass man bei Parkbesuchen in Japan nicht immer seine deutschen Vorstellung eines Parks befriedigt bekommt, musste ich inzwischen auch mal etwas enttäuscht feststellen. Aber es gibt ja auch zurück in der Heimat Parks, die mich nicht so aus den Socken hauen. (Und dann gibt es den Wildpark Schorfheide … Wie gerne ich den mal wieder besuchen würde *abschwelg*)

Nun sind Kei und ich scheinbar endlich aus dem Winterschlaf erwacht und die letzten Wochen richtig unternehmungslustig geworden. Wir sind ja nun inzwischen auch bereits vor exakt einem Jahr hier nach Machida gezogen und haben zu unserer Schande bisher recht wenig von unserer Umgebung erkundet. Das soll sich ändern, und wir nutzten das erste richtig sonnige Wochenende seit WOCHEN, um einen Spaziergang durch den Sagamihara-Park 相模原公園 zu machen. Mit dem Fahrrad haben wir von unserer Wohnung aus etwa 30 Minuten dorthin gebraucht. Eine schöne Radtour hatten wir also auch gleich :D

Der Park erstreckt sich über ein erstaunlich großes Gelände und ist in verschiedene Regionen unterteilt, und es scheint für jeden etwas dabei zu sein. Man kann gut einen ganzen Tag auf dem Gelände verbringen, da die Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants doch etwas rar gesät waren, sollte man sich besser Essen mitbringen – Getränkeautomaten gab es, wie nicht anders zu erwarten, in Massen ;)

Je nachdem durch welchen der vielen Eingänge man den Park betritt, variiert der Rundgang natürlich ein wenig. Dieser Anblick hier bot sich uns beim Betreten:

Ein paar Schritte weiter standen wir vor einem riesigen Tropenhaus, das ordentlich was hermachte. Da es aber Eintritt kostete und das Wetter draußen einfach zu schön war, haben wir es dieses Mal ausgelassen. An etwas kälteren Tagen ist es aber bestimmt eine schöne Station zum zwischendurch Aufwärmen ;)

Sehr schön fand ich auch den im europäischen Stil gehaltenen Bereich des Park. Ich hab ja von so was nicht unbedingt viel Ahnung, aber es erinnert mich sehr an Bilder, die man vom Park des Schlosses Versailles sieht. Ein langer gerader Weg, an den Seiten von meterhohen, dichten Bäumen gesäumt, und in der Mitte ein Wasserweg mit unzählig vielen Springbrunnen. Sehr schön *.* Am Rand des Weges standen zahlreiche Bänke, und obwohl der Park gut besucht war, fanden Kei und ich ein sonniges Plätzchen, an dem wir unsere onigiri verputzen und ein wenig in der Sonne faulenzen konnten.

Ein wenig versteckt im Park gab es auch ein kleines Teehaus … Sagt man dazu immer noch “Haus”, wenn es unter freiem Himmel ist? XD Man konnte sich köstlichen matcha-Tee in schicker Teeschale und dazu eine japanische Süßigkeit im Set kaufen und auf den mit tatami ausgekleideten und Sitzkissen bestückten Bänken wunderbar entspannen. Äh, ja, ich war verfressen und hab vergessen ein Photo von dem schön Arrangement zu machen m・.・m

Überall gab es diese kleinen Oasen der Entspannung, und weil der Park so unglaublich groß ist, waren all die Besucher gut verteilt und man hatte nie das Gefühl, es wäre voll oder man wäre beengt, wie ich es doch manchmal in anderen Parks in Japan habe.

Selbst über den kleinen Tierpark kann ich mich einigermaßen positiv äußern – und das will in Japan schon was heißen! Die meisten Tiere hatten schön große Gehege und konnten sich sogar zwischen einem Außen- und einem Innenbereich hin- und herbewegen.

