Berlin 2017 – Auflüge & Co. (Teil 2)

Der Neujahrswechsel bedeutet für uns ja eigentlich immer, dass es bald zurück nach Japan geht, doch dieses Jahr fielen die Feiertage im Januar so günstig, dass wir die erste Januarwoche nun auch noch in Berlin waren. Und die verbrachten wir mit noch ein paar mehr Ausflügen.

DSC07833Mit meinen Eltern fuhren wir für einen Neujahrsspaziergang zum Askanierturm am Werbellinsee, wo wir gerade noch zusehen konnten, wie ein Neujahrsblasen-Event zu Ende ging und alles abgebaut wurde. Wie auch letztes Jahr in den Heilstätten in Beelitz bewiesen wir also wieder unser perfektes Timing 😛 Aber wir waren eh zum Spazieren da!

Mit dem Werbellinsee verbinde ich viele Familie- und Klassenausflüge, sowie die erste einwöchige Klassenfahrt meines Lebens, von der mich meine Eltern nicht tränenüberströmt abholen mussten XD Kei wollte mir kaum glauben, als ich ihm von dieser deutschen Unart, Grundschüler mit ihren oft verhassten Mitschülern für eine Woche ins Ferienlager zu schicken, erzählte 😛 Macht man wohl in Japan nicht, hätte mir als Kind auch nicht gefehlt.

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Während der Großteil unseres Urlaubs natürlich daraus bestand, so viel deutsches bzw. in Japan nicht erhältliches Essen wie möglich in uns hineinzustopfen – selbstgekocht, gekocht bekommen und auch in Restaurants -, …

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… wollte Kei eines Abends ein japanisches Ramen-Restaurant in Berlin besuchen. Um mal zu gucken. Okaaay O_o Aber unter meinen Freunden hier finden sich natürlich mehr als genug Leute, die sich da gerne anschließen, und so fanden wir uns in großer Runde inklusive Hündchen – ich finde es so toll, dass Hunde hier an SO vielen Orten erlaubt sind XD – im Takumi Nine im Prenzlauer Berg ein. Und was soll ich sagen?

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Es schmeckte exakt wie in einem japanischen Ramen-Restaurant. Was ich mir so auf Besuch in Deutschland nicht unbedingt gewünscht habe XD Aber was tut man nicht alles für seine bessere Hälfte? 😛

2018-01-06 09.38.15Das Essen am folgenden Abend war da schon wieder eher nach meinem Geschmack, denn wir besuchten mit meinen Eltern zum ersten Mal in meinem Leben das Restaurant in der Kuppel des Fernsehturms. Kein billiger Spaß. Man bezahlt nämlich nicht nur sein Essen, sondern muss auch den Eintritt in den Fernsehturm bezahlen, denn vor und nach dem Besuch im Restaurant kann man sich frei in der Kuppel bewegen. Aber es lohnt sich. Die Aussicht war fantastisch – auch wenn es durch die Fenster schwierig war, schöne Bilder zu machen – und das Essen wirklich köstlich. Mit Kürbis gefüllte Ravioli *nomnomnom*

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2018-01-07 01.46.31Und damit war unser Urlaub auch schon wieder vorbei. 2 Wochen, die sich lang anfühlten und doch wie im Flug vorbeigingen. Den letzten Abend verbrachten wir mit Brettspielen, viel zu viel Alkohol gegen den Kummer und richtig guter Tiefkühlpizza. Hat mir die gefehlt! Ich weiß, Urlaub in Berlin ist nicht gleich Leben in Berlin, und ich erinnere mich daran, wie oft mir diese Stadt auf den Sack gegangen ist, als ich noch hier gewohnt habe, aber während meines Urlaubs benimmt sie sich meist so tadellos, dass ich immer ganz wehleidig werde, wenn es an den Rückflug geht ^.^; Aber das bringt das Auswandern wohl einfach mit sich …

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Berlin 2017 – Auflüge & Co. (Teil 1)

DSC07648Wenn wir meine Familie über Weihnachten und Neujahr besuchen, ist meine Mama schon Wochen vorher am Planen, wohin wir welche Ausflüge unternehmen könnten. Leider will das Wetter da nicht immer so mitspielen, aber wir haben an Sonnenstunden genutzt, was Berlin hergeben wollte, und uns aus dem Rest des Wetters einfach nichts gemacht. Wie heißt es so schön? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

