[Unterwegs] Kirschblüten zur Golden Week

(Dieser Blogpost sollte schon vor Tagen online sein, aber irgendwie wollte Flickr nicht so wie ich …)

Die Golden Week – für viele in Japan im Jahr der längste Zeitraum, den sie der Arbeit offiziell fernbleiben und ihre Freizeit genießen dürfen. Und dieses Jahr sollte die durch die Abdankung des Heisei-Kaisers und der Amteinführung des neuen Kaisers mit 10 TAGEN am Stück so lang werden wie sonst keine GW vor und vermutlich auch keine lange Zeit nach ihr. Für mich stand jedoch lange in den Sternen, ob ich mir diese 10 Tage gönnen würden dürfte oder ob ich wenigstens ein paar Tage reinzukommen hätte, um an meinem Projekt zu arbeiten. Von Anfang an stand fest, dass ich erst am Freitag um 19 Uhr abends, also den Abend vor Beginn der GW, wissen würde, was jetzt Sache ist. Arbeiten in einer japanischen Firma, meine Damen und Herren. So ließ sich natürlich auch kein vernünftiger Urlaub buchen, denn da ja gesamt Japan frei hatte, waren nicht nur Flugtickets bereits im Januar zum Großteil ausverkauft. Und wenn ich den Morgen vor der GW noch nicht weiß, ob ich freinehmen kann, fragt mich nicht, wie das im Januar aussah.

Nun verließ ich dann aber am Freitag um 19 Uhr das Büro und es stand fest: Ich musste nicht reinkommen. Hallelujah!! „Schon schade, dass wir nichts gebucht haben …“, textete ich auf dem Weg nach Hause an Kei. „Soll ich mal bei unserer Pension anfragen?“, war seine Antwort. „Ach, die sind doch in der GW immer total ausgebucht. Das wird dieses Jahr doch nur noch schlimmer sein …“ Kei fragte trotzdem nach. Und siehe an: Die Hauptreisezeit konzentrierte sich wohl für viele vor allem auf die erste Hälfe der episch langen GW. In der zweiten Hälfte hatte unsere Lieblingspension in unserer Lieblingspräfektur tatsächlich ein Zimmer für uns. Ein spontanes verlängertes Wochenende in Nagano stand uns bevor und ich strahlte wie ein Honigkuchenpferd :3

Am Samstag ganz früh ging es dann los. Und da Kei wusste, dass ich doch etwas traurig gewesen bin, dieses Jahr durch meine Dienstreise die Kirschblüte verpasst zu haben, war unser erstes Ziel der Chikumagawa Park 千曲川河川公園. Denn durch die kälteren Temperaturen in Nagano kommt die Kirschblüte dort auch später an als hier in Kanagawa und Tokyo und stand nun genau an dem Wochenende, an dem wir dort waren, in voller Blüte.

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Und zwar die niedliche, runde Yaezakura 八重桜.

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Reihen um Reihen von Kirschbäumen und fast keine anderen Menschen.

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Keine verdammten blue sheets überall mit betrunkenen Büroangestellten, die später am Tag in die Büsche kotzen. Nagano, ich liebe dich!

Die ebenfalls in voller Blüte stehenden Rapsblüten, 菜の花 nanohana, unter den  Koifahnen, 鯉のぼり koinobori, für den Kindertag an diesem Wochenende waren auch ein fantastischer Anblick.

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Wenn man auf dem ersten Foto das Auto bemerkt, kann man auch erahnen, WIE groß diese Fahnen sind.

Während es in der ersten Hälfte des GW zudem fast ausschließlich geregnet hat, hatten wir nun blauen Himmel, Sonnenschein und nach dem Wochenende einen fantastischen Sommerteint 😛 Das war damit auch die wärmste GW, die ich je in nagano verbracht habe – vor 3 Jahren hatten wir dort zur gleichen Jahreszeit noch Schnee! So spazierten wir die Kirschblütenallee entlang, machten viele zu viele Fotos und freuten uns über die sommerlichen Temperaturen. ANGENEHM sommerlichen Temperaturen und strahlend blauen Himmel.

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Wir hatten wirklich ein fantastisches Timing dieses Mal. Ein Paar Tage später und der Kirschblütenregen, 桜吹雪 sakurafubuki, hätte eingesetzt, obwohl das natürlich auch seinen ganz eigenen Reiz hat 😉

Ein Besuch in dem Park lohnt sich wohl fast das ganze Jahr über, weil immer etwas anderes dort blüht, und die Kirschblütenzeit kann ich schon mal ganz uneingeschränkt empfehlen. Ich war auf jeden Fall glückselig :3

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Applaus und Buhrufe: Deutschland-Edition!

Applaus gibt es für …

Deutschen Frühling: As per my last post.