Und das auf dem Photo hier oben muss der wohl artgerechteste Streifenhörnchenkäfig sein, den ich je in einem Tierpark in Japan gesehen habe! Zwei große Gehege, die durch eine Klettermöglichkeit verbunden sind, und in jedem Käfig ein fetter Baumstamm zum Hochklettern. Dazu ordentlich Platz und Tiefe zum Buddeln und viele Häuschen zum Verstecken. Bei Streifenhörnchen wird ja, wie z.B. bei Hamstern auch, durch ihre kleine Größe oft fälschlicherweise angenommen, sie würden nicht so viel Platz brauchen, aber das ist ein großer Irrtum und ich habe schon viel zu oft den Anblick von bewegungsfreudigen Fellbällchen in erschreckend kleinen Käfigen ertragen müssen T^T

Minipferde gab es auch. Fast alle umstehenden Japaner schienen zu glauben, das wären Fohlen XD Da musste ich sehr lachen, wo doch alle Pferde einen großen Steckzettel mit Altersangabe hatten; das kleine Kerlchen hier ist schon 10 XD

Wir fanden auf einem ablegenen Weg noch einen gut versteckten, ziemlich alt wirkenden Schrein, an dem echt keine Menschenseele außer uns war.

Der gepflegte Zustand des Schreins und ein paar Gerätschaften zeigten aber, dass zumindest ab und an jemand zum Saubermachen vorbeikam ;) Aber hach, es war wunderbar ruhig dort *.*

Von den Photos her mag es gar nicht so wirken, aber wir sind viel, viel gelaufen und haben sehr viel gesehen.

Mein persönliches Highlight:

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Hunde überall!!! ^^ (Es waren nicht alle angebunden, aber die Hunde, die gerade Action auf dem Hundespielplatz hingelegt haben, waren schwer zu fotografieren :P )

Keis Highlight:

Eine Katze, sie sich in aller Ruhe auf dem Fahrrad eines älteren Herren rumkutschieren ließ XD Ach ja, das wird noch mal eine nette Diskussion zwischen der Hundfanatikerin und dem Katzen-Otaku, wenn wir uns mal etwas Größeres zulegen wollen, als einen Hamster :P

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Wenn aus ōgata renkyū kogata renkyū wird

Die Golden Week nennt man sie hier, die Woche, in der man in Japan durch drei sich aneinanderreihende Feiertage, fallen sie denn halbwegs günstig mit dem Wochenende zusammen, bis zu 5 Tage am Stück Urlaub haben kann ohne auch nur einen einzigen Urlaubstag nehmen zu müssen. Die Feiertage sind 憲法記念日 kenpō kinenbi, Tag der Verfassung, 緑の日 midori no hi, Tag des Grüns und 子供の日 kodomo no hi, Kindertag. Fällt einer der Feiertage auf ein Wochenende, bekommt man einen 振り替え休日 furikae kyūjitsu, einen Ausgleichstag am ersten darauffolgenden Wochentag.

Sichert man sich noch ein paar Brückentage, kann man es fast auf Urlaubszeiten bringen, wie ich sie aus Deutschland kenne :P 大型連休 ōgata renkyū wird dieses Phänomen genannt, frei am Stück in Großformat! WENN man denn freinehmen kann. Und ich konnte dieses Jahr leider nicht. Das Projekt, an dem ich derzeit arbeite, hat einen unglaublich engen Zeitplan, und die Planer haben die Golden Week einfach mal als normale Arbeitstage eingerechnet. Mein ganzes Team musste also die 3 Feiertage über antanzen, während der Rest unserer Kollegen irgendwo fett Urlaub machte. So wird aus ōgata renkyū also 小型連休 kogata renkyū*, frei am Stück im kleinen Stil alias Wochenende -.-‘ Wenigstens können wir irgendwann nach dem Projekt einen Ausgleichstag für jeden gearbeiteten Feiertag nehmen ;)

*Das Wort gibt es offiziell natürlich nicht, aber wann hat mich das mal von was abgehalten? :P

Wenn man während der Golden Week arbeiten muss, werden Leute versuchen, einen mit den Worten “Aber wenigstens ist deine Bahn dann morgens schön leer!” aufzuheitern. Glaubt ihnen kein Wort! Meine Bahn war noch nie so voll wie an den letzten drei Tagen! Vielleicht trifft das mit den leeren Bahnen auf die wirklich ganz frühen Uhrzeiten des Tages zu, aber meine Bahn um 8.45 Uhr war doppelt so voll wie sonst! Und da es ja für viele in den Urlaub ging, waren nicht wenige Leute mit riesengroßen Rucksäcken und Koffern unterwegs. Die Bahn war also eigentlich drei Mal so voll wie an normalen Tagen.