Am Abend des Tages nach unserer Ankunft fuhren wir zum Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, um uns die Beleuchtung dort anzusehen und uns mit Weihnachtsmarktsfutter vollzustopfen. Der Weihnachtsmarkt strahlte richtig, und ich nutzte die Gelegenheit, der Gedächtniskirche zum ersten Mal in meinem Leben einen Besuch abzustatten. Trotz all der Weihnachtsstimmung konnte ich die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen nach letztem Jahr inklusive einem extra großen Aufgebot an Polizeit aber natürlich nicht übersehen …

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Ein wenig mehr Berlin gab es dann noch auf einer Sightseeingtour durch Mitte mit meinen beiden Lieblingsexkommilitoninnen, unterbrochen von einem fantastischen Mittagessen in unserer Zufallsentdeckung – einem dänischem Restaurant -, und getoppt von einem außer Kontrolle geratenem Schuhkauf. Was soll ich sagen? In Japan kann ich eben nicht einfach mal so Schuhe kaufen gehen.

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DSC07705Mit meinen Eltern wurde es dann noch richtig nostalgisch, denn wir besuchten ein paar Orte, die mir aus meiner Kindheit mehr als gut bekannt sind. Ein Ausflug führte uns an den Müggelsee mit Müggelturm. Gut, auf dem Müggelturm selbst war ich laut Aussage meiner Eltern das letzte Mal mit einem Jahr – allzu sehr erinnere mich daran also nicht mehr 😛 Aber an den Müggelsee trieb es uns öfters; zum Spazieren oder auch zum Baden – letzteres zu dieser Jahreszeit natürlich keine Option XD Der Müggelturm hatte eindeutig schon bessere Tage gesehen, aber sein Treppenhaus und die Mülleimer (!) auf dem Gelände lösten krasseste N(O)stalgie in mir aus. Genauso wie der Eisclown auf der Speisekarte des Restaurants 😛 Im Anschluss ging es dann noch durch die Altstadt, bis uns der Regen zurück ins Auto scheuchte.

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Ein sehr fotolastiger Eintrag, der auch schon ziemlich lang ist, also komme ich zu den Ausflügen & Co. nach dem Jahreswechsel in einem zweiten Teil. Selbiger war übrigens wie immer vollgestopft mit Familientraditionen und viel zu viel Essen – wie Weihnachten auch 😛 Und genau dafür fliegen wir auch jedes Mal zu dieser Jahreszeit hin 😉

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Berlin 2017 – Die Flüge

2018-01-23 15.58.45Die ganze Woche war es eisig kalt – kälter als in Deutschland wohlgemerkt – und der Schnee vom Montag schmilzt nur langsam, da kündigt der Wetterbericht doch glatt neuen Schneefall für die nächste Woche an. Ich hoffe, es bleibt bei Schneeregen. So sehr mich die Aussicht auf schneefrei auf Arbeit doch freut, ganz unbeschäftigt bin ich im Büro dann doch nicht, und ZWEI Tage schneefrei nachzuarbeiten, resultiert dann leider doch nur in Überstunden. Aber wenigstens kann so ein eiskaltes Wochenende unter dem kotatsu dazu genutzt werden, um ein paar Blogposts abzuarbeiten 😉

Unser Berlin-Urlaub 2017 – wie habe ich mich darauf gefreut! Auch dieses Mal wieder projektbedingt über Weihnachten/Neujahr, was mich natürlich für die Feiertage freut, aber ich muss wirklich mal wieder im Sommer nach Deutschland, sonst hab ich am Ende ein ganz verkorkstes, graues Bild von meiner Heimat XD

Nach dem doppelten Umsteigedesaster im Winter 2016 in München sowohl auf Hin- als auch auf Rückflug, wollte ich dieses Mal ganz unbedingt über einen kleinen Flughafen fliegen. Einem, bei dem man von Gate zu Gate nicht länger als 30 Minuten braucht. Und damit stand die Wahl eigentlich schon fest: Helsinki, denn hier habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht, auch wenn man die Sitzmöglichkeiten an den einzelnen Gates ruhig etwas ausweiten dürfte. Aber was nimmt man nicht in Kauf, um nicht wie letztes Mal in München zu seinem Anschlussflug RENNEN zu müssen.

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In der schummrigen Bar des Nikkō Narita Hotels konnten wir den Abend ganz entspannt ausklingen lassen.

Mit Helsinki standen dann auch unsere Fluggesellschaft – Finnair – und unser Abflughafen – Narita – fest. Über letzteres war ich nicht ganz so begeistert, denn Narita liegt so unmöglich weit draußen, dass ich immer Angst habe, es am Morgen des Abflugs nicht pünktlich hinzuschaffen. Aber wir übernachten dann den Abend vorher einfach immer in einem Hotel am Flughafen, da ist mir die Sorge auch genommen.

