Berlin 2017 – Die Flüge

2018-01-23 15.58.45Die ganze Woche war es eisig kalt – kälter als in Deutschland wohlgemerkt – und der Schnee vom Montag schmilzt nur langsam, da kündigt der Wetterbericht doch glatt neuen Schneefall für die nächste Woche an. Ich hoffe, es bleibt bei Schneeregen. So sehr mich die Aussicht auf schneefrei auf Arbeit doch freut, ganz unbeschäftigt bin ich im Büro dann doch nicht, und ZWEI Tage schneefrei nachzuarbeiten, resultiert dann leider doch nur in Überstunden. Aber wenigstens kann so ein eiskaltes Wochenende unter dem kotatsu dazu genutzt werden, um ein paar Blogposts abzuarbeiten 😉

Unser Berlin-Urlaub 2017 – wie habe ich mich darauf gefreut! Auch dieses Mal wieder projektbedingt über Weihnachten/Neujahr, was mich natürlich für die Feiertage freut, aber ich muss wirklich mal wieder im Sommer nach Deutschland, sonst hab ich am Ende ein ganz verkorkstes, graues Bild von meiner Heimat XD

Nach dem doppelten Umsteigedesaster im Winter 2016 in München sowohl auf Hin- als auch auf Rückflug, wollte ich dieses Mal ganz unbedingt über einen kleinen Flughafen fliegen. Einem, bei dem man von Gate zu Gate nicht länger als 30 Minuten braucht. Und damit stand die Wahl eigentlich schon fest: Helsinki, denn hier habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht, auch wenn man die Sitzmöglichkeiten an den einzelnen Gates ruhig etwas ausweiten dürfte. Aber was nimmt man nicht in Kauf, um nicht wie letztes Mal in München zu seinem Anschlussflug RENNEN zu müssen.

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In der schummrigen Bar des Nikkō Narita Hotels konnten wir den Abend ganz entspannt ausklingen lassen.

Mit Helsinki standen dann auch unsere Fluggesellschaft – Finnair – und unser Abflughafen – Narita – fest. Über letzteres war ich nicht ganz so begeistert, denn Narita liegt so unmöglich weit draußen, dass ich immer Angst habe, es am Morgen des Abflugs nicht pünktlich hinzuschaffen. Aber wir übernachten dann den Abend vorher einfach immer in einem Hotel am Flughafen, da ist mir die Sorge auch genommen.

Finnair ist inzwischen auch auf den Trend aufgesprungen, Sitzplatzreservierungen vor dem Check-in einen Tag vor Abflug nur noch kostenpflichtig durchzuführen. Wem egal ist, wo er sitzt, der kann natürlich bis zum Check-in warten, wer aber gerne neben seinem Partner sitzen will, der muss in den sauren Apfel beißen und zwischen 17€ (unbeliebte Mittelplätze) bis 90€ (Economy Comfort ganz vorne) pro Person pro Sitzplatz pro Flug hinblättern. Da ist man schnell mal bei über 100€ Mehrkosten, aber da inzwischen fast alle Fluglinien auf diesen Zug aufgesprungen sind, kommt man woanders vermutlich kaum billiger weg. Kei und ich haben jedenfalls letztes Jahr hart gearbeitet und viele, viele Überstunden geschoben und uns so einfach mal mit Economy Comfort für den jeweils langen Hin- und Rückflug belohnt. Bei den Kurzflügen zwischen Helsinki und Berlin waren wir so früh dran, dass wir jeweils die Sitzplätze an einem der Notausgänge reservieren konnten. Inzwischen muss man dafür bestätigen, dass man Finnisch (bei Finnair) oder Englisch spricht, und das Kabinenpersonal prüft nach und setzt zur Not um – so geschehen mit einem Paar neben uns, das sich erst von einem anderen Herren übersetzen lassen musste, was die Dame da von ihnen wollte. Finde ich aber nicht schlecht – im Notfall MÜSSEN die Leute auf den Sitzen einfach mal die Anweisungen verstehen können.

Nun die große Frage: Haben sich die Mehrkosten für Economy Comfort gelohnt? Einfache Antwort: JA! Man erhält in Economy Comfort bei Finnair 8 bis 13cm mehr Beinfreiheit, die man definitiv merkt. Einfach mal die Beine nach vorne ausstrecken können, das ist schon was. Angeblich erhält man auch bessere Kopfstützen, aber da ich eh immer auf Keis Schulter wegpenne, kann ich dazu nicht viel sagen 😛 Die Sitze befinden sich ganz vorne in der Economy Class-Kabine, und so ist man bei allen Mahlzeiten einer der Ersten, die bedient werden. Außerdem bekommt man geräuschunterdrückende Kopfhörer für das Entertainment-System – auch nicht schlecht! Ob man die dafür anfallenden Mehrkosten tragen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden, aber bei einem 10stündigen Flug lohnt es sich schon, finde ich.

