[Unterwegs] teamLab Borderless

Im Sommer war die teamLab Borderless-Ausstellung in Odaiba DAS Thema auf den hiesigen Japanblogs, und irgendwie versetzte mich das in den Glauben, die Ausstellung fände nur für begrenzte Zeit statt. Entwarnung: Das tut sie nicht! Da ich das aber nicht wusste, sicherte ich für Kei und mich Anfang Juni Karten für *trommelwirbel* August. Ja, damals waren die Karten für bis zu zwei Monate im Voraus ausverkauft, und auch jetzt sollte man nicht zu lange warten, wenn man an einem Wochenende hingehen möchte.

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Das „MORI Building Digital Art Museum“ ist die neueste Attraktion auf der künstlich angelegten Insel Odaiba お台場 in der Bucht von Tōkyō und damit ein wenig vom Zentrum Tōkyōs entfernt, aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. teamLab ist eine Gruppe von Digital Artists, von denen sich die meisten bereits seit der Uni-Zeit kennen, und „Borderless“ ist ihre gegenwärtige Ausstellung auf den 10.000qm des MORI Building Digital Art Museums. Die Ausstellung aus Licht und Sound ist dabei schwer zu beschreiben, aber wunderbar in Bildern darzustellen:

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Wo lang jetzt?

Das Museum ist auf zwei Ebenen angelegt, und es hat tatsächlich eine Weile gedauert, bis wir die zweite entdeckt hatten, denn die ganze Ausstellung ist wie ein Labyrinth angelegt. Manchmal erkennt man kaum, wo eine Wand aufhört und ein Raum anfängt, einige Räume sind gut versteckt. Es gibt keine festgelegte Reihenfolge, in der man die Ausstellung durchwandern muss, und einige Werke verändern sich über Zeit, so dass man, ohne es wirklich zu merken, mehrmals im gleichen Raum gewesen sein kann und denkt, man hätte einen neuen entdeckt. Gut, dass es kein Zeitlimit für seinen Besuch gibt 😛

Eine Kamera sollte man auf jedenfalls mitbringen, denn Fotos von sich und seiner Begleitung machen, wie man selbst Teil der Darstellung wird, macht 90% des Spaßes aus. An einigen Orten war es leider recht voll – immerhin waren wir an einem Wochenende da. An anderen Plätzen hatten wir jedoch genug Platz zum Austoben, und sollte man an einem Wochentag hinkönnen, dürfte es sicher recht leer sein. Im Nachhinein hätte ich wie Kei was Weißes tragen wollen, aber nun bin ich schlauer fürs Nächste mal, und es gab auch einige Installationen, die auf schwarz deutlich besser zur Geltung kamen 😉

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Viele der Installationen sind übrigens interaktiv. Berührt man Blumen, zerstreuen sie sich in alle Winde. Tritt man auf die Tiere im Athletic-Forest, zerplatzen sie zu Farbklecksen – was bei mir übrigens dazu geführt hat, dass ich nur noch auf Zehenspitzen durch den Forest gestakst bin. Die armen Tiere!

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Bei unserem Besuch nur von außen zu bestaunen :/

Der Raum, auf den ich mich am meisten gefreut hatte – der mit den ganzen Laternen -, war leider wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Schade! Ich wollte doch so meinen Rapunzel-Moment haben T_T

Zu einem meiner Highlights wurde stattdessen das „En Suite Teehaus“, in dem man für 500 Yen eine Tasse Tee bekommt, in der, einmal vor einem gestellt, eine prächtige Blume aus Licht wächst. Nimmt man die Tasse in die Hand, zerstreut sich die Blüte in alle Richtungen, und stellt man die Tasse wieder ab, wächst eine neue Blume. Egal, wo man die Tasse hinstellt. Wie machen die das nur? Ich war so in den Bann gezogen von dem ganzen Schauspiel, ich kann euch nicht mal sagen, ob der Tee lecker war XD

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So, überzeugt? Dann am besten Tickets online vorbestellen, denn die an der Tageskasse sind meistens immer noch ausverkauft und es lohnt sich kaum, den ganzen Weg bis nach Odaiba zu fahren, nur um dann nicht ins Museum zu können. Erwachsene bezahlen 3200 Yen, was erst einmal teuer klingt, aber Kei und ich verbrachten immerhin 4 Stunden im Museum, da ist der Preis angebracht, finde ich. Für diesen extrem heißen Sommer war die gut gekühlte Ausstellung ein fantastischer Zeitvertreib, und wir mussten auch nur ganz kurz draußen in der sengenden Hitze anstehen – das Museum war nämlich freundlich genug, uns den Tag vorher eine Mail zu schicken, um uns zu warnen, dass es Vormittag ganz besonders voll werden würde und wir lieber nach 15 Uhr kommen sollten. Taten wir. War gut. Verlässt man das dunkle Museum nach Sonnenuntergang, ist der Übergang zurück in die Realität auch nicht ganz so harsch 😛

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2 Antworten zu [Unterwegs] teamLab Borderless

  1. Tabea schreibt:

    Wahnsinnig tolle Fotos! Auch mit deiner Superkamera gemacht oder würde das ein Handy auch halbwegs hinkriegen?

    • nagarazoku schreibt:

      Hälfte, Hälfte! Mein iPhone hat sich gut geschlagen und war da, wo es voll war, auf jeden Fall leichter schnell mal rauszuholen als die Kamera 😉

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