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Essen: Bei meinem ersten Austausch war mir Essen ziemlich egal. Jetzt gehöre ich zu den Leuten, die vor Ort unbedingt irgendwas essen müssen, wofür die Region bekannt ist, und in Deutschland dann vor allem, was ich in Japan nicht haben kann. Merkt man daran, dass man zu den „adults“ gehört? 😛

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1) Geiles Eis – Zitrone und Honigmelone – am Mainufer war geil.
2) Veganer Burger mit einem Patty aus verschiedenen Bohnen und BBQ-Soße. Ultralecker, aber meine Güte war ich nächsten Tag aufgebläht XD
3) Oreo-Tiramisu hat nach dem Burger eigentlich nicht mehr reingepasst, aber darauf konnte ich keine Rücksicht nehmen 😛

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4) Deutsches Frühstück kann nur von deutschem Frühstück auf einer sonnigen Terrasse getoppt werden :3
5) KOTLETT mit SPARGEL!!! Meine Mutter hat so viel tolles Essen für mich gekocht, ich wurde ja so verwöhnt. Die meiste Zeit war mein Hunger leider überwältigender als der Gedanke, das Essen zu fotografieren, aber wer kann es mir verübeln? 😛

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6 + 7) Was wäre ein Besuch in Deutschland ohne kerndeutsches Essen? Obwohl ich Obatzda vorher noch nie hatte XD

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8 – 13) Bouletten als Vorspeise, Zigeunerschnitzel und Blutwurst als Hauptgericht, Apfelstrudel zum Dessert und die geilste Milchkanne zum Kaffee in charmantester Begleitung! Die Blutwurst hatte so überhaupt gar nichts mit dem Schulfraß zu tun, den ich mit ihr assoziierte. Jetzt muss ich mein gesamtes Bild von ihr revidieren!

Blog_2019-04-11 10.16.59Bücherläden: Japanische Bücherläden sind praktisch. Sie sind da und sie verkaufen Bücher. Fast ausschließlich im sogenannten tankobon-Format 単行本, was eigentlich nur „einzelnes Buch“ heißt, aber Paperbacks meint, mit, sorry, aber es ist wahr, immer den gleichen Covern. Bücher sind keine Sammlerstücke, dafür ist in japanischen Haushalten einfach kein Platz. Sie werden gelesen und dann meist gleich wieder an den BookOff verkauft, nur ganz wenige werden behalten. Hardcover sucht man meist vergeblich – nehmen ja eigentlich auch viel zu viel Platz weg in einer japanischen Wohnung. Nun durfte meine Ästhetik aber 28 Jahre lang in Deutschland wachsen und gedeihen und reifen, und verfällt daher allem, was da so in deutschen Bücherläden aufgebahrt liegt.

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Kleine japanische Wohnung papperlapp, kommt her, meine Schätze! KOMMT ZU MAMA!
Taxifahrer: „Was haben Sie denn da in Ihrem Koffer? Steine?“ Fast …

2019-05-02 21.34.10Das Leben mit Hund: Ich glaube, ich wiederhole mich, aber mit Hund ist einfach alles besser! Aufwachen und ganz verschlafen die Arbeitsmails checken, denn offiziell ist man ja im Dienst, hat gleich eine ganz andere Atmosphäre, wenn da was Kuscheliges am Bettende noch ganz verträumt schnarcht :3 Und wie viel gesünder mit den ganzen Spaziergängen über den Tag verteilt! Aska fehlt mir in Japan sehr, aber außerhalb des ländlichen Japans hätten so große Hunde hier auch einfach keinen Spaß. Für unseren anstehenden Umzug (mehr dazu in einem späteren Post 😉 ) bestehe ich aber dieses Mal auf eine Wohnung, in der Haustiere erlaubt sind, und wenn ich dafür aufs Land ziehen muss! Vermutlich nicht sofort, aber ich will einfach die Option haben, mir was kleines Kuscheliges in Haus zu holen, wenn ich es möchte!

Buhrufe hingegen gibt es für:

Mein Hotel: Ich meine, ein wenig hat meine Firma ja auch schuld, denn wer wartet auch bitte bis zur Woche vor dem Abflug, um ein Hotel zu finden, das ein Zimmer für zwei Wochen am Stück zur Verfügung hat? Nun rühmte sich das gefundene Hotel allerdings mit vier Sternen und es gab keine Bedenken, doch jetzt muss ich mich fragen, was man als Hotel in Deutschland eigentlich tun muss, um 4 Sterne zu erhalten. Einfach nur existieren? Denn von 4-Sterne-Hotels bin ich sonst anderes gewohnt. Und ich rede noch nicht mal von der Rezeption, die im ersten Stock war, und der Aufzug, der erst ab dem ersten Stock losging, was bedeutete, dass ich sowohl am Tag meiner Ankunft als auch meiner Abfahrt erst mal mein gesamtes Gepäck eine Etage schleppen musste. Der Teppich im Zimmer hatte definitiv schon bessere Zeiten gesehen, das Fenster zeigte auf eine viel befahrene Straße, das Zimmer hatte jedoch zeitgleich keine Klimaanlage, was in der ersten Woche bedeutete, dass ich mit offenem Fenster schlafen musste, was bei dem Straßenlärm draußen ganz fantastisch war. Schnell stellte ich zudem fest, dass vermutlich die gesamte Stadt, aber zumindest mein Hotel unter der Einflugschneise zum Frankfurter Flughafen lagen. Geile Wurst. Der Lautstärkepegel war auch mit Ohrstöpseln kaum runterzuschrauben. Ich habe zwei Wochen lang nicht länger als bis 5 Uhr morgens geschlafen, denn ab dann dürfen die Flugzeuge loslegen. Gut, für die Flugschneise kann das Hotel vielleicht nichts, für das Badezimmer hingegen schon. Ablüftung und Licht waren miteinander verbunden. Schaltete ich das Licht aus, dann schaltete ich auch die Ablüftung aus und lief die Ablüftung nicht, begann das Bad in SEKUNDEN zu stinken. Also Dauerlicht. Außer nachts, denn dafür war die Lüftung zu laut. Oder nachdem das Servicepersonal mein Zimmer geputzt hat. Die haben die Lüftung nämlich auch immer ausgestellt. Ich will euch gar nicht beschreiben, wie das dann im Anschluss im Bad gerochen hat … Der Fernseher war so angebracht, dass der maximal im Nebenzimmer zu hören gewesen sein musste. Der Föhn war auch aus einem vergessenen Jahrhundert, Zimmerservice gab es nicht und das Frühstück kam 10 Euro pro Tag für etwas, das ich mir im Supermarkt selbst sehr viel billiger zusammenkaufen konnte. Was ich dann auch tat. Nachdem ich mir zusätzlich Pappteller und Plastikmesser gekauft habe, denn nicht mal Geschirr hatte ich und mit irgendwas musste ich mir ja meine Stulle (ich hatte nicht mal einen Wasserkocher oder so, mehr als Stulle war daher nicht drin) morgens schmieren. Sorry Umwelt, beschwer dich beim Hotel. Hätte selbiges jetzt nur 3 Sterne oder so gehabt, hätte ich gar keinen großen Service erwartet. Aber wie erwähnt: VIER.

Die Deutsche Bahn: Bei meinem ersten, von Anfang an geplanten Abstecher nach Berlin hatte ich nur das Wochenende und damit begrenzt frei und entschied mich daher mit der Lufthansa nach Berlin zu fliegen. 250 Euro für Hin – und Rückflug inklusive Sitzplatzreservierung fand ich zu verkraften. Mein zweiter, ungeplanter Besuch hatte zeitlich etwas mehr Luft nach vorne und hinten und ich dachte, spar ich doch ein wenig Geld und fahre mit der Bahn. Hahaha. Guter Witz. 380 Euro für Hin- und Rückfahrt und 5 Stunden pro Fahrt. 180 Euro mehr für 2x 4 Stunden länger??? Danke, aber nein danke. Der Flixbus dauerte mir mit seinen 9 Stunden für eine Strecke schon wieder zu lange, und so wurde es doch wieder ein Flieger. Die Bahn braucht sich bei so was wirklich nicht wundern, dass sie immer mehr Gäste verliert O_o

Blog_2019-04-10 13.30.57Der Taxistreik: Kaum in Berlin auf meinem zweiten Besuch gelandet, erhielten wir Passagiere die Nachricht, dass man heute von Tegel nur zu Fuß wegkäme. Die Berliner Taxifahrer würden streiken und die Busse daran hindern, den Flughafen zu erreichen. Na, ganz geile Wurst. Mal davon abgesehen, dass Flughäfen, die nur mit einer Art öffentlichem Verkehrsmittel erreicht werden können, verboten gehören, wieso müssen die Taxifahrer bitte so streiken, dass gesamt Tegel abgeschnitten ist??? Jeder hat sein Recht auf Streik, aber wirklich so???

Am Infostand des Flughafen erhielt man nach Ankunft vom wenig euphorischen Personal eine wirklich vollkommen nutzlose Karte – Da stand ja nicht mal, welchen Ausgang man nehmen musste! – und folgte daher eher Google Maps und den anderen Gestrandeten auf dem Weg zum nächsten Transportmittel. Ich hatte bei der ganzen Sache noch Glück: Ich hatte nur Handgepäck dabei und konnte ohne großen Zeitdruck die 30 Minuten bis zur nächsten U-Bahn-Haltstelle laufen. Aber um mich herum waren Leute mit Kind und Kegel und Koffer und Handgepäck beladen, denen der Weg schon schwerer fiel. Wir liefen vorbei an Massen an Taxis und anderen Autos. Die Stimmung war mehr als aufgeladen. Alles brüllte sich an. Piloten und Flugbegleiter kamen uns aus der anderen Richtung entgegen. Natürlich! Wenn die Straßen aus dem Flughafen raus blockiert sind, sind es auch die in den Flughafen rein. Ich will nicht wissen, wie viele Leute an diesem Tag ihre Flieger verpasst haben oder wie viele Flieger gar nicht erst starten konnten, weil das Personal nicht an den Flughafen herankam. Viele Sympathiepunkte haben die Taxfahrer an dem Tag wahrlich nicht gesammelt. Ich war jedenfalls nur froh, dass ich bereits in der Stadt war, in die ich wollte. Wenig später hatte meine Mama mich auch aufgesammelt und wir gönnten uns erst mal ein deftiges Mittagessen, wie es sich nach so einem Start in den Tag gehört 😉