Finnair ist inzwischen auch auf den Trend aufgesprungen, Sitzplatzreservierungen vor dem Check-in einen Tag vor Abflug nur noch kostenpflichtig durchzuführen. Wem egal ist, wo er sitzt, der kann natürlich bis zum Check-in warten, wer aber gerne neben seinem Partner sitzen will, der muss in den sauren Apfel beißen und zwischen 17€ (unbeliebte Mittelplätze) bis 90€ (Economy Comfort ganz vorne) pro Person pro Sitzplatz pro Flug hinblättern. Da ist man schnell mal bei über 100€ Mehrkosten, aber da inzwischen fast alle Fluglinien auf diesen Zug aufgesprungen sind, kommt man woanders vermutlich kaum billiger weg. Kei und ich haben jedenfalls letztes Jahr hart gearbeitet und viele, viele Überstunden geschoben und uns so einfach mal mit Economy Comfort für den jeweils langen Hin- und Rückflug belohnt. Bei den Kurzflügen zwischen Helsinki und Berlin waren wir so früh dran, dass wir jeweils die Sitzplätze an einem der Notausgänge reservieren konnten. Inzwischen muss man dafür bestätigen, dass man Finnisch (bei Finnair) oder Englisch spricht, und das Kabinenpersonal prüft nach und setzt zur Not um – so geschehen mit einem Paar neben uns, das sich erst von einem anderen Herren übersetzen lassen musste, was die Dame da von ihnen wollte. Finde ich aber nicht schlecht – im Notfall MÜSSEN die Leute auf den Sitzen einfach mal die Anweisungen verstehen können.

Nun die große Frage: Haben sich die Mehrkosten für Economy Comfort gelohnt? Einfache Antwort: JA! Man erhält in Economy Comfort bei Finnair 8 bis 13cm mehr Beinfreiheit, die man definitiv merkt. Einfach mal die Beine nach vorne ausstrecken können, das ist schon was. Angeblich erhält man auch bessere Kopfstützen, aber da ich eh immer auf Keis Schulter wegpenne, kann ich dazu nicht viel sagen 😛 Die Sitze befinden sich ganz vorne in der Economy Class-Kabine, und so ist man bei allen Mahlzeiten einer der Ersten, die bedient werden. Außerdem bekommt man geräuschunterdrückende Kopfhörer für das Entertainment-System – auch nicht schlecht! Ob man die dafür anfallenden Mehrkosten tragen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden, aber bei einem 10stündigen Flug lohnt es sich schon, finde ich.

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Finnair Homepage

Generell war ich mit dem Service bei Finnair zufrieden. Auf der wahnsinnig übersichtlich gestalteten Homepage kann man vor Flug alles möglich auswählen und hinzubuchen – es gibt eine unglaubliche Anzahl an Menüoptionen, die von vegan über koscha bis hin zu Dingen reichen, von denen ich noch nie gehört habe -, und hat man seine Mailadresse registriert, wird man über Check-in, Wetterlage und Flugstatus auf dem Laufenden gehalten.

Was ich beim Flug ganz toll fand, war eine Anzeige auf dem Bildschirm, die einen darüber informiert, wie viel Zeit schon vergangen ist und wann es das nächste Mal was zum Futtern geben würde. Warum haben das nicht alle Fluglinien? Nichts finde ich schlimmer, als hungrig im Ungewissen darüber zu sein, wann ich was zum Schnabulieren kriege! Außerdem kann man so gut Klozeiten und ähnliches abpassen. In 30 Minuten landen wir? Super, packen wir doch schon mal zusammen!

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Mit dem Essen war ich übrigens auch sehr zufrieden – auf dem Rückflug gab es Köttbullar, da kann man wirklich nicht meckern! :3 Aber ich bin auch generell kein sonderlich wählerischer Mensch 😉