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閉館中 heikanchū – Gebäude geschlossen

Arbeitet man in einem Bürogebäude, so wird selbiges für die Feiertage offiziell geschlossen sein. Inoffiziell braucht man nur die richtige Karte, um reinzukommen :P Aber offiziell ist ja keiner da, also kommen auch Putzkräfte, die Leute zum Auffüllen der Getränkeautomaten und die Damen und Herren aus der Firmenmensa nicht zur Arbeit. Am Dienstag haben meine Kollegen und ich uns schon gefühlt als würden wir in unserem Büro eine Zombieapokalypse aussitzen. Das Klopapier wurde knapp und der Zustand auf den Toiletten nach inklusive Wochenende nun schon 4 Tagen ohne putzen bedenklich. Das Wasser in unserem Wasserspender neigte sich dem Ende zu, aber keiner hatte Nachschub geliefert. Am Getränkeautomaten blinkten fast nur noch “Ausverkauft”-Lichter und die Mülleimer hat natürlich auch niemand geleert ^^;

ABER: Im Büro war es noch nie so ruhig! Mit gerade einmal 20 Leuten in einem Großraumbüro, das normalerweise rund 200 Leuten allein auf meiner Etage fasst, habe ich mich nie besser konzentrieren können. Der Klimaanlagen-Pfuscher scheint auch nicht unter uns 20 gewesen zu sein, und ich genoss 3 Tage angenehmste Raumtemperatur. Ich musste nie auf einen Aufzug warten, die Toiletten waren immer frei und ich war morgens sogar 10 Minuten früher im Büro, obwohl ich die gleiche Bahn wie sonst auch nahm, weil meine Aufzug auf dem Weg in die 19. Etage nicht bei JEDER VERDAMMTEN ANDEREN ETAGE AUCH NOCH HALTEN MUSSTE! Bürogebäude können wahnsinnig nerven …

Heute war dann für viele die Golden Week vorbei und der normale Alltag kehrte in unser Büro zurück. Und so sehr ich mich über die geputzten Toiletten und den Nachschub an Wasser und Klopapier gefreut habe, ein wenig fehlt mir die postapokalyptische Ruhe der drei letzten Tage schon beim Arbeiten T^T

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Jobwechsel (nicht ich!)

Endlich kann Kei aus seinem jetzigen Job raus. Wie er es so lange in dieser Firma ausgehalten hat, ist mir bis heute ein Rätsel. Ein japanisches Familienunternehmen ist eben prädestiniert für viele, viele Überstunden, guilt trips, wenn Kei sich mal länger als 3 Tage am Stück Urlaub nehmen wollte (und wir reden hier von 3 Tagen inklusive Wochenende), verworrene Strukturen, veralterte Arbeitsweisen, die man aber auf keinen Fall ändern will, denn man hat es ja schon immer so gemacht, und, und, und. Keis Chef und seine Chefin haben ihre Ehestreitigkeiten auch häufig am Arbeitsplatz ausgetragen, und Kei durfte sich dann entscheiden, auf welchen der beiden Streithähne er hört, immer in dem Wissen, dass der Streithahn, auf den er nicht gehört hat, es ihm sehr, sehr übel nehmen wird. Zudem hat Kei in den ganzen 4 Jahren bei der Firma genau eine Gehaltserhöhung von 3000 Yen bekommen … das sind 30 Euro … Das reicht nicht mal, um die Inflationsrate abzudecken O_o

