[Restaurant] Das Final Fantasy Eorzea Café

3 Jahre hat es also gedauert, bis ich es endlich in Angriff genommen habe, aber nun kann ich sagen: Ich war im Final Fantasy Eorzea Café in Akihabara! Sogar zum Valentinstag ♡

Das Final Fantasy Eorzea Café ist eines der wenigen permanenten Themenrestaurants, in denen ich bisher war – der Rest waren zum Großteil Pop ups, die nach einer Weile wieder verschwinden (so z.B. das Chibiusa Café neben der Sailor Moon-Ausstellung letztes Jahr, oder das Dragon Quest Super Light-Café vor zwei Jahren). An so ein permanentes Restaurant gehe ich persönlich dann doch mit einer etwas anderen Erwartung ran, denn erstens hatten die ja jetzt eine Weile Zeit, sich zu etablieren, und zweitens muss es ja auch einen Grund haben, warum sie sich doch vergleichsweise lange halten können. Die Vorrede mag den einen oder anderen schon vermuten lassen: Ich fand unseren Besuch leider nur so mittelmäßig.

Um das Restaurant besuchen zu können, muss man erst einmal Tickets erwerben, die 1000 Yen (rund 8 Euro) pro Person kosten. Zwar erhält man dafür vor Ort ein Getränk pro Person umsonst, da das teuerste Getränke aus der Liste jedoch 750 Yen nicht überschreitet, bezahlt man immer noch mindestens 250 Yen pro Person drauf. Man kann es als Sitzplatzgebühr verstehen, aber ich finde es etwas dreist, denn zusätzlich kommen auch noch mal  etwas mehr als 300 Yen Bearbeitungsgebühren hinzu.

Spricht man kein Japanisch, könnte sich die Ticketreservierung auf der Homepage zudem etwas schwierig gestalten, denn Englisch gibt es leider nicht. Man kann auch natürlich auch einfach am Wunschtag vor Ort erscheinen und sich anstellen in der Hoffnung, eine der Restkarten zu erhalten, aber eine Garantie auf einen Platz gibt es dann nicht. Die vorbestellten Tickets müssen dann übrigens noch im Lawson der Wahl abgeholt werden. So viel Aufwand für einen Restaurantbesuch O_o Aber gut, zum Valentinstag soll es ja mal was Besonderes sein! 😉

S__17907718 Bei der Reservierung entscheidet man sich für ein bestimmtes Zeitfenster von rund 3 Stunden, in denen man erscheinen und gehen kann, wann man will. Zu Beginn wählt man seine Jobklasse und erhält einen entsprechenden Untersetzer.

Eigentlich sollte man auch pro bestelltem Essen bzw. Getränk jeweils einen weiteren Untersetzer erhalten, aber das blieb bei uns aus. Den Grund dafür erfuhren wir erst am Ende beim Bezahlen. Man hätte einfach keine Untersetzer mehr. Die 11 für uns noch ausstehenden Untersetzer könnten wir uns beim nächsten Besuch abholen. Wir mögen doch bitte den Social Media-Kanälen des Restaurants folgen, um zu erfahren, wann man wieder eine Ladung Untersetzer erhalten hätte. Geht’s noch??? O_o Ich soll mich nicht nur SELBST darüber informieren, wann im Laden etwas verfügbar ist, das mir quasi zusteht, nein, ich soll dann auch noch mal extra nach Akihabara kommen, um mir es mir abzuholen? Also mal ehrlich: So sehr will ich diese komischen Untersetzer dann doch nicht haben!

DSC06912Na ja, kommen wir zurück zum Abend selbst. Nachdem wir unsere Jobklassen gewählt hatten, durften wir uns einreihen und bekamen einen Zettel mit Stift und ein Tablet. Der Zettel hatte die Getränke aufgelistet, aus denen wir unseren kostenlosen ersten Drink auswählen durften, aber da uns das niemand erklärte, standen wir erst mal da und guckten wie die Schweine ins Uhrwerk. Mit dem Tablet hätten wir beim Anstehen schon bestellen können, damit alles nachher etwas schneller geht, aber unseres funktionierte leider nicht. Das wurde vom Staff zum Glück schnell behoben.