So, ich glaube, das war eine gute Zusammenfassung meiner zwei Wochen in Deutschland. Im nächsten Beitrag sind wir dann wieder in Japan!

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Frühlingsstimmung in Deutschland

Dieses Jahr gibt es keinen Kirschblüten-Blogpost von mir, denn ich musste mal wieder auf Dienstreise. Nach Deutschland dieses Mal. Hessen, um genau zu sein. Und diese jene Dienstreise fiel nun mit ihren zwei Wochen exakt, wirklich ganz EXAKT in die Zeit, in der in Japan die Kirschblüten zu explodieren begannen. Begeistert war ich davon nicht, denn die Kirschblütenzeit gehört zu meiner liebsten Jahreszeit hier, aber was will man machen? Mit zwei Wochen hatte diese Dienstreise wenigstens Mal eine Zeitspanne, in der mir nicht nur erlaubt war, meinen Jetlag auszukurieren, bevor es wieder zurückging, sondern ich hatte auch Zeit, zwei Kurztrips nach Berlin zu unternehmen und Familie und Freunden zu treffen. Auch mal was! Und zumindest in der ersten Woche zeigte sich mir Deutschland  von einer Seite, die ich lange nicht mehr gesehen hatte: warmer, sonniger Frühling. Ich war BEGEISTERT. Gleich am Sonntag nach meiner Ankunft fuhr ich nach Frankfurt rein, denn wie toll das Main-Ufer an sonnigen Tagen sein soll, davon hatte ich öfters schon gehört. Und ich wurde nicht enttäuscht:

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Sogar hanami war drin!

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Ganz ohne blaue Plastikdecken und besoffene Salaryman wohlgemerkt 😛

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Einfach nur Frühling, Sonne und Blumen.

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Ich machte auch einen kurzen Abstecher in die Stadt …

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… eilte aber schnell wieder an das Mainufer zurück, wo es weniger voll und einfach viel schöner war.

Blog_2019-03-31 15.05.23Ich zog meine Jacke aus, gönnte mir ein Eis und setzte mich an den Rand des Flusses, die Füße über das Wasser baumeln lassend, neben eine der vielen schlafenden Gänse dort. Es war bald 17 Uhr und trotzdem stand die Sonne noch hoch oben am Himmel. Tage, an denen die Sonne länger scheint als bis 18 Uhr – wie mir das in Japan fehlt! „Warum geht die Sonne hier um 4 Uhr morgens auf und dafür schon um SPÄTESTENS 18 Uhr unter??? Keiner braucht Sonne im 4 Uhr morgens!!!“, dachte ich später erzürnt zurück in Japan. Doch in diesem Moment am Mainufer war ich ganz entspannt und ließ mir die Sonne aufs Haupt scheinen. Sonnengebräunt aus Deutschland zurückkommen – damit hatte ich ja auch nicht gerechnet! So dürfen gerne alle meine Dienstreisen anfangen 😛

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Nach einer Woche angefüllt mit Meetings ging es am Samstag ganz, ganz früh am Morgen mit der Lufthansa nach Berlin. Keine zwei Stunden später saß ich bei meinen Eltern auf der Terrasse und genoß ein entspanntes Frühstück bei 20 Grad und strahlend blauem Himmel.

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Das gesamte Wochenende verbrachten wir so im Garten meiner Eltern, jede Sekunde Sonne auskostend.

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Für mich war es der erste Frühling zurück in Deutschland seit 2014. Seitdem habe ich es jedes Jahr nur im Winter geschafft, meine Familie zu besuchen, obwohl ich mir immer wieder fest vorgenommen hatte, auch einmal zu einer anderen Jahreszeit rüberzufliegen. Aber das ist mit einem Job in einer japanischen Firma gar nicht mal so einfach. Und so hatte sich in den letzten Jahren mein Bild Deutschlands zu dem eines kalten, grauen, regnerischen Landes gewandelt. Was es häufig auch ist. Das erkennt man gut daran, wie alles gleich nach draußen stürmt, wenn es mal gutes Wetter gibt XD Aber dieses gute Wetter gibt es eben auch und es hat mir so gefehlt. Der Garten meiner Eltern war auch sehr bemüht, mir die verpasste Kirschenblüten-Zeit in Japan wettzumachen 😉

