Meine neue Kamera

Man mag es mir heute bei der Flut an Fotos, die ich so jeden Tag produziere, kaum glauben, aber meine allererste Kamera besaß ich erst mit 22. Ich kaufte sie mir in Japan, um alles, was ich während meines Austauschjahres dort erlebte, für Familie und Freunde festzuhalten. Davor sah ich nie so richtig, wofür ich Fotos machen sollte. Ja, die Denkweise kann ich inzwischen auch nicht mehr nachvollziehen XD

Ich weiß gar nicht mehr, was das für eine Kamera war – da ich mich mit Kameras überhaupt nicht auskannte, habe ich jemanden mit Ahnung wählen lassen -, aber ich habe sie geliebt. Und seit ihr bin ich begeisterte Hobbyknipserin mit latentem Speicherplatzmangel XD Irgendwann kam mir die Kamera abhanden – verloren, geklaut, ich weiß es nicht.  Seitdem bin ich durch einige digitale Kameras gegangen, mit denen ich nicht so zufrieden war, bis ich dann 2013 an der Sony Cyber-shot DSC-RX100 hängen blieb. So ein kompaktes Ding mit so vielen Funktionen und so schönen Photos! Fast alle Photos, die ich auf diesem Blog verwende, sind mit meiner Sony geschossen. Der Rest stammt aus meinem iPhone – welche das sind, das merkt man an der Qualität bestimmt ganz schnell 😛 Egal, wie gut die Handykameras werden, mit so „richtigen“ Kamera können sie irgendwie einfach doch nicht mithalten 😉

So war ich mit meiner kleinen Sony eigentlich zufrieden, doch eine Sache kann sie nicht: Sich mit der Qualität der Bilder messen, die mein Papa so macht. Gut, mein Papa fotografiert auch mit einer Spiegelreflexkamera. Und das seit ich denken kann. Stelle ich mir meinen Papa vor, dann hat er eigentlich immer eine Kamera um den Hals hängen oder vor dem Auge kleben XD Da spielt also viel Übung mit rein. Aber dass Spiegelreflexkameras einfach mal mehr draufhaben, ist ja nun auch kein Geheimnis. Und so habe ich mir nach vielem Hin und Her und Überlege und Abgewäge ein neues „Spielzeug“ ins Haus geholt:

DSC07094

Die allerneuste Canon, die EOS Kissx9i. Als ich sie zum ersten Mal in den Händen hielt, hatte ich das Gefühl, von einem Trabi auf einen Ferrari umgestiegen zu sein O_o Es ist nicht so, dass ich überhaupt keine Erfahrung mit digitalen Spiegelreflexkameras habe, aber die, die ich bisher ganz selten mal benutzt habe, ist eine abgelegte Kamera meines Papas, die nun auch schon 10 Jahre auf dem Buckel hat. Übrigens auch eine Canon, weshalb ich mich ebenfalls für ein Modell dieser Marke entschied, denn so kann ich die Objektive benutzen, die mir mein Papa ab und an vermacht 😛

Und? Hat sich der Kauf gelohnt? Machen wir doch mal einen ganz stümperhaften Qualitätsvergleich mit den allerersten Photos, die ich mit meiner neuen Kamera gemacht habe. Es waren natürlich Hamsterbilder 😛

iPhone-Kamera: Das Bild wird leider etwas unscharf durch das Herangezoome. Auch innerhalb des geschossenen Fotos kann man nicht zu sehr zoomen bevor Tama nur noch aus Pixeln besteht. Die Farben sind ganz schön verblasst und die arme Tama ist verschwommen. Meine iPhone-Kamera ist allerdings die einzige Kamera, die ich wirklich immer dabeihabe, in Rente wird sie also vorerst nicht gehen 😉

Sony-Kamera: Die Farben sind strahlender und alles wirkt viel klarer. Man sieht irgendwie sofort, warum ich meine Sony so mag, oder? Leider ist die Kamera im Zoom nicht ganz so gut und hat sich mehr auf den Fressnapf als auf den Hamster konzentriert. Das hat mir leider schon viele Makro-Aufnahmen versaut 😦 Näher heranzoomen ging auch nicht, da wurde aus Tama leider ein verschwommener Klecks. Das ist so mit das größte Manko an meiner eigentlich wirklich guten Sony.