Ab Mitte dieses Monats fängt Kei dann seinen neuen Job an. In einer deutschen Firma XD Die Deutsche landet in einer japanischen, und der Japaner am Ende in einer deutschen Firma :P Er verdient nicht nur auf Schlag 1000 Euro mehr im Monat (was zeigt, wie absolut unterbezahlt er bisher war), sondern bekommt auch mehr Urlaub ( ´ ▽ ` )ノ Und er kann endlich, endlich, endlich seine Deutschkenntnisse zum Einsatz bringen – daran war in seinem alten Job ja nun wirklich überhaupt nicht zu denken. Ich bin schon sehr gespannt, was Kei von seinen ersten Arbeitstagen berichtet :D

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Herzlichen Glückwunsch zum Jobwechsel!

Und zur Feier des Tages habe ich Kei gestern noch einen dieser tollen japanischen Kuchen besorgt, die man mit einer Nachricht versehen lassen kann. Ich kann kaum glauben, dass die da auch Kanji benutzen!!! O_o Ich kann nicht mal Hiragana oder Katakana mit diesen Schokostiften schreiben, von Kanji wollen wir gar nicht erst reden XD

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[Unterwegs in Japan] Lang ist’s her, Asakusa!

Kei und ich waren schon lange nicht mehr einfach so in Tōkyō. Das liegt vor allem daran, dass das 5 mal die Woche mein Arbeitsweg ist und sich am Wochenende in mir alles sträubt, mich auch an diesem Tag in die Odakyū Richtung Shinjuku zu setzen. Vor zwei Wochen habe ich allerdings meinen Schweinehund einfach mal überwunden und bin mit Kei nach Asakusa 浅草 gefahren. Unser Ziel war die kappabashi 合羽橋, die berühmte Einkaufsstraße für Restaurant- und Küchenbedarf. Davor machten wir aber noch einen Abstecher zum sensōji 浅草寺, zum Schrein in Asakusa mit dem bekannten Donnertor, dem kaminarimon 雷門. Das letzte Mal war ich vor 7 Jahren (!!!) am sensōji,* aber viel hat sich nicht geändert. Es schienen nur NOCH MEHR Touristen vor Ort zu sein, aber das kann auch nur Einbildung gewesen sein XD

*Nachtrag: Haha, nix da, Nagarazoku! Du warst sogar vor gerade einmal 3 Jahren dort, hast es nur vollkommen vergessen! Na ja, ich bin nicht umsonst die Meisterin aller möglichen Art von Listen und Kalendern -.-

Massen von Touristen, von denen die Hälfte auch noch wie wild mit Selfie-Sticks um sich schlug O_o

An gewissen Stellen, wie direkt vor dem Tor, aber auch rund um den Schrein selbst, kam man nur im Tippelschritt voran. Mich persönlich strengte das furchtbar an -.-

Ich wollte mir eigentlich auch wieder einen shuin 朱印 besorgen, aber die Schlange war so lang, dass wir da eine ganze Weile angestanden hätten. So wollte ich unseren Sonntag dann auch nicht verbringen ^^; Also auf in Richtung kappabashi! Unterwegs stießen wir auf einen Katzenschrein O_o

Hier sieht man es noch nicht so, aber überall standen Katzenfiguren herum O_o

Diese zwei Katzen hier verrieten es: Der Schrein ist enmusubi 縁結び gewidmet – ein Begriff, der die Verbindung zwischen zwei Menschen meint und meistens für Pärchen und Ehepaare verwand wird. Wer für eine glückliche Beziehung, aber auch eine schicksalhafte Begegnung beten will, sucht einen solchen Schrein auf.   Entsprechend fielen auch die Wünsche auf den ema 絵馬, den kleinen Holztäfelchen aus: “Ich möchte heiraten bevor ich 30 werde!”, “Ich möchte einen netten Mann kennenlernen!”, “Auf dass ich meine zukünftige Frau innerhalb dieses Jahres treffe!” Vereinzelt fand man auch ema, auf denen sich dafür bedankt wurde, dass ein solcher Wunsch erfüllt wurde: “Ich habe endlich geheiratet! Von nun an wollen wir immer zusammen sein! Vielen Dank für alles!” Ich fand das sehr niedlich :D