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Sonntag Abend ging es dann schon zurück für die nächste Runde an Meetings, die allerdings bereits früh in der Woche zu einem Ende kamen. Und nachdem ich sonst nichts mehr zu tun hatte und mir die Stadt, in der ich war, auch nicht viel Unterhaltung bot, buchte ich noch einmal einen Flug nach Berlin und verbrachte den Rest der Woche dort. Das Wetter hatte leider umgeschlagen – nass, kalt und regnerisch – und ich musste mir warme Klamotten von meiner Mutter leihen, aber ich verbrachte die Zeit einfach shoppend und futternd 😛

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Obwohl ich auf Dienstreise und insgesamt „nur“ 4.5 Tage in Berlin gewesen bin, wage ich zu behaupten, seit meinem Umzug nach Japan nie einen so entspannten Aufenthalt in meiner Heimatstadt gehabt zu haben. Der Mangel an Weihnachts- und Neujahrsstress hat den Unterschied gemacht, davon bin ich überzeugt. Alle um mich herum waren entspannter als sonst, die Läden nicht so voll, keine überspannte Erwartungshaltung. Ich glaube, ich habe mehr in den 4.5 Tagen hier gemacht als sonst in 14 Tagen. So gerne ich Weihnachten und Neujahr mit der Familie verbringe, so ein arschentspannter Urlaub ist einfach auch mal was 😉

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So ein wenig Alltagsgelaber

„Eigentlich wollte ich in diesem Jahr meinen Blog wieder regelmäßiger updaten. Einmal in der Woche war das Ziel. Irgendwas. Ein Bericht über einen Ausflug, eine kurze Alltagsstory, oder auch nur ein Foto der Woche. Doch irgendwie fällt mir die Themenfindung mit jedem Jahr, das ich hier lebe, schwerer und schwerer. Eigentlich auch kein Wunder. Japan ist mein Alltag. Während mir in meinem ersten Jahr hier jeder Einkauf, Arztbesuch oder Ausflug noch einen Blogpost wert war, ist das meiste für mich doch inzwischen Normalität geworden. Wäre nach 5 Jahren im Land auch eher traurig, wenn dem nicht so wäre. Und damals in Deutschland, nun, da habe ich über meinen Alltag auch eher wenig zu erzählen gehabt. Wer will schon meine Storys aus dem Supermarkt lesen?“, dachte ich eines Tages ganz in Gedanken versunken, als ich in genau so einem Supermarkt darauf wartete, dass Kei sich sein Abendessen aussuchte.

Als 共働きカップル – ein Pärchen, in dem beide Vollzeit angestellt sind – kochen wir eigentlich nur am Wochenende und greifen in der Woche gerne auf Supermarkt-Bentō – fertige Gerichte, die nur noch aufgewärmt werden müssen – zurück. Also Kei. Und nicht selten fällt mir da immer wieder auf, wie praktisch das Ganze in Japan ist. Viele Supermärkte hier haben bis mindestens 22 Uhr geöffnet und bieten bis zu ihrer Schließzeit Bentō an. Die Auswahl reicht da von sehr viel mehr bis sehr viel weniger gesund, aber sie sind fast alle lecker und vor allem: am Tag ihres Verkaufs hergestellt.

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Sie haben also mit dem Fertigessen, das ich aus deutschen Kühltruhen gewohnt bin, nur wenig gemein. Die meisten Supermärkte haben auch so viel Auswahl, dass man fast jeden Tag ein anderes Bentō essen kann: heute Sushi, morgen Fisch mit Gemüse und Reis, übermorgen Omuraisu. Oft kosten die Dinger nicht mal über 500 Yen (rund 4 Euro), und wer kurz vor Schließzeit geht, kriegt sie auch noch mal extra günstig.

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Wer es etwas fancier mag, kann sich auch in den Food Courts in den Untergeschossen der Shopping Center eindecken, wo die Bentō dezent teurer aber auch qualitativ besser sind. Alles in allem aber Beträge, die wir gerne bezahlen, wenn das bedeutet, dass sich nicht einer von uns abends in der Woche auch noch in die Küche stellen muss 😛

So, nun meinte ich, Kei wäre vor allem derjenige, der auf Bentō zurückgreift. Was mache ich? Nun, manchmal kaufe ich mir auch eins. Und manchmal, also eigentlich sehr oft, kommt die Deutsche in mir durch und mein Abendbrot sieht folgendermaßen aus:

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Ich bereue NICHTS! Wo ich hier vernünftiges Brot herbekomme? Das auf dem Bild ist von einem Pop-Up-Store einer in Tokyo ansässigen deutschen Bäckerei, wo ich sonst eher nicht hinkomme. Daher helfen meist Amazon und Päckchen aus der Heimat. Wie viel das kostet? Fragt nicht! Ich sollte vielleicht noch mal einen Anlauf mit dem Selbstbacken wagen. Aber irgendwie mag mich Hefe hier nicht …

Der Blogpost war jetzt irgendwie sehr ungeordnet, aber nehmen wir zwei Wahrheiten aus ihm mit: Themen für Posts finden sich manchmal an Orten, an denen man sie nicht unbedingt erwartet, und 28 Jahre mit Brot zum Abendessen aufgewachsen hinterlässt dauerhafte, in Japan finanziell nicht zu unterschätzende Spuren 😛

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[Unterwegs] Wo kann man eigentlich Cabypara streicheln?

