[Unterwegs] Hatsumode in Yamanashi

Irgendwie werden diese Blogpausen zum Jahresende hin immer länger ^^; Aber Arbeit war nicht gnädig mit mir die letzten Wochen vor meinem Winterurlaub, und so schön der Besuch bei meinen Eltern über Weihnachten und Neujahr ist, die Vorbereitungen und das Packen und der Hinfug und der Abschied und der Rückflug usw. sind auch keine wirklich Erholung. Wir gönnten uns daher letztes Wochenende einen Ausflug nach Kōfu 甲府 in Yamanashi 山梨, um genau diese Erholung nachzuholen. Wie wir genau auf Stadt und Präfektur kamen, weiß ich gar nicht mehr genau, aber wir fanden dort auch gleich noch einen Schrein, an den wir unserem ersten Schreinbesuch des neuen Jahres nachholen konnten. Wir sind da ja immer recht spät dran, aber dieses Mal waren viele andere zusammen mit uns spät dran und wir mussten überall anstehen O_o Passiert uns sonst nur an den großen Schreinen in Tōkyō oder Hiratsuka, aber eventuell ist der Takeda-Schrein 武田神社 ja auch so ein großer Schrein und wir wussten nur nichts davon XD

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Wir sprachen unser Neujahrsgebet, kauften neue Glücksbringer, brachten unseren Wunsch auf einem ema 絵馬 an und zogen Orkal, die etwas besser hätten sein können, aber zum Glück kann man sie ja am Schrein lassen, damit die Götter sich um den negativen Kram kümmern 😉

IMG_1132_BlogNun sind wir also im Jahr 2019 – im Jahr des Schweins nach dem chinesischen Kalender. Für Kei ein Jahr der Reflexion, für mich angeblich ein finanziell supertolles Jahr – na, das hört man doch gern 😛 Ich bin nun auch endlich aus meinen drei Unglücksjahren raus – ja, man hat Vorunglück 前厄, das tatsächliche Unglücksjahr 厄年 und dann noch Nachunglück 後厄 – bevor ich in die nächsten Unglücksjahre meiner 30er stolpere. Etwas, das nur uns Frauen vorbehalten ist, denn wir sind vier mal im Leben dran, Männer nur drei Mal. Na vielen Dank auch! 😛

Kōfu hat einen großen Bahnhof, ist aber trotzdem noch ländlich und Busse kommen meist nur ein bis zwei Mal die Stunde. Wir liefen daher sowohl den Weg zum Schrein hin als auch zurück zu Fuß und brauchten daher im Anschluss erst einmal eine Stärkung. Ich bestand auf hōtō! Hōtō sind ein regionales Gericht aus Yamanashi, für das flache Nudeln (ich habe sie bisher immer als eine Art udon bezeichnet, aber das mögen die Leute aus Yamanshi wohl nicht, weil der Herstellungsprozess ein anderer ist) und Gemüse in Misosuppe gekocht werden. Es gibt viele Variationen – ich hatte Curry-hōtō und Kei seine in Muschelsuppe gekocht – und sie sind wahnsinnig wärmend und füllend. Genau das Richtige für einen so kalten Tag wie diesen.

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Danach hatten wir genug Energie, um noch durch die Ruinen der Kōfu-Burg 甲府城跡 (auch als Maizuru-Burg bekannt) zu laufen. Das klingt jetzt spannender, als es ist, denn eigentlich ist von der Burg gar nichts mehr übrig, nur noch Park und Anhöhe …

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… aaaber genau diese Anhöhe bietet bei schönem Wetter eine fantastische Aussicht auf den Fuji-san :3

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Generell ist man in Yamanashi so nah am Fuji dran, dass man ihn von fast überall zu sehen bekommt. Der Funkturm oder was das da sein soll hat dezent gestört, aber wenigstens die Sicht nicht komplett versperrt. Aber ganz ehrlich mal: Den hat doch da jemand aus reiner Böswilligkeit hingestellt!

Mehr haben wir an dem Tag dann auch nicht mehr gemacht, denn wir wollten ja Erholung. Wie zogen uns also ins Hotel zurück, gingen ins onsen, aßen in einem der vollkommen überteuernden Hotelrestaurants zu Abend und lagen sonst nutzlos im Zimmer rum und machten einfach gar nichts. Auch mal schön 😛

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