An dem Schrein konnte ich mir dann auch einen shuin holen – shuinchō doch nicht umsonst mitgeschleppt ( ̄▽ ̄) Die miko 巫女 stempelte und pinselte fröhlich vor sich hin, da fragte sie mich plötzlich: “Wo kommen Sie denn her?” Das Nagarazoku, inzwischen vollkommen in Japan angekommen, zögert nicht und antwortet: “Machida.” Für eine Sekunde war Japan mein Zuhause und ich lebte hier, war keine Ausländerin, sondern eine Machidaranerin auf Sightseeing. Die miko pustete mich von der Wolke schnell wieder runter, als sie mich darauf hinwies, dass sie mein Land meinte. Meine lieben hāfu, wie haltet ihr das nur immer wieder aus?

Eeegal, weiter! Jetzt aber wirklich zur kappabashi! Und was soll ich sagen? Es war ENTTÄUSCHEND! Hätte mich nicht mal einer vorwarnen können, dass man sich die kappabashi am Sonntag schenken kann??? Über die Hälfte aller Geschäfte hatte geschlossen! T^T Was für eine Enttäuschung!

SEHT IHR DAS??? ALLES ZU!!!

Die berühmten Essensreplikas, die man vor fast jedem japanischen Restaurant findet, bekamen wir zum Glück trotzdem zu sehen, und sie waren schon sehr beeindruckend:

Die Sachen sahen zum Anbeißen echt aus! Die Preise hatten es allerdings hier und da doch ordentlich in sich, also blieb es beim Angucken. Mit dem richtigen Timing kann man übrigens einen Kurs mitmachen und einen Kohlkopf selbst herstellen, aber wir hatten den Beginn der Stunde gerade verpasst. Falls wir noch mal zur kappabashi fahren sollten, müssen wir das ein wenig besser abpassen :P Wir entdeckten dann in einer Seitenstraße noch diesen Geschirrladen, dessen simples und zeitgleich farbenfrohes Design uns ganz besonders gut gefiel:

So durften wir also doch noch ein wenig Geld da lassen :P Tja, nun steht also die Frage im Raum: Lohnt sich die kappabashi an einem Samstag, z.B., mehr? Ich nehme an, dass man wohl am besten an einem Wochentag gehen sollte, denn das sind wahrscheinlich die Tage, an denen die Restaurant-Besitzer und co. dort einkaufen gehen, aber, haha, da muss ich eben leider auch arbeiten -.- Ach Mann …

Auf dem Rückweg versuchte ich mein Glück noch mal an der shuin-Schlange am sensōji und hatte Glück: Sie war kürzer und wir warteten keine 10 Minuten :D Aufgrund des Andrangs arbeiteten 5 Leute am Schalter und die Stempel wurden mit einem Föhn getrocknet O_o So etwas modernes wie ein Föhn wirkt in einem Schrein dann doch immer recht fehl am Platz, aber alles, was recht ist XD

Ja, ich bin ein Nimmersatt und habe beide verfügbaren shuin genommen :P

Um den sensōji herum gibt es übrigens viele Seitenstraßen, in denen man viele traditionelle Sachen kaufen, als auch essen kann. Wir sahen uns noch in einem Laden für japanisches Papier satt und futterten taiyaki 鯛焼き – mit süßem Bohnenmus gefüllte Waffeln in Fischform – bevor es den weiten Weg bis nach Hause ging ;)

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Ich war in Ōsaka und habe kaum etwas davon gesehen

Leser, die meinen Blog etwas länger verfolgen, erinnern sich vielleicht an das Wochenende, an dem ich in Itō war, aber kaum etwas davon zu sehen bekam, weil der Tag rigoros mit Aktivitäten verplant war, die man alle auch gut in Tōkyō hätte machen können. Und was soll ich sagen? Ich habe es wieder geschafft! Ich war in einer japanischen Stadt, dieses Mal Ōsaka 大阪, und habe wirklich kaum etwas von ihr zu sehen bekommen. Es gibt einfach diese Leute, mit denen Sightseeing nicht geht …