Es gibt so Themen, über die ich eigentlich schreiben wollte, aber die dann irgendwie untergingen. Dieses hier fiel definitiv dem Vor- und Nachbereitungsstress meiner Dienstreise nach London zum Opfer und kam mir erst wieder in den Sinn, als ich eine Suchanfrage sah, mit der ein Benutzer auf meine Seite weitergeleitet wurde: Wo kann man Capybara streicheln? Nun, die Frage kann ich beantworten!

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Da gibt es zum einen das „Königreich der Tiere“, 神戸どうぶつ王国 kōbe dōbutsu ōkoku, in Kōbe, das ich zur Golden Week vor drei Jahren mit Kei besuchte.

Nicht ganz so bequem zu erreichen, aber mindestens genauso vollgestopft mit Capybara ist hingegen unsere neueste Entdeckung: der Aloha Garden Tateyama in Chiba. Die Homepage empfiehlt zur Anreise eine Kombi aus Bus und Bahn oder Auto und Fähre. Während wir uns auf der Hinfahrt die 3 Stunden mit dem Auto gegeben haben, nahmen wir für die Rückfahrt die Fähre in Anspruch, denn …

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… wie viel Umweg man sich hier spart!!! Und einer Fährtfahrt bin ich ja nie abgeneigt und komme auch später noch mal dazu 😉

Blog_2018-10-06 12.57.50Der Aloha Garden Tateyama kommt genauso kitschig daher, wie der Name es vermuten lässt. Dass bei unserer Ankunft der Moana-Soundtrack spielte, unterstrich nur, was wir von Anfang an vermutet hatten: alles war auf Hawaii ausgerichtet. Hawaii auf Budget mit ganz vielen Stereotypen im Kopf. Leis an allen Ecken und Enden, Acerola-Bowls im Café und einer Hula-Tanzeinlage zur Mittagsstunde. Aber wir waren ja hauptsächlich für die Capybara hier und von denen gab es reichlich!

Zum einen gibt es ein Gehege, in denem die jungen Capybara untergebracht sind. BABY-CAPYBARA, Leute! Gibt es was Besseres???

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Capybara sind im Prinzip Meerschweinchen im Großformat, aber mit dem Gemüt eines Meerschweinchen, das weiß, dass es Übergroß daherkommt und sich deshalb vor nichts fürchten muss. Sie sind einfach komplett tiefentspannt und das gilt schon für die kleinsten von ihnen.

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Die erwachsenen Capybara sind in einem anderen Gehege untergebracht und genauso entspannt wie ihre Mini-Mes. Sie liegen in der Sonne oder im Schatten und kauen genüsslich auf ihrem Heu.

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Richtig Bewegung kam ins Gehege, als wir uns für 100 Yen einen mit Gemüse gefüllten Eimer besorgten. Plötzlich wurden die Capybara richtig zielstrebig, schubsten sich gegenseitig aus dem Weg und kletterten an uns hoch. Erst, wenn man den Beweis erbringt, dass der Eimer auch WIRKLICH leer ist, …

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… kehrt wieder entspannte Ruhe ein. Capybara um Capybara floppt auf die Seite und wartet auf Streicheleinheiten.

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Welche nach einer Weile übrigens ganz schön an die Haut gehen, denn Capybara sind richtig borstig. Warum eigentlich??? Ein Capybara so weich wie ein Meerschweinchen wäre doch das ideale lebendige Kuscheltier!

So, was kann man neben dem Capybara-Highlight, für das allein sich die Anreise meiner Meinung schon lohnt, sonst noch so im Park machen?

Meerschweinchen angucken! Sie hatten sogar das größte Gehege, was ich für Meerschweinchen in Japan je gesehen habe! So viel Platz zum Rennen!

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Blog_IMG_0472Weniger toll fand ich hingegen die auf Tischen in Schuhboxen zum Kuscheln bereitgestellten Meerschweinchen. Vor Angst zitternd versuchten sie, sich unter dem wenigen Heu, das sie hatten, zu verstecken. Sie taten mir im Vergleich zu den anderen Meerschweinchen so leid, dass ich sie kurzerhand aus den Boxen sammelte und in das große Gehege setzte. Sorry. Not sorry!