Nachdem wir das Restaurant betreten durften, war ich erst einmal überrascht davon, wie klein es war. Keine 15 Tische gab es dort – kein Wunder, dass die Tickets immer so schnell ausverkauft sind. Ich mochte jedoch die Deko und generelle Atmosphäre der Einrichtung.

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Nachdem man uns ein neues Tablet gebracht hatte, ging es ans wilde Bestellen. Leider war auch das Menü nur auf Japanisch vorhanden – nicht sehr touristenfreundlich :/

Beim Essen bin ich nicht ganz so sicher, was ich davon halten soll. Einiges war thematisch dekoriert, anderes hingegen pupsschnöde und hatte nur einen fancy Namen. Da ich selbst nicht Final Fantasy 14 spiele – bin nicht so der MMO-Fan – weiß ich nicht, ob es sich dabei um Essen handelt, das so im Spiel vorkommt. Am niedlichsten gestaltet waren wie immer die Desserts 😉 Lecker war alles, auch die Getränke, da habe ich nichts zu meckern.

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Der Staff war freundlich und zuvorkommend, allerdings hat mir ein wenig die Final-Fantasy-Atmosphäre gefehlt. Wenigstens ein Cosplay darf man in so einem Restaurant vom Staff doch erwarten, oder? Da hatten die Damen im Alice-im-Wunderland-Restaurant ja mehr Authentizität 😛

Am Ende waren wir pappsatt und kugelrund bei rund 8000 Yen (etwa 66 Euro), was für zwei Leute in einem Themenrestaurant zum Valentinstag schon mal geht 😉 Ich hatte jetzt auf keinen Fall den furchtbarsten Restaurantbesuch aller Zeiten, bezweifle aber, dass ich dem Final Fantasy Eorzea Café noch mal einen Besuch abstatte – auch nicht, um noch meine ausstehenden Untersetzer abzuholen 😛

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[Unterwegs] Dem Frühling auf der Spur

So schön unser Urlaub in Berlin auch war, Glück mit dem Wetter hatten wir in den 2 Wochen wahrlich nicht. Die Spanne reichte von arschkalt und bewölkt bis zu arschkalt und regnerisch – nicht mal Schnee hatten wir! Schweinerei!

DSC06848Nach unserer Rückkehr wollten wir also erst einmal die Sonnenspeicher auffüllen, und ein wenig den Frühling einläuten ist auch nie verkehrt. Dass die Rapsblumen, die nanohana (菜の花) auf Japanisch im Azumayama-Park (吾妻山公園) gerade in voller Blüte standen, kam uns daher nur natürlich nur recht 😀

Der Azumayama-Park liegt in Ninomiya (二宮町) in der Präfektur Kanagawa (神奈川県) und ist vom Bahnhof Ninomiya fußläufig erreichbar. Wie das Kanji 山 verrät, liegt der Park auf der Spitze eines Berges, aber eines wirklich nur kleinen Berges und der Aufstieg sollte weder größere Probleme bereiten noch Wanderkleidung brauchen 😉 Die Rapsblumen blühen von Mitte Januar bis Mitte Februar, aber durch die tolle Aussicht lohnt sich ein Besuch in dem Park eigentlich das ganze Jahr über.

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Da ich da war, war der Fuji-san natürlich eingewolkt, aber das ist ja nichts Neues. Ich und dieser Berg, ey … Aber alleine die Tatsache, dass ich auf einem Berg stehend das Meer sehen kann, begeistert mich immer wieder aufs Neue 😉

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Auch zur Kirschblütenzeit soll der Park laut Homepage nicht enttäuschen. Auf der Rückseite des Berges bekamen wir ein sogar im Januar schon ein paar von den richtig früh blühenden zu sehen!