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Finnair Homepage

Generell war ich mit dem Service bei Finnair zufrieden. Auf der wahnsinnig übersichtlich gestalteten Homepage kann man vor Flug alles möglich auswählen und hinzubuchen – es gibt eine unglaubliche Anzahl an Menüoptionen, die von vegan über koscha bis hin zu Dingen reichen, von denen ich noch nie gehört habe -, und hat man seine Mailadresse registriert, wird man über Check-in, Wetterlage und Flugstatus auf dem Laufenden gehalten.

Was ich beim Flug ganz toll fand, war eine Anzeige auf dem Bildschirm, die einen darüber informiert, wie viel Zeit schon vergangen ist und wann es das nächste Mal was zum Futtern geben würde. Warum haben das nicht alle Fluglinien? Nichts finde ich schlimmer, als hungrig im Ungewissen darüber zu sein, wann ich was zum Schnabulieren kriege! Außerdem kann man so gut Klozeiten und ähnliches abpassen. In 30 Minuten landen wir? Super, packen wir doch schon mal zusammen!

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Mit dem Essen war ich übrigens auch sehr zufrieden – auf dem Rückflug gab es Köttbullar, da kann man wirklich nicht meckern! :3 Aber ich bin auch generell kein sonderlich wählerischer Mensch 😉

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Ein Ärgernis hatten wir allerdings doch: Beim Check-in für unseren Rückflug wurden wir gefragt, ob wir unsere Sitzplätze noch einmal überprüfen wollen würden. Ich klickte ja, kam zur Sitzplatzübersicht und sah, dass zwei bessere als die von uns gewählten Plätze frei waren und wählte beide aus. Ein Pop-up fragte mich, ob die ursprüngliche Sitzplatze storniert werden solle, und als ich das bestätigte, wurde ich auf eine Seite weitergeleitet, auf der man meine Kreditkarteninformationen wissen wollte, um die neuen Sitzplätze in Rechnung zu stellen. Da die alten Sitzplätze bereits gecancelt waren, hatte ich keine andere Wahl, als die 140€ zu bezahlen, den hätten wir bis zum nächsten Tag gewartet, hätten Kei und ich ganz sicher nicht nebeneinander sitzen können. Da 140€ nun aber auch kein Pappenstiel sind, rief Kei bei Finnair an, um sich zu beschweren – man hätte uns ja wenigstens warnen können, dass bei einer Sitzplatzänderung Gebühren anfallen würden – und siehe da, wir bekamen zwar keine Erklärung, was der Käse sollte, aber die Abbuchung wurde storniert. Nächstes Mal bin ich mit so was dann aber doch vorsichtiger …

2018-01-07 14.51.23Aber bis auf diesen Zwischenfall habe ich mich bei Finnair eigentlich ziemlich gut aufgehoben gefühlt. Da wir ja selbst wenn der Hauptstadtflughafen irgendwann mal fertig sein SOLLTE trotzdem keine Direktflüge nach Japan bekommen sollen, wird es wohl mein bevorzugter Umsteigeflughafen bleiben. 20 Minuten inklusive Pass- und Sicherheitskontrolle – das muss man erst mal schlagen. Und wunderschöne Sonnenuntergänge bei Landung gibt es inklusive :3

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8 Antworten zu Berlin 2017 – Die Flüge

  1. Rotbuchenbaum schreibt:

    Über Helsinki bin ich noch nie geflogen. Mittlerweile über den Flughafen in München, der ja riesig ist, und über den in Frankfurt, der langgestreckt ist, schon.

    Früher, als es noch Direktflüge zwischen Wien und Narita gab, bin ich immer direkt mit der AUA bzw. ihrem Partner ANA geflogen. Seit die Lufthansa vor zwei oder drei Jahren die AUA aufgekauft hat, gab es den Direktflug nicht mehr, obwohl er immer bummvoll war. Ab Mai 2018 soll es ihn wieder geben. Darauf freue ich mich schon.

    • nagarazoku schreibt:

      Direktflüge sind echt so eine Erleichterung. Den meisten Stress hat man eben doch beim Umsteigen. Schon eine Schande, dass gerade Berlin als Hauptstadt keine Direktflüge nach Japan bieten kann, aber so richtig scheint das auch niemand ändern zu wollen …

      • Rotbuchenbaum schreibt:

        Aha, es gibt keinen Direktflug zwischen Berlin und Tokyo. Das habe ich nicht gewusst. Ein oder zwei Mal die Woche könnten sie vielleicht fliegen.

        Economy Comfort möchte ich auch mal ausprobieren. 🙂

      • nagarazoku schreibt:

        Bevor der Hauptstadflughafen fertig ist sowieso nicht, aber selbst dann sieht es derzeit leider schlech aus -.-‚

  2. Claudia schreibt:

    Helsinki ist auch mein absoluter Favorit, denn Berlin und Tokyo – das wird nichts mehr. Wir fliegen im Sommer wieder, mal schauen mit wem.

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