Eine Ziege ausführen! Ja, ihr lest richtig! Wir führten eine Ziege spazieren. Das klappte ausschließlich, weil man uns eine Dose Knabberzeug in die Hand drückte, der die Ziege begeistert folgte. Unsere Aufgabe war dann, darauf zu achten, dass uns das Knabberzeug nicht ausgeht, bevor wir die Runde schaffen XD

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Blog_2018-10-06 14.22.38 HDRVögel mit Zuckerwasser füttern! Das war eine der nervenaufreibenderen Aktivitäten, die man sich geben konnte. Die Vögel LIEBEN das Zuckerwasser und kommen kreischend angeflogen, zanken sich laut, versuchen, sich gegenseitig vom Becher zu stoßen, und wenn das alles nicht hilft, auch schon mal einem den Becher aus der Hand zu hauen. Zugucken war lustig, aber mein Trommelfeld war bedient XD

Neben den bereits genannten Tieren gab es auch noch Enten, …

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… Schildkröten, …

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… Lamas und im Gehege mit den Baby-Capybara zusammen Hasen, aber die waren alle eher nicht so kuschelbedürftig.

„Hawaiianisch“ essen! Wir wäre es mit Paineapple? 😛

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Mitbringsel kaufen! Chiba ist bekannt für seine Erdnüsse und sein Maskottchen ist eine Katze in Erdnussform. Wieder was gelernt 😛

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Einfach die Atmosphäre genießen! Wir hatten blauen Himmel, Palmen und das Meer. Was braucht man mehr?

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Eine Fährtfahrt! Das braucht man mehr! 😛 Hätte ich von Anfang an davon gewusst, hätte ich schon auf unserer Hinfahrt darauf bestanden! Was man an Zeit spart! Mit 730 Yen pro Person und etwas mehr als 2000 Yen pro Auto sicher kein günstiges Vergnügen, aber eine Tankfüllung und die Autobahn kosten auch. Und ich LIEBE Fährfahrten.

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Sie erinnern mich an Sommerurlaub in Norwegen in meiner Kindheit. Während sich alle anderen Passagiere unter Deck verzogen, standen Kei und ich die gesamte Zeit über an der Reling, ließen uns den salzigen Wind um die Nasen blasen und beobachteten den Sonnenuntergang.

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Was für ein fantastischer Abschluss zu einem fantastischem Tag. Ich war die ganze folgende Woche so energiegeladen. Die Macht der Capybara!

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Alle Jahre wieder: Die Grippewelle zieht durchs Land

„Wegen Grippe gehe ich heute früher nach Hause. Ich entschuldige mich für eventuelle Unannehmlichkeiten.“

Mir und meinen Kollegen fiel fast alles aus dem Gesicht, als wir gestern gegen 17 Uhr diese Mail in unseren Posteingängen hatten. Unser Manager war WISSENTLICH mit Grippe zur Arbeit gekommen und fast den ganzen Tag geblieben. Da hört selbst in Japan der Spaß auf! Mit Erkältung zur Arbeit kommen, da kriegt man noch ein Fleißbienchen für. Du großartiger Angestellter, der du dich für die Firma aufopferst. Aber nicht bei Grippe, denn die ist höchst ansteckend. Derzeit rollt eine Grippewelle durchs Land und in 42 von 47 Präfekturen herrscht höchste Warnstufe. Sollte nun auch bei uns die Grippe durch die Abteilung gehen, wissen wir, wer Patient Zero war. Helfen wird uns das dann nicht viel. Dabei kann sicher nicht nur ich auf eine Wiederholung unserer letzten Grippewelle im Büro vor 3 Jahren verzichten. Irgendwie habe ich das Gefühl, die Grippe ist hier auch krasser als zu Hause. In Deutschland war ich jedenfalls noch nie drei Tage am Stück im Fieberdelirium.

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Wenig begeistert von all den kranken Kollegen …

Was macht man nun in Japan, um sich irgendwie vor diesen unmöglichen Mitarbeitern zu schützen? Oft Hände waschen/desinfizieren und Masken tragen. Mit letzterem kann man sich auch ein wenig gegen die Kollegen wappnen, die denken, ihre Erkältung würde sich gut im Büro machen. Denn während man damit bei japanischen Kollegen vielleicht noch Pluspunkte sammeln kann, treiben mir diese Leute Zornesfalten auf die Stirn. Ich weiß, ich weiß: Manchmal hat man wirklich keine Wahl. Verstehe ich alles. Kommt bei jedem Mal vor. Aber sogar die Freelancer??? Ihr könnt doch von zu Hause arbeiten! Sorry, aber um mich herum hustete und schniefte heute ALLES – als wäre plötzlich eine Zombieapokalypse ausgebrochen und immer mehr Leute fielen ihr zum Opfer.