Eine weitere Attraktion:

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Die entspannteste schottische Faltohrkatze, die ich je oben auf einem Berg getroffen 😛 Anscheinend bringt ihr Besitzer sie regelmäßig mit in den Park und Chami-chan (チャミちゃん) hat sich auf Instagram schon zu einer beliebten Touristenattraktion gemausert.

Mitte Januar und in der Mittagssonne konnten wir unsere Jacken ausziehen und kurzärmlig unsere mitgebrachten Köstlichkeiten verspeisen. Der Park war nicht leer, aber auch nicht überfüllt und wir fanden problemlos einen Platz mit wunderschöner Aussicht für unser Picknick. Ich glaube, ich weiß, wo wir dieses Jahr hanami machen 😉

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Dem Unglücksjahr den Teufel austreiben

„Sag mal, hast du dieses Jahr nicht dein Unglücksjahr?“, war der erste Satz, den Kei nach unserer Ankunft zurück in Japan zu mir sagte. Was für ein Start ins neue Jahr, ey 😄

Unter dem Begriff yakudoshi 厄年 fasst man in Japan die Unglücksjahre zusammen, die jeden bis zu vier Mal im Leben heimsuchen: Frauen im Alter von 19, 33, 37, 61 Jahren, und Männer mit 25, 42 und 61. Das ist aber nett, dass wir Frauen nicht nur ganze  VIER Mal damit gestraft sind, nein, wir dürfen in unseren 30igern da auch gleich zwei Mal durch. Na danke!

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Ein etwas älteres Photo aus dem Jahr 2008 – aus irgendeinem Grund ist es das aktuellste dieser Aufsteller, das ich habe 😄

Die Jahre werden übrigens nach dem so genannten kazoedoshi-System, 数え年, gezählt, nach dem man bei seiner Geburt bereits ein Jahr alt ist. An jedem Schrein gibt es eine Übersicht über die diesjährigen Unglücksjahrgänge, und am wenigstens verwirrt man sich selbst, wenn man da nicht auf die Altersangabe guckt, sondern auf die Jahreszahl der Geburt.

Und was macht man nun, wenn man von so einem Unglücksjahr betroffen ist? Man geht zu einem Schrein seiner Wahl, lässt ordentlich Kohle springen und sich das dort das Unglücksjahr mit einer Zeremonie austreiben. Es gibt einfach nichts, was man an einem Schrein in Japan für Geld nicht kaufen könnte 😛

Eine von Keis Kolleginnen erzählte Horrorstories von stundenlangen Anstehen an den großen und beliebten Schreinen, also entschieden wir uns, einen etwas abgelegenen, kleineren aufzusuchen. Unsere Wahl fiel auf den Kasuga-Schrein, 春日神社, in Yokohama, einem Ableger des Kasuga-Großschreins, 春日大社, in Nara. Und weil Nara für seine Rehe bekannt ist, versprach man auch am Ableger Rehe – yay!

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Natürlich regnete es, als wir ankamen. Zum Glück gab es ein Zelt, in dem wir zusammen mit allen anderen auf die so genannte yakuyoke-Zeremonie, 厄よけ – Abwehr von Unheil -, warten konnten. Dachten wir zumindest, doch im Laufe der 15 Minuten, die wir nach Anmeldung warten mussten, leerte sich das Zelt weiter und weiter, bis es am Ende nur noch Kei und ich waren. „Ich werde da doch wohl am Ende nicht alleine bei meiner Zeremonie sitzen???“, dachte ich leicht panisch, da erschien schon der Priester und ja, es waren in der Tat nur er und ich. Und Kei, den ich einfach mit in die Zeremonie zerrte. Der Priester schien nichts dagegen zu haben – vermutlich hat er sich eh schon Gedanken gemacht, wie die Ausländerin wissen soll, wann sie sich verbeugen muss 😛