Canon: Hamster scharf, Fressnapf unscharf – so gehört es sich! 😛

Und der Hamster bleibt auch scharf, egal, wie nah ich heranzoome. Selbst im fertigen Bild muss ich schon extrem Zoomen, um ein paar Pixel rund um Tamas Po zu erkennen 😛 Während ich zudem mit der Sony fast in den Käfig klettern musste, um so nah an Tama ranzukommen, konnte ich mit der Canon und ihrem tollen Objektiv entspannt aus der Ferne knipsen ohne es dem Hamster halb in die Fresse drücken zu müssen 😛 Dass die beiden Bilder hier von weiter weg fotografiert wurden als das Bild mit der Sony-Kamera macht die Qualität für mich nur noch beeindruckender 😮

Aber das sind natürlich bisher nur Spielereien 😉 Die Kamera hat so viele Funktionen, ich weiß gar nicht, wann ich die alle ausprobieren soll. Außerdem hatte ich leider noch nicht so wirklich eine Möglichkeiten, die Kamera mal draußen durch einen ersten Funktionstest zu jagen. Aber für Golden Week sind ein paar Ausflüge geplant, wo ich das ganz schnell ändern werde – und bis dahin muss ich halt weiter am Hamster üben 😛

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12 Antworten zu Meine neue Kamera

  1. viktor643 schreibt:

    Kawaii, der Hamster!!
    Toll, die Kamera! Viel Spaß mit ihr.

  2. Claudia schreibt:

    Das mit dem Zoom ist ganz einfach erklärt: Das iPhone hat keinen optischen Zoom, sondern nur einen digitalen. Es rechnet demnach einfach so lange hoch, bis das Motiv groß genug aussieht. Deine Sony hat wahrscheinlich einen optischen Zoom (2x oder 4x oder so) und danach digitalen. Funktioniert also eine Weile sehr gut, dann aber nicht mehr. Spiegelreflexkameras haben für gewöhnlich nur optischen Zoom, die Anzahl der Pixel verringert sich also nicht. 🙂
    Viel Spaß mit der Spiegelreflexkamera! Die sind zwar immer etwas schwerer, aber es lohnt sich.

    • nagarazoku schreibt:

      Den technischen Hintergrund zum Zoom wusste ich, es war dann aber doch noch mal was anderes, das so auf Bildern im Detail vergleichen zu können 😉

      Vom Gewicht her geht die neue Canon sogar! Das Objektiv macht sie etwas schwerer, aber da der Body an sich superleicht ist, wiegt sie gefühlt nur noch die Hälfte von dem, was die alte Canon meines Papas auf die Waage bracht. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf, sie demnächst ordentlich auszuprobieren 😀

      • Claudia schreibt:

        Dann tut es mir leid, dir das erklärt zu haben, obwohl du es wusstest – wissen viele eben nicht (obwohl, dass du das weißt hätte mir bei deinem scheinbar sehr kameraaffinen Vater klar sein müssen). 🙂 Viel Spaß mit der Kamera!

      • nagarazoku schreibt:

        Danke! Den werde ich hoffentlich haben 😁

    • Rotbuchenbaum schreibt:

      Claudia: Dein Kommentar war für mich sehr hilfreich. Danke.

  3. Rotbuchenbaum schreibt:

    Vor 20 Jahren hatte ich mir auch einmal eine Spiegelreflexkamera gekauft, aber ich weiß gar nicht, wo die hingekommen ist. Mittlerweile verwende ich eine kleine Digitalkamera von Sony, um Aufnahmen von meinen Kalligraphieübungen 書道 zu machen, oder ich frage meine Tochter oder meine Frau ein Foto mit dem Handy zu machen. 😛

    Kameras von Canon sollen sehr gut sein. Das habe ich von vielen Seiten schon gehört.

    Ich bin froh, dass ich keinen Hamster habe. Sie sind viel Arbeit, und wenn man sich mal an das Tier gewöhnt hat, sterben sie. Das ist immer sehr traurig.

    • nagarazoku schreibt:

      Also von allen Haustieren, die ich bisher hatte, macht so ein Hamster eigentlich am wenigstens Arbeit XD Ja, es ist sehr hart, wenn sie sterben, aber man hat bis dahin ja auch Freude mit ihnen 😉

      Meine kleine Kamera werde ich auf jeden Fall auch weiterhin noch benutzen in Situationen, wo ich einfach keine große Spiegelreflexkamera mitschleppen will. Drei Kameras im Gebrauch – jetzt komm ich mir dann doch etwas luxuriös vor 😛

  4. hanna schreibt:

    Ich habe mir auch meine allererste eigene Digitalkamera zugelegt, als ich zum ersten Mal in Japan gelebt habe. Das richtige Interesse am Fotografieren kam aber erst, als ich angefangen habe, zu bloggen, und dann so richtig, als ich meine erste Spiegelreflexkamera, übrigens auch von Canon, in den Händen hielt 😉 Wünsche dir jedenfalls viel Spaß mit der neuen Kamera und freue mich auf die Fotos!

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