Aber beginnen wir doch mal am Anfang: Zum Abschluss von größeren Projekten schmeißt meine Firma für alle, die an diesem Projekt beteiligt waren, eine Abschlussfeier, eine sogenannte uchiage 打ち上げ, die wir offiziell, damit es nicht nur nach Spaß klingt als hanseikai 反省会, also Selbstkritiksfeier, bezeichnen :P Um das ganze Team an einen Ort zu kriegen, wurde beschlossen, die Feier in Ōsaka abzuhalten. Meine Firma kam für Transport und Unterkunft auf. Nun fand ich den Gedanken, ausschließlich für so eine Feier die fast 3 Stunden nach Ōsaka fahren, nicht sehr prickelnd, konnte mir aber den auf die Feier folgenden Tag leider nicht freinehmen, weil ich in meinem neuen Projekt bereits sehr beschäftigt bin und nicht zwei Tage in Folge fehlen konnte. Für den Tag der Feier waren wir komplett entschuldigt, obwohl diese erst ab 18 Uhr stattfinden sollte – Was für ein perfekter Zufall. Wir bekamen die Shinkansen-Ticktes zwar mit Datum und Uhrzeit, aber die kann man ohne Probleme und ohne Aufschlag umbuchen. Ich entschied, am Tag der Feier recht früh in Ōsaka anzukommen, mein Gepäck im Hotel abzustellen und bis abends dann Sightseeing zu machen. Dann zur Feier, Nachfeier, ins Hotelzimmer, kurz schlafen, aufstehen, zum Shinkansen und in diesem dann weiterschlafen. Klingt nach ‘nem Plan, nicht? Wenn denn mal alles so laufen würde, wie man es plant …

Do, 5:20. Warum hatte ich mir das nur angetan? Ach ja, Sightseeing in Ōsaka. Also raus aus dem Bett! Der Rucksack stand zum Glück schon gepackt bereit. Und dann ab nach Tōkyō, um den Shinkansen zu kriegen. Die Fahrt verlief unspektakulär, bis auf einen Ami, der den gesamten Wagon mit seinem Handygespräch unterhalten musste. Zum Glück “nur” 45 Minuten, da hatte ich doch glatt noch Gelegenheit, zu schlafen.

Reisen im Shinkansen finde ich persönlich sehr angenehm. Die Sitze sind schön breit, meistens ist es ruhig und inzwischen hat man wohl auch W-Lan an Bord, obwohl ich es leider nicht geschafft habe, es zum Laufen zu kriegen. Sitzt man am Fenster hat man sogar eine Steckdose :D

Gegen 11 Uhr kam ich in Shin-Ōsaka an. Das Wetter war nicht zu berauschend, aber noch keine Spur vom Regen, der für den nächsten Tag angesagt war. Ich fuhr erst einmal in mein Hotel, um mein Gepäck abzugeben (einchecken konnte ich noch nicht, aber die meisten Hotels bieten an, dass man sein Gepäck bis zum Check in bei ihnen abstellen kann). Dann machte ich mich auf den Weg zu den mir angepeilten Sehenswürdigkeiten. Unterwegs lief ich an einem Tempel vorbei, an dem ich der einzige Besucher war, das fing doch schon mal gut an :3

Das ganze hatte unglaublich Atmosphäre und ich war doch sehr auf Sightseeing eingestellt … Und dann lief ich doch einfach meinen Kollegen über den Weg. Klar, im großen Ōsaka, neben einem etwas abgelegenem Tempel, da passiert so was bestimmt ständig. Aber gut, in der Gruppe macht Sightseeing ja auch Spaß, dachte ich, und eine Einladung zum Mittagessen werde ich wohl kaum ausschlagen. Im Nachhinein hätte ich wohl einfach sagen sollen, ich würde mich mit einer Freundin zum Mittag treffen oder so was, aber wer konnte denn ahnen, dass mein Sightseeing damit sein viel zu frühzeitiges Ende gefunden hatte?