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Ein Ärgernis hatten wir allerdings doch: Beim Check-in für unseren Rückflug wurden wir gefragt, ob wir unsere Sitzplätze noch einmal überprüfen wollen würden. Ich klickte ja, kam zur Sitzplatzübersicht und sah, dass zwei bessere als die von uns gewählten Plätze frei waren und wählte beide aus. Ein Pop-up fragte mich, ob die ursprüngliche Sitzplatze storniert werden solle, und als ich das bestätigte, wurde ich auf eine Seite weitergeleitet, auf der man meine Kreditkarteninformationen wissen wollte, um die neuen Sitzplätze in Rechnung zu stellen. Da die alten Sitzplätze bereits gecancelt waren, hatte ich keine andere Wahl, als die 140€ zu bezahlen, den hätten wir bis zum nächsten Tag gewartet, hätten Kei und ich ganz sicher nicht nebeneinander sitzen können. Da 140€ nun aber auch kein Pappenstiel sind, rief Kei bei Finnair an, um sich zu beschweren – man hätte uns ja wenigstens warnen können, dass bei einer Sitzplatzänderung Gebühren anfallen würden – und siehe da, wir bekamen zwar keine Erklärung, was der Käse sollte, aber die Abbuchung wurde storniert. Nächstes Mal bin ich mit so was dann aber doch vorsichtiger …

2018-01-07 14.51.23Aber bis auf diesen Zwischenfall habe ich mich bei Finnair eigentlich ziemlich gut aufgehoben gefühlt. Da wir ja selbst wenn der Hauptstadtflughafen irgendwann mal fertig sein SOLLTE trotzdem keine Direktflüge nach Japan bekommen sollen, wird es wohl mein bevorzugter Umsteigeflughafen bleiben. 20 Minuten inklusive Pass- und Sicherheitskontrolle – das muss man erst mal schlagen. Und wunderschöne Sonnenuntergänge bei Landung gibt es inklusive :3

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So kann es auch gehen

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Die Odakyū-Linie weiß jetzt schon, dass es heute Nachmittag zu ausfällen und Vespätungen kommen wird …

Ich hatte ja heute so keinen Bock auf diesen Tag. Der Wetterbericht kündigte heftigen Schneefall an, und das kann in der Region Kantō immer nur eins bedeuten: Verkehrschaos. Am liebsten hätte ich mir den Tag freigenommen und mich einfach unter unserem kotatsuverkrochen, aber wir hatten heute Vollversammlung auf Arbeit – ein Pflichttermin für alle. Und so ging es also am frühen Morgen mäßig gelaunt Richtung Tōkyō.

Doch siehe da: Unser Chef wies als ersten Tagespunkt alle Abteilungen an, ihre Mitarbeiter heute frühzeitig zu entlassen – wir würden ja nicht wollen, dass irgendjemand wegen dem Schnee später in der Firma festsitzt – und die Mitarbeiter mögen bitte beruhigt sein, man würde den Tag für jeden trotzdem als komplett gearbeiteten Tag behandeln. Von diesen Worten beflügelt, schaffte ich es, alle meine für den Nachmittag angesetzten Meetings auf einen anderen Tag zu verschieben und warf mich noch vor dem Mittagessen in die Bahn zurück nach Hause. Am Bahnhof noch schnell mit allen Notwendigkeiten eingedeckt – je nachdem wie viel Schnee sich sammelt, muss man ja auch immer mit Stromausfall rechnen – und ab Richtung kotatsu! In Kanagawa schneite es zu dem Zeitpunkt schon sehr viel heftiger als in Tōkyō und ich stampfte mit aufgespanntem Schirm den Weg zu unserer Wohnung zurück.

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Inzwischen türmt sich der Schnee draußen zentimeterhoch auf und auf den meisten Bahnlinien kommt es dementsprechend schon zu Verspätungen und Ausfällen. Gut, dass ich da mal nicht mittendrin sein muss, sondern das Ganze mit einer Tasse Tee in der Hand aussitzen kann XD Kei durfte auch früher gehen, und so zusammen warm eingekuschelt unter dem kotatsu hat der Schnee doch wieder einen ganz anderen Reiz, als wenn man befürchten muss, dass er einem den Feierabend versaut :3

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Auf ein frohes neues Jahr!

Ich glaube, so spät war ich mit meinen Neujahrsgrüßen hier noch nie dran. Aber wir waren dieses Mal auch inklusive der ersten Januarwoche meine Familie in Deutschland besuchen, und kaum waren wir zurück, mussten wir uns auch gleich wieder in den Arbeitsalltag stürzen. Der Nachteil, wenn man seinen Urlaub bis zum letzten Tag ausnutzen will. Wir haben daher auch noch nicht mal unseren ersten Schreinbesuch des Jahres absolviert – das holen wir jetzt hoffentlich am Wochenende nach.