Und dann ging es los. So eine yakuyoke-Zeremonie besteht aus einem Gebet, das der Priester rezitiert und in dem er die Götter um Schutz für das Unglücksjahr der Anwesenden, die mit vollem Name und ADRESSE vorgelesen werden, bittet. Zwischendurch wird mit einem so genannten haraegushi 祓串 gewedelt – einem hölzernen, mit Papierstreifen verzierten Stab, um es mal ganz unpoetisch auszudrücken. Das Ritual ist in wenigen Minuten vorbei, kostet aber ab stolze 5000 Yen (rund 40€). Dafür bekommt man im Anschluss an die Zeremonie noch ein paar Schutzgegenstände mit nach Hause. Für mich gab es ein ofuda, お札, ein Amulett, das Zuhause aufgestellt wird, und einen Glücksbringer für unterwegs. Je mehr man sich die Zeremonie kosten lässt, desto mehr Gegenstände bekommt man am Ende mit.

DSC06761 Im Anschluss testeten wir den Erfolg gleich mal aus und zogen Orakel, おみくじ omikuji. Und siehe da: Ich bekam „großes Glück“, 大吉 daikichi. Kei hingegen zog mal wieder nur „kleines Pech“, 凶 kyō, und musste sein Orakel am Schrein den Göttern überlassen. Hat das Ritual von vorher etwa mein Unglücksjahr auf Kei übertragen? 😛

Am Ende gingen wir noch die Rehe suchen. Das Ganze war leider kein so schönes Erlebnis. Als Ableger des großen Schreins in Nara bin ich davon ausgegangen, dass die Rehe wie in Nara auch frei auf dem Gelände herumlaufen durften. Dem war nicht so. Sie waren in viel zu großer Zahl in einem viel zu kleinen, unglaublich dreckigen Käfig eingesperrt. Da verging einem wirklich alles. Und das in einem Schrein, in dem mir keine 15 Minuten vorher noch stolz erzählt wurde, dass ein Reh damals die Gottheit von Nara hierher getragen habe und Rehe daher als Boten der Götter angesehen werden würden. Behandelt man so etwa Götterboten???

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Japan und Tiere, ey …

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Berlin 2016 – Beobachtungen

Kommen wir zum vorerst letzten Beitrag in meiner Berlin-Reihe: eine Sammlung von Dingen, die mir aufgefallen sind. Eine etwas random Liste, aber die Sachen haben sonst auch einfach wirklich nirgends hingepasst 😛

Alle Plastiktüten kosten jetzt

ALLE. Nicht nur die, die man im Kaufland noch schnell aufs Band wirft, weil man gemerkt hat, dass man seine Einkaufstaschen Zuhause liegengelassen hat. Nein, auch die kleine Plastiktüten bei H&M, in die die Socken kommen. Ich habe das überhaupt nicht mitbekommen, aber diese Entwicklung ist eine Reaktion auf den Versuch der Regierung, den jährlichen Plastikmüll zu reduzieren. Ich kann das echt nur begrüßen. Wie sorglos hier in Japan gerade Plastikmüll produziert wird, lässt mir manchmal wirklich die Kinnlade runterklappen.

Hotspots sind rar gesät

Das mit den Hotspots muss Berlin hingegen noch mal üben. Es war wirklich ein Kreuz, unterwegs Internet zu finden, und war dann mal ein Hotspot vorhanden, funktionierte das Ganze irgendwie nicht ganz so, wie gewollt. Bei Hunkemöller hat man nur an einer ganz bestimmte Stelle neben der Tür Internet bekommen. In der U-Bahn funktionierte es nur an Bahnhöfen, an denen man sich in der Bahn sitzend jetzt nicht wirklich lange aufhält. Der Hotspot in der Straßenbahn wollte gleich gar nicht verbinden. Am besten funktionierte noch der im H&M. Also hieß es immer ganz old school, bevor ich das Haus verließ, Straßenkarten abfotografieren und mich später durchfragen. Da wird man irgendwie nostalgisch 😛 Einen Vergleich diesbezüglich zu Japan habe ich leider nicht, da ich hier natürlich ein Smartphone mit schickem Datenvolumen habe 😉

Und was ist mit Tee?