Und wenn dann jedes Büro und jede Abteilung ihre paar Pappenheimer hat, die sich trotz Erkältung und/oder Grippe zur Arbeit schleppen, überrascht eine Grippewelle im Land dann auch gar nicht mehr. Masken sind kein Wundermittel, und ein von einer Erkältung geschwächter Körper ist erst mal so richtig schön anfällig für Grippeviren.

Was war jetzt eigentlich der Sinn dieses Posts? Vermutlich wollte ich einfach nur mal meckern. Ich hoffe, der Spuk ist bald vorbei. Im Sommer hasse ich die Luftfeuchte ja, aber wenn sich die Grippeviren in der trockenen Luft draußen wie drinnen so RICHTIG wohlfühlen, fehlt sie mir.

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[Themencafé] Das Pokémon Café

Blog_2018-12-14 19.53.24Wir springen jetzt in der Zeit zurück in den Dezember, aber da ich meinen Besuch im Pokémon-Café in Nihonbashi 日本橋 mit meinen Kolleginnen nicht unterwähnt lassen möchte, wird man mir verzeihen 😛

Ursprünglich wollten wir ja EIGENTLICH ins zeitlich begrenzte „Pokémon Let’s Go Pikachu & Eevee Café“ (Was für ein Name O_o) in Ikebukuro, aber da man dafür keine Plätze reservieren kann, sondern kommen und sich anstellen muss, und teilweise an Wochentagen Wartezeiten von über 3 Stunden erreicht werden, dachten wir, das permanente Pokémon-Café tut es auch. Blog_2018-12-13 19.50.10

Über die Homepage des Cafés kann man Plätze reservieren und sich für einen von fünf Sitzbereichen entscheiden: Pikachu, Pummeluff, Lapras, Relaxo und Evoli. Wer ganz nah dabei sein will, wenn ein Überraschungspokémon durch das Café geführt wird, Hände schüttelt und brav für Fotos posiert, sollte sich für Pikachu (Tische am Fenster, gut für Gruppen) oder Lapras (Countersitze, gut für Zweiergruppen) entscheiden, denn nur dort sind die Gänge groß genug für das Pokémon, um direkt an die Tische zu kommen. Von den anderen Bereichen aus darf man leider nur zuwinken und für ein Foto angelaufen kommen, sobald das Pokémon auf dem Foto-Spot steht. Dreimal dürft ihr raten, wo wir saßen 😛

Bei uns schneite Evoli zu einem Besuch vorbei.

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An anderen Tag ist es wohl Chefkoch Pikachu. Der Auftritt war natürlich sehr auf Kinder ausgerichtet, auch wenn die in absoluter Unterzahl waren, aber alle anwesenden Erwachsenen hatten genauso viel Spaß 😛

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Das Essen ist natürlich thematisch passend gestaltet. Wir hatten den Relaxo-Burger, das Pikachu-Curry und ein Pikachu-Po-Omuraisu als Hauptgericht …

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… und Pummeluff-Käsekuchen, Mimik-Schokoladenbananen-Crêpe und einem Pokéball-Donut (Wusstet ihr, dass die auf Japanisch ganz langweilig „Monsterball“ heißen und mich hier nie einer versteht, wenn ich vom Pokéball rede?) als Nachtisch.

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Highlight und gleichzeitiges Dilemma des Tages war das Menü für die zur Auswahl stehende Latte-Art. 151 Designs.

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Wir brauchten eine Ewigkeit, um uns zu entscheiden. Das Café ist sowieso schon nicht billig, aber hier fiel ich beim Blick auf den Preis dann doch fast vom Stuhl: 756 Yen für eine Tasse Kaffee. Aber sie war groß. Und das Design fantastisch. Ich war mir nicht ganz sicher über die Qualität und bestellte ein Pummeluff-Design – bei runden Dingen kann man ja nicht viel verkehrt machen – aber selbst die komplizierteren Designs sahen 1A aus! Wie konnte ich nur zweifeln? 😛

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Übrigens der beste Kaffeeschaum, den ich jemals in Japan vorgesetzt bekommen habe!

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Ich habe Beute gemacht!

Nachdem wir fast am Platzen waren, meine Kolleginnen alle im Café verfügbaren Pokémon weggefangen (Ich spiele ja kein PokémonGo mehr, da hier, wo ich wohne, sowohl bei Pokémon als auch bei Arenen und allem anderen totale Flaute herrscht), wir Evolis Hand geschüttelt und viel zu viele Fotos gemacht hatten, waren unsere 90 Minuten auch schon um. Natürlich verfielen wir dem Goodie-Bereich an der Kasse und klatschten jeder noch eine Evoli-Tasse auf unsere sowieso schon nicht günstige Rechnung obendrauf. Egal! Wir hatten viel Spaß! Definitiv eine meiner besseren Themencafé-Erfahrungen hier. Ich habe auch alle Untersetzer erhalten, die mir zustanden 😛

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