Das Jahr des Hundes also. Wunderbar! Als Hundefanatikerin sollte das ja dann mein Jahr werden 😛 Allein all das Merchandise, das derzeit mit Hundeaufdruck produziert wird, lässt mir jetzt schon das Herz übergehen XD

Letztes Jahr war ich ja eine derjenigen, die vom Unglückjahr betroffen war, aber das scheine ich gut überstanden zu haben. Das lag bestimmt an der Zeremonie, für der man sich an jedem Schrein ordentlich Geld abknöpfen lassen kann, um die Götter für das Jahr um Beistand zu bitte. Ganz bestimmt!

Für mich als Büffel soll das Jahr des Hundes jetzt viele Herausforderungen bereithalten, die mein Durchhaltevermögen fordern, mir aber auch neue Möglichkeiten und Wege eröffnen. Aha. Was das jetzt mit Hunden zu tun haben soll 😛

Aber gut, lassen wir das Jahr doch mal auf uns zukommen. Ich bin gespannt. In dem Sinne: Auf ein frohes Neues! 😉

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Rauchfrei bis 2020?

Derzeit setzt Japan alles daran, um sich für die Olympischen Spiele 2020 ins bestmögliche Licht zu rücken. Neben dem Ausbau vieler Bahnhöfe in Tokyo, um endlich Barrierefreiheit zu gewährleisten, gehört auch die Ausweitung des Nichtraucherschutzes dazu. Denn während in Japan auf den Straßen rauchen nur an gekennzeichneten Orten erlaubt ist (und da hält sich dann auch nicht wirklich jeder dran), darf in vielen Cafés und Restaurants – auch Family Restaurants – ohne Einschränkung geraucht werden. Raucher und Nichtraucher sind oft nur durch eine imaginäre Linie im Raum selbst getrennt, die natürlich gar nichts tut. Im Vergleich zu meinem ersten Austauschjahr in Japan von 2007 bis 2008 hat sich schon viel getan, das gebe ich zu. Einige Restaurants haben mit Türen abgetrennte Raucherbereiche eingeführt, andere das Rauchen gleich ganz verboten. Aber meiner Meinung nach herrscht immer noch Verbesserungsbedarf, denn zu oft muss ich mich hier als Nichtraucher trotzdem noch zuqualmen lassen. Und nun hat Marlboro da so ein kleines, praktisches Ding auf den japanischen Markt geschmissen, dass das Thema Rauchen für einige wieder in eine Grauzone verschiebt und Japans Bemühungen um Rauchfreiheit doch einen ordentlichen Schritt nach hinten versetzt. Die Rede ist von iQOS.

Bei iQOS handelt es sich um ein handgroßes Gerät, in der eine stiftähnliche Vorrichtung aufgeladen wird. In diesen Stift schiebt man hinten, ja, wer sagt es denn, kurze Zigaretten, und dann legt der Stift schon los und erhitzt diese. iQOS produziert weniger Rauch als eine normale Zigarette, aber auch wenn Marlboro es gerne als „gesunde Alternative zur Zigarette“ bezeichnet, gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise, dass das auch so stimmt. Ganz ehrlich, ich bezweifle es. Und auch, wenn es weniger Rauch gibt, es gibt immer noch Rauch, nämlich das, was die lieben Raucher da nach dem Einsaugen wieder auspusten, und das ist nun auch gar nicht mal so wenig.

Doch die verringerte Rauchmenge scheint einige Raucher hier glauben zu lassen, man wäre nun vollkommen rauchfrei, und plötzlich scheint rauchen auf der Straße oder vor dem Eingang eines Geschäfts wieder vollkommen in Ordnung zu sein. Und die scheiß Dinger lassen sich auch noch so gut in der Hand verstecken, manchmal steht man an der Ampel inmitten einer Gruppe Menschen, riecht das verdammte iQOS-Ding und kann absolut nicht erkennen, wer das Arschloch ist! Oder auch im Aufzug. Klingt abgedreht, ist mir aber so auf Arbeit passiert. Da der Herr auf meine Beschwerde hin auch nichts als ein schelmisches Lächeln übrig hatte, habe ich ihn gleich mal bei der Gebäudeverwaltung angeschwärzt. Und während diese das im Aufzug zumindest gar nicht lustig fand, scheint sie iQOS nicht auf eine Stufe mit Zigaretten stellen zu wollen und hat für die iQOS-Raucher einen eigenen Raucherbereich eingerichtet. Ohne Wände. Ja, ihr lest richtig. Es ist ein freier, einfach nur mit Topfpflanzen abgetrennter Bereich, von dem aus sich der iQOS-Rauch mit seinem Gestank in der gesamten ersten Etage meines Bürogebäudes verteilt. Wir erinnern uns: In den iQOS-Stift wird eine ZIGARETTE geschoben, aber man ließ sich hier wohl einfach von der Werbung von Marlboro beeinflussen und dachte, die kann kaum so schädlich sein, wie normale Zigaretten. Und warum brauchen iQOS-Raucher einen eigenen Bereich? Weil auch die gerne glauben, dass ihre Variante des Rauchens weniger schädlich ist. Weniger, von mir aus, aber nicht unschädlich, und so flatterte der Gebäudeverwaltung eine Sammlung von Beschwerden einzelner Personen meiner Firma ins Haus. Hoffentlich werden die iQOS-Raucher bald wieder zu den anderen Rauchern gesteckt, oder kriegen einen eigenen Bereich mit verdammten Wänden und einem Dach!