Für eine Teenation hat Japan eine ziemlich lausige Auswahl an Tee, wenn ihr mich fragt. Gut, den Standard – grüner Tee in allen Formen, Mugicha (Gerstentee) & Co. – gibt es in vielen Varianten und sie sind meistens alle gut, aber was, wenn man mal so einen leckeren Früchtetee wie Türkischen Apfel trinken will? Oder Bock auf Minze mit Honig hat? Oder auf so was hier:

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Tja, dann steht man in Japan ein wenig auf verlorenem Posten. Man kann natürlich die gängigen Importläden abklappern, aber meistens kann ich froh sein, wenn ich irgendwo mal Hagebuttentee bekomme. Oder man bestellt sich auf Amazon Tee, der in Deutschland keine 2 Euro kosten würde, für umgerechnet 10 Euro und rechtfertigt es damit, dass das eben mal der kleine Luxus für den Monat ist. Damit ich das für eine Weile nicht tun muss, hab ich mir natürlich einen ausladenden Vorrat mitgebracht 😉

Doppelglas, Fußbodenheizung und Isolierung sind schon geil

Am zweiten Tag in Deutschland fiel in meinem alten Kinderzimmer, das Kei und ich für unseren Urlaub belagerten, die Fußbodenheizung aus. Was in Japan unseren grausamen Tod durch Erfrieren bedeutet hätte, war hier ein weitaus geringeres Problem, als wir zuerst befürchtet haben. Es wurde und wurde einfach nicht kalt in dem Zimmer. Fröstelten wir etwas, wurde ein Jäckchen übergezogen oder die Zimmertür aufgemacht, damit die Wärme der anderen Zimmer hereinströmen konnte. Das war so ein Kontrastprogramm zu unserer Wohnung hier in Japan, die in 2 Minuten auf quasi Außentemperatur runterkühlt, sobald man die Klimaanlage abschaltet. Generell konnten wir im Haus meiner Eltern durch die Macht der Fußbodenheizung kurzärmlig herumrennen. Kein Vergleich zum Doppel- und Dreifachzwiebellook mit noch mal extra Decke und einer Wärmfläsche, die es hier in Japan teilweise braucht, um sich IN DER WOHNUNG warmzuhalten.

Berlin ist noch mehr multikulti …

… als es damals schon war, als ich weggezogen bin. Und ich liebe es! So viele verschiedene Kulturen und Sprachen auf einem Haufen – wieder etwas, das sich so krass von meinem Alltag in Tokyo abhebt, dass es mir auf Schritt und Tritt auffiel. Eine wahnsinnig vielfältige Auswahl für Mittagessen und Abendbrot ist dabei nur einer der Vorteile 😉

Mit Hund ist alles besser

Aufwachen ist besser!

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Frühstück ist besser!

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Draußen rumrennen ist besser!

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Auf der Couch vor dem Fernseher gammeln ist besser!

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Schlafen ist besser!

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Will sagen: Will mir nicht vielleicht jemand einen Hund schenken? Und eine Wohnung, in der ich ihn halten kann? 😛

Im nächsten Beitrag sind wir dann wieder zurück in Japan und vertreiben Dämonen aus meinem Unglücksjahr … oder so 😉

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Berlin 2016 – Silvester und die Beelitz-Heilstätten

Irgendwie war ganz unbewusst das Thema unserer Ausflüge mit meiner Familie „Ruinen“ 😄 Zum Silvesterabend verschlug es uns nämlich noch für einen Spaziergang zu den Beelitz-Heilstätten, einem ehemaligen Krankenhauskomplex, der nach dem 2. Weltkrieg nur teilweise saniert und wieder nutzbar gemacht wurde. Durch die stark heruntergekommenen, nicht sanierten Gebäude kann man sich führen lassen, wir haben jedoch leider die letzte Führung des Jahres verpasst und konnten uns alles nur von außen angucken. Hatte jedoch auch seinen Reiz.

