[Unterwegs] Am Kawaguchi-See den Fuji bestaunen

Der Fuji-san und ich haben einen Beziehungsstatus, den man als kompliziert bezeichnen könnte. Wir spielen ein verzwicktes Versteckspiel miteinander, bei dem sich der Fuji mir ganz besonders dann nicht zeigt, wenn ich mich extra nur für ihn irgendwohin auf den Weg gemacht habe.

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Ausflug mit den Schwiegereltern nach Hakone, um den Fuji zu sehen, bevor ich zurück nach Deutschland fliege (2008)

Besonders dann, wenn ich extra für den Fuji-san irgendwo draufgeklettert bin.

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„Blick“ auf den Fuji vom Shōtō-san nach 3-stündiger Klettertour (2016)

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„Blick“ auf den Fuji vom Kōbō-san nach 2-stündiger Klettertour (2017)

Natürlich habe ich den Berg nicht noch nie gesehen. Ganz unerwartet und ohne, dass ich ihn irgendwie im Sinn hatte, zeigte er sich mir ein paar Mal … nicht selten mit wenigstens einer Wolke bedeckt, mit der er versuchte, sich in letzter Sekunde doch noch vor mir zu verstecken 😛

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Großzügig lässt sich der Fuji von mir erahnen nach einer zugegebenermaßen nicht ganz so langen Klettertour hoch zum Azuyama-Park (2017)

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A wild Fuji appears in Enoshima (2011) – Hätte er nicht seine typische Form, ich hätte ihn ohne die Schneekappe nicht mal erkannt XD

Aber diesen richtigen tollen Blick auf den schneebedeckten Fuji-san vor blauem Himmel hatte ich bisher nicht. BISHER! Denn irgendwie habe ich es geschafft, den Fuji-Versteckspielfluch, den eine gemeine Hexe nach meiner Geburt auf mich legte, zu brechen, so dass wir in der Präfektur Yamanashi 山梨県 am Kawaguchi-See 河口湖, an dem wir auf unserer Rückfahrt von Nagano einen Zwischenstopp einlegten, doch tatsächlich den Fuji-san so zu sehen bekamen, wie ich ihn schon immer mal sehen wollte:

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(Seht ihr auch die Wolke da links, die noch ganz schnell versucht, sich vor den Fuji ins Bild zu schieben? :P)

Am Kawaguchi-See gibt es mehrere Orte, von denen aus man einen mehr oder weniger guten Blick auf den Fuji-san hat. Wir sind eine Weile um den See gefahren und dann einfach irgendwo auf einen Parkplatz rauf, auf dem wir gerade noch so einen Platz ergattern konnten – ja, der Kawaguchi-See war von Touristen nur so überrannt, was sich auf den Fotos glücklicherweise fantastisch ausblenden ließ 😛

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Aber irgendwie verständlich, so schön, wie sich der Berg an dem Tag zeigte 😉

2017-05-05 16.58.25An einem der für den Standort gar nicht mal so überteuerten Läden kauften wir uns ein Eis und warteten auf den Sonnenuntergang. Leider ging die Sonne nicht direkt hinter dem Fuji unter, so dass wir keinen „Diamant-Fuji“ zu sehen bekamen – ein Spektakel, das man von hier aus, glaube ich, sowieso nicht sehen kann und das selbst da, wo es zu sehen ist, gar nicht mal so häufig passiert XD

Dort, wo wir waren, gab es zusätzlich zum Fuji eine Blumenausstellung und man hatte auch den Fuji und den Kawaguchi-See mit Blumen nachgebaut. Leider standen die meisten aber noch überhaupt nicht in der Blüte, so dass der Effekt etwas verloren ging ^.^;

„Und?“, fragte mich Kei, als wir etwas später weiter Richtung Heimat fuhren. „Hat sich das Warten gelohnt?“ Und ob es das hat! Wer mal richtig vom Anblick des Fujis begeistert sein will, dem kann ich einen Trip zum Kawaguchi-See nur empfehlen. Aber guckt vorher mal in den Wetterbericht, damit ihr nicht so dasteht wie ich in der ersten Hälfte dieses Blog-Posts 😛

2017-05-05 18.28.11

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8 Antworten zu [Unterwegs] Am Kawaguchi-See den Fuji bestaunen

  1. hanna schreibt:

    Das Bild von Enoshima aus ist ja toll! Ich habe übrigens auch echt selten Glück mit dem Fuji… Mein letztes schönes Bild (mit Schnee auf dem Gipfel) ist von 2014 XD

    • nagarazoku schreibt:

      Das Fuji-Bild von Enoshima mag ich auch besonders gerne, allerdings erinnert es mich auch jedes Mal daran, dass ich schon gefühlte 100 Mal auf Enoshima war (in echt waren es bestimmt auch an die 15 Mal!) und den Fuji trotzdem nur genau dieses eine Mal zu sehen bekommen habe XD

  2. Rotbuchenbaum schreibt:

    Es stimmt, der Fuji zeigt sich selten. Ich habe Glück: Ich kann ihn von meiner Wohnung in Saitama sehen. Aber man sieht ihn nur nach einem Taifun oder an einem klaren Tag im Winter. Leider mache ich keine Aufnahmen, sonst hätte ich eine Aufnahme zeigen können, aber ich sehe ihn ganz gerne, weil er sich in verschiedensten Stimmungen zeigt. Im Sommer ist es meistens zu diesig.

    • nagarazoku schreibt:

      Stimmt, im Sommer ist es für vieles zu diesig, z.B. oft auch für einen schönen Ausblick vom Tōkyō Tower. Im späten Herbst und Winter hat man bestimmt die beste Chance, den Fuji zu sehen, und dann trägt er wenigstens auch die hübsche Schneekappe 😉

  3. zoomingjapan schreibt:

    Ich war extra mal im tiefsten Winter dort, weil man dann den Fuji ja am ehesten sehen soll. 3 Tage und Nächte nichts zu sehen …. erst als ich am Abreisen war, kam er plötzlich raus, also nochmal alle Pläne umgeschmissen. XD

  4. Tabea schreibt:

    Der Bann ist gebrochen! Irgendwas wird dieses Jahr noch passieren! o___O

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