Tja, wird das nun was mit rauchfrei bis 2020? Bisher scheint man iQOS bei den ganzen Bemühungen kaum auf dem Radar zu haben, aber ich hoffe, das ändert sich. Mir gefällt es an Japan immer sehr, dass rauchen auf der Straße weitgehend verboten ist, und auch wenn sich da auch nicht immer alle dran gehalten haben, habe ich das Gefühl, mit iQOS ist es schlimmer geworden und ich werde morgens auf dem Weg zur Arbeit und abends auf dem Weg nach Hause wieder viel häufiger vollgeraucht, als mir lieb wäre :/

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Ein wenig Herbst und dann gleich Winter

Da sollten der November und Dezember doch eigentlich zumindest auf Arbeit vollkommen stressfreie Monate werden, wurde ich plötzlich von einer Flut Projekte überschwemmt, die alle irgendwie noch vor Ende des Jahres durchgedrückt werden wollten. Warum auch nicht, was? Und auch abseits der Arbeit hielten mich Weihnachtseinkäufe und dann noch eine schöne Weisheitszahn-OP ordentlich beschäftigt. So viel zur Beitragsleere der letzten Wochen 😛

Und dann lasst mich gleich mal eine Beschwerde hinterherschieben: So doll war der Herbst dieses Jahr nicht, oder? Ich hatte mich so sehr auf japanischen goldenen Herbst gefreut, aber irgendwie ging es einfach nur von heiß zu verregnet in kalt über. An einem einzigen Samstag kam ich dazu, das Herbstlaut zu genießen, und da war ich auf dem Weg zur Weisheitszahn-OP. Na ja, aber schön war es. Und der Weisheitszahn auch kein bisschen bockig, und damit alles nicht so schlimm, wie es hätte sein können 😉

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Und dann fand sich zwischen all dem schlechten Wetter und Vorweihnachtsstress doch noch ein Wochenende, an dem ich mich wieder mit meinen beiden Lieblingskolleginnen dem Tokyo Metro Game stellte.

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Wie auch letztes Jahr schon hatten wir unglaublich viel Spaß und waren dieses Mal sogar eine Stunde schneller fertig! Als größte Herausforderung stellte sich die Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen in Ginza raus. Ich gehe selten am Wochenende in Tokyo essen, und jetzt weiß ich auch wieder, warum …

Irgendwann zwischendurch feierten Kei und ich dann auch noch unser 10jähriges. Natürlich nicht am entsprechenden Tag selbst, da war ich mit der ersten und einzigen Erkältung dieses Jahres in unserem Haus „gesegnet“ und lag flach. Aber zwei Wochen später dann im Park Hyatt.

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Bis auf das Kind, das sich neben unserem Tisch stehend die Hand in die Hose steckte und laut brüllte „MAMA! ICH MUSS PINKELN!!!“ war es genauso fancy, wie es klingt 😛

Und jetzt? Jetzt habe ich Urlaub und genieße das gute, wenn auch kalte Wetter, erledige die letzten Weihnachtseinkäufe und freue mich, Zeit zu haben, einfach mal wieder durch die Gegend zu spazieren, ohne Ziel und Zeitdruck, und Fotos von in der Sonne entspannenden Katzen zu schießen 😛

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2017-12-03 15.07.40-2Zuhause laufen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und „Prinzessin Fantaghirò“, während ich Geschenke einpacke und hoffentlich noch mal zum Plätzchenbacken komme. Einen Adventskranz haben wir dieses Jahr auch – eine Gefälligkeit von mir an mich selbst aus unserem letzten Deutschlandurlaub 😛 Da kann Weihnachten ja kommen, was?

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