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Beim nächsten Besuch muss ich defintiv vorher die Zeiten für die Führungen recherchieren!

Ich habe übrigens gefroren wie schon lange nicht mehr, dabei waren die Temperaturen nur zart unter null Grad. Japan verweichlicht mich in der Tat!

Zum Abend hin war dann alles wieder wie gehabt: futtern, fernsehen, anstoßen, knallen und immer mal wieder Hundepfötchen halten. Und zwischendurch ganz traurig werden, weil Silvester auch immer irgendwie unseren Rückflug am 02.01. einläutet … Auch 2 Wochen sind einfach nicht genug Zeit 😦

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Berlin 2016 – Eine Liste von Dingen

Man möge mir das Chaos mit diesem Beitrag entschuldigen – einige Leser werden mehrmals eine Benachrichtigung per Mail erhalten haben, weil ich aus Versehen auf „Publizieren“ geklickt habe, wo ich doch auf „Vorschau“ klicken wollte. Leider zeigte sich WordPress heute ganz besonders biestig … und hat zudem auch schon wieder sein Dashboard verändert und mir das Einbinden von Bildern anderer Seiten, aka Seiten, die mir mehr Speicherplatz als WordPress selbst anbieten, erschwert. Dass mir bei dem ganzen Umgestelle noch nicht die Lust am Bloggen vergangen ist …

Aber kommen wir zu erfreulicheren Dingen. Ja, wird sind immer noch bei meinem Urlaub in Berlin im Dezember. Eigentlich wollte ich bis Ende Januar alle Beiträge fertig geschrieben haben, aber der Januar raste irgendwie nur so an mir vorbei. Und dabei habe ich diesen Januar schon mehr Beiträge geschrieben, als in einigen Monaten davor ^^

Aber kommen wir zum Thema! Heute soll es gehen um

DINGE, DIE MIR AN DEUTSCHLAND GEFEHLT HABEN UND DIE ICH DANN ORDENTLICH GENOSSEN HABE

Essen – was auch sonst?

Der Punkt überrascht wahrscheinlich niemanden besonders. Aber es geht mir nicht nur um deutsches Essen allgemein, sondern um die Essensvielfalt. Man hat, gerade in Berlin, einfach so viel mehr Auswahl als ich hier manchmal in Tokyo das Gefühl habe. Eines der wunderbaren Dinge in einer Stadt mit einer ausgeprägten kulturellen Vielfalt. So fanden Kei und ich uns eines schönen Nachmittags z.B. in einem Hummus-Restaurant wieder.

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So ein Restaurant ist mir hier in Tokyo bisher noch nicht unter die Nase gekommen. Wenn es eins geben sollte, stelle ich es mir ausverschämt teuer vor. Und ständig überfüllt.

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Brunch ist auch etwas, das mir in Japan wahnsinnig fehlt. Wie kann eine so vom Essen begeisterte Nation die Brunch-Kultur noch nicht für sich entdeckt haben??? Wenigstens ein Brunch steht daher für meinen Urlaub in Deutschland immer auf meiner To Do-Liste.

Und dann natürlich eine Runde „vernünftiges“ deutsches Essen 😉

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Nudeln mit Soße nach Muttis Art, BOULETTEN (nein, nix hier mit Frikadellen :P) und all the desserts!

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Das hier stand übrigens auch auf meiner To-Do-Liste. Nein, ich schäme mich nicht 😛 Chinesisches Essen gibt es in Japan natürlich auch. Chinesische Restaurants gibt es reichlich und das Essen ist fantastisch. Aber diese richtig pappsüße Soße mit Ananasstücken zum zwei Mal frittiertem Huhn, die gibt es hier so leider nicht und ja, manchmal fehlt mir das wahnsinnig!