Also ging es in der Gruppe weiter. Doch anstatt Sightseeing-Spots, wollte uns einer der Herren erst einmal unser Büro in Ōsaka zeigen. Klingt spannend? War es kein Stück -.- Wir wurden einmal rumgeführt, allen dort eine Runde vorgestellt – wir zwei Ausländer in der Gruppe natürlich wieder nur mit unseren Vornamen *grummel* – aber eigentlich konnte dort kaum einer was mit uns anfangen. Das Ōsaka-Büro hat mit uns Localizern doch eben nur wenig zu tun. Im Anschluss machten wir uns endlich auf die Suche nach einem Restaurant für unser Mittagessen.

Einer unserer Herren hatte ein Restaurant im Umeda Sky Building 梅田スカイビル empfohlen bekommen, also nahmen wir den doch etwas weiteren Fußweg auf uns. Leider hatte das Restaurant geschlossen. Und anstatt nun dort, in dieser schick gestalteten Passage nach einem anderen Restaurant zu suchen …

 

… und im Anschluss z.B. den Floating Garden im Umeda Skybuilding selbst zu besuchen, …

… NEIN, stattdessen mussten wir natürlich GANZ woanders weitersuchen. Es war gegen 14.00, wenn ich mich recht erinnere, als wir uns endlich für ein Restaurant entschieden, und ich glaube, das zum Großteil auch nur, weil ich anfing, keinen Hehl mehr daraus zu machen, wie sehr mir dieser Affentanz gerade auf den Sack ging. Wer sucht denn bitte fast 2 Stunden nach einem verdammten Platz zum Mittagessen? Vor allem, wenn man stattdessen Sightseeing machen könnte? Als könnte man sich nicht auch im konbini eindecken und dann im Laufen futtern! Wir hatten doch abends eh die verdammte Feier mit freiem Essen, da muss man sich doch zum Mittag nicht vollfressen! Boah, war ich bedient!

Als wir dann endlich aus dem Restaurant kamen, war es auch schon fast Zeit, den Shuttlebus in Richtung des Hotels, in der die Feier stattfinden sollte, zu nehmen. Ein wenig Zeit war noch, aber nichts, wirklich absolut gar nichts Sehenswertes in der Umgebung und zu den Orten, die ich sehen wollte, hätte ich es nicht mehr rechtzeitig geschafft. Splendid! Resigniert stieg ich also mit meinen Kollegen in den Bus ein und ließ mich zum Hotel fahren. Es gibt einfach Leute, mit denen Sightseeing nicht klappt -.-‘

Die Feier selbst hat meine Laune dann wieder aufgebessert. Der gebuchte Raum war sehr schön, das Essen gut und reichlich, zudem hatten wir eine offene Bar und für Unterhaltung war auch gesorgt :D Nach der Feier ging es zur nijikai 二次会, zur Feier nach der Feier. Keine Party in Japan ohne nijikai! Nur brauchten wir auch dieses Mal wieder ewig, um uns für ein Restaurant, oder besser gesagt für ein izakaya 居酒屋, eine japanische Kneipe, wenn man denn so will, zu entschieden. Liegt das an meinen Kollegen oder ist das die Luft in Ōsaka??? O_o 1 1/2 Stunden vergingen zwischen der Ansage, man würde sich jetzt auf zur nijikai machen, und dem tatsächlichen Betreten des izakayas! Somit war es natürlich auch unglaublich spät, als die nijikai zu Ende ging, was meistens übrigens eher dadurch passiert, dass man von den Kellnern nach 2 Stunden freundlich, aber bestimmt aus dem izakaya geworfen wird.