Frost

Wer im Norden Japans lebt, wird keine Ahnung haben, wovon ich rede. Denn dort herrscht quasi deutsches Wetter. Hier in Kanto hingegen nicht. Einen Schneetag haben wir pro Jahr vielleicht, ansonsten bleibt es fast immer über 0 Grad. Das wunderbar knirschende Geräusch des vom Frost vereisten Grases höre ich in Japan daher leider nie. Und ja, es fängt an, einem zu fehlen.

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Auch die Luft hat zu dieser Zeit eine ganz andere Qualität als die Winterluft hier in Kanto. Sie „schmeckt“ mehr nach Winter und ist frischer. Es war zeitweise wahnsinnig kalt während unseres Urlaubs, aber ich habe dennoch so viel Zeit wie möglich draußen verbracht, auch dank Aska 😉

Europäische Gebäude

Ich habe es in dem Beitrag hier schon mal erwähnt und kann es nur wiederholen: Da japanische Tempel und Schreine und andere Bauwerke japanischer Architektur nun zu meinem Alltag gehören, fasziniert mich plötzlich der Anblick europäischer Gebäude sehr, egal ob noch intakt oder schon Ruine 😉

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Wie auch letztes Jahr schon gehören Familie, Freunde und Haustiere natürlich auch auf diese Liste, aber ich will euch ja hier nicht mit den immer gleichen Inhalten nerven. Was? Über das Essen habe ich letztes Jahr auch schon geschrieben? Aber das war doch ganz anderes Essen 😛

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Berlin 2016 – Fundstücke

Als Kei und ich im Dezember in Berlin waren, fanden wir bei einem Spaziergang über den Alexanderplatz eine Kreditkarte, die da mutterseelenallein auf der Straße lag. Und plötzlich stelle ich fest, dass ich absolut keine Ahnung hatte, was man in Deutschland in so einem Fall macht O___o In Japan ist die Antwort klar: Ab zur nächsten kōban 交番, rund um die Uhr besetzte Polizeihäuschen, von denen man immer weiß, wo sie sich befinden: irgendwo an der nächsten Bahnstation. Aber in Berlin gibt es so etwas wie kōban nicht. Klar, zur Polizei hätten wir die Kreditkarte bringen können, aber weiß ich, wo hier die nächste Polizeistation ist? Da wir uns ja im Ausland befanden, konnten wir uns nicht mal schnell von Google Maps den Weg zeigen lassen orz Nach einer kōban hingegen musste ich noch nie länger als 5 Minuten suchen.

Da weiß die Deutsche nicht, wie man so ein Problem in Deutschland löst. Ist das denn zu glauben?

Wir nahmen die Kreditkarte erst mal mit nach Hause und versuchten, mehr über die ausstellende Bank herauszufinden. Ausländisch, kein Sitz in Deutschland. Super.

„Bei dem Geschäft abgeben, vor dem man die Karte gefunden hatte“, war ein Tipp aus dem Internet. Leider keine Geschäfte in der Nähe des Ortes, an dem wir die Karte gefunden hatten …

„Einfach zerschneiden. Wird eh gesperrt“ ein anderer Tipp. Das wollte ich nun auch nicht tun.

Die Kreditkarte landete am Ende im Fundbüro. Meine Mama brachte sie netterweise auf dem Weg zur Arbeit vorbei. Die Öffnungszeiten waren zum Totlachen, das hätten wir selbst mit unseren vielen Plänen zeitlich nicht geschafft. Da kann man ja nur hoffen, nie wieder so was Wichtiges auf der Straße zu finden O_o

Das seltsamste Fundstück, das ich in Berlin mal aufgegabelt habe, war übrigens ein Plastikschädel in der U-Bahn raus zur Freien Uni. Bestimmt hat den ein Medizinstudent in der Bahn vergessen … Ganz bestimmt … Den habe ich aber wenigstens einfach dem nächsten Schaffner in die Hand drücken können.

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