Die letzte Bahn hatte sich schon mindestens eine Stunde vorher aus dem Staub gemacht, und so blieb uns allen nur das Taxi. Und hier zeigte sich erst, wie wunderbar umsichtig unsere Projektmanagerin die Hotels gebucht hatte. Alle Damen unserer Gruppe waren nämlich im gleichen Business Hotel untergebracht, während die Männer halbwegs verstreut auf andere Hotels aufgeteilt waren. Was ich zu Anfang noch etwas schade fand, weil man ja so gar keine sanjikai 三次会, die Feier nach der Feier nach der Feier :P, auf einem der Zimmer machen konnte, aber es gab so keinem der inzwischen doch sehr stark angetrunkenen Männer unserer Feier eine Ausrede, sich mit einer von uns Damen in ein Taxi zu schummeln. Ich erinnere mich da an die Story einer Freundin, in der sich ein Typ, der sich schon den ganzen Abend an sie rangemacht hatte, obwohl sie mehrmals ihren Ehemann erwähnte, sich dann in ein Taxi mit ihr warf und versuchte, sie beim Aussteigen zu küssen O_o Dem hatte unsere Projektmanagerin gleich einen fetten Riegel vorgeschoben – “Alles Erfahrung”, bestätigte sie mit einem Augenrollen meine Vermutung – und es ging in rein weiblicher Begleitung in unser Hotel :D

Unser Business Hotel hatte übrigens eine reine Frauenetage! Man musste seinen Zimmerschlüssel an ein Lesegerät im Fahrstuhl halten, damit dieser in der betreffenden Etage überhaupt hielt! Manchmal frage ich mich ja echt, was es da für Vorfälle gegeben haben muss, dass so eine Einrichtung für notwendig empfunden wird …

Für eine Nacht war das Zimmer ganz fantastisch! Es hatte ein bequemes Bett und sogar eine Couch, roch nicht wie die Zimmer der Business Hotels, die ich sonst gewohnt bin, und hatte sogar einen richtig guten Föhn! Bisher hatte ich immer ganz, ganz schreckliche Föhne, bei denen ich das Gefühl hatte, ich würde meine Haare schneller trocken kriegen, wenn ich selbst pusten würde.

Ich hatte gerade meine Sachen abgestellt, da klopfte es an der Tür. Es war unsere Projektmanagerin, mit der ich mir das Taxi zum Hotel geteilt hatte. In den Händen hielt sie ein fettes Päckchen. Man hatte ihr wohl am Anschluss an die Feier nicht nur die Reste des köstlichen Kuchens, den man dort für uns bereitgestellt hatte, sondern die noch viel köstlichere Schokodeko des Kuchens mitgegeben. Verständlicherweise wollte sie den Kuchen den nächsten Tag nicht mit sich rumschleppen müssen, also dachte sie sich, wir könnte eine sanjikai im kleinen Rahmen mit Kuchen und Bier in einem unserer Zimmer machen. Perfekt! Wir holten noch die dritte Dame, die sich mit uns das Taxi geteilt hatte, dazu – wir hätten auch noch mehr Damen geholt, aber da diese teilweise schon nach der Feier oder recht früh von der nijikai gegangen sind, wussten wir nicht, ob sie noch wach sind – ich zog jedem von uns aus dem Getränkeautomaten auf unserer Etage – ja, so was gibt es meistens in Hotels in Japan – ein Bier und wir futterten Kuchen, bis wir in ein Zuckerkoma fielen. Was für ein perfekter Abschluss :D

Am nächsten Tag ging es früh und vollkommen verpennt zum Shinkansen, denn einige von uns musste ins Büro in Tōkyō und arbeiten … Ich auch -.- Zum Glück kann man im Shinkansen gut schlafen. So hab ich also von Ōsaka wirklich kaum etwas zu sehen bekommen, aber meine Kollegin fasste den Tag ganz treffend als 「気分転換になった」, kibuntenkan ni natta, als nette Abwechslung zum Arbeitsalltag zusammen. Und da stimme ich ihr zu :D Trotzdem muss ich dann irgendwann doch noch einmal zum Sightseeing nach Ōsaka. So geht das doch einfach nicht! XD

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