Zum permanenten Residenten

In meinem letzten Blogpost zum Thema Visum habe ich zwar gesagt, dass ich jetzt eigentlich mal eine Pause von den ganzen Anträgen gebrauchen könnten, ich habe mich dann dieses Jahr aber doch noch aufgerafft und mich für das permanent residence visum, das so genannte 永住権 eijūken, beworben. Und auch bekommen 😀 Der Antrag Unterschied sich dabei wenig von der letzten Visumsverlängerung und war sogar einfacher als mein Antrag zum ersten Ehegattenvisum, für das ich noch lauter private Sachen wie Liebesbriefe und Pärchenphotos einreichen sollte O_o

Ein PRV ist keine Staatsbürgerschaft, sondern einfach nur ein permanentes Visum. Der Status „Ehepartner/in eines Japaners/einer Japanerin“ (日本人の配偶者等 nihonjin no haigūsha nado) ist dem neuen Status permanenter Resident (永住者 eijūsha) gewichen, und ein Visumsablaufdatum gibt es nicht mehr. Muahaha 😛

Was bringt mir das jetzt?

  1. Ich muss mich nicht mehr alle 1, 3 oder 5 Jahre für ein neues Visum bewerben, sondern nur noch alle 7 Jahre meine residence card erneuern lassen. Weniger Papierkram, weniger Zeitaufwand und Geld spare ich auch noch, denn jede Visumserneuern hat mich 4.000 Yen (rund 35 €) gekostet. Das PRV schlug zwar nun auch mit 8.000 Yen (rund 70 €) zu buche, aber nur einmalig.
  2. Kredite und Kreditkarten werden mir jetzt quasi hinterher geworfen. So heißt es zumindest 😛 Allerdings habe ich gerade erst auch ohne PRV eine Kreditkarte abstauben können, unmöglich ist es davor also auch nicht 😉
  3. Ich darf mich am Flughafen bei der Rückreise nun bei den PRV-Besitzern anstellen und muss mich nicht mehr in der langen Touristen-Einreiseschlange einreihen. Ob es da aber wirklich einen großen Unterschied gibt, werde ich bei meiner nächsten Rückreise dann feststellen dürfen 😉

Das war es auch schon, glaube ich. Was ich mit dem Visum nicht kann: Wählen und mich als Beamter vereidigen lassen. Bestimmt noch ein paar andere Sachen. Dafür bräuchte man die japanische Staatsbürgerschaft. Aber solange das bedeutet, meine deutsche Staatsbürgerschaft abgeben zu müssen, steht das für mich vorerst noch auf keiner Prioritätenliste 😉

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6 Antworten zu Zum permanenten Residenten

  1. Claudia schreibt:

    Auch hier noch einmal herzlichen Glückwunsch!
    Die Schlange in Narita ist meist durchaus kürzer, wenn ich mich natürlich auch am liebsten bei den Japanern einreihen würde. 😉 Darf man das eigentlich, wenn man dann ein japanisches Kind hat?

    • nagarazoku schreibt:

      Vielen lieben Dank ☺️

      Das ist echt eine gute Frage! Wenn man alleine mit dem Kind unterwegs ist, können die ja wohl kaum verlangen, dass es selbst durch Immigration watschelt. Oder es muss dann auch mit der Behandlung am PRV-Schalter leben 😑

      • Claudia schreibt:

        Man kann doch nicht ein wertvolles japanisches Kind durch den PRV-Schalter scheuchen!

      • nagarazoku schreibt:

        „Attendants to japanese children of non-japanese mothers“ könnte eine Berufsgruppe sein, die uns bisher noch nicht zu Ohren gekommen ist XD

  2. zoomingjapan schreibt:

    Hast du es gut. Ich hab es ja nie ganz auf die 10 Jahre geschafft, die man dafür bräuchte, wenn man UNVERHEIRATET ist. 😦 ……
    Naja, falls ich doch wieder nach Japan ziehe, darf ich halt wieder ständig mein Visum erneuern. Gibt Schlimmeres. XD
    Leider werden einem die vorherigen Jahre ja nicht anerkannt, sondern der Zähler fängt wieder bei Null an. 😦

    • nagarazoku schreibt:

      Ja, die Voraussetzungen für Unverheiratete sind echt krass! Und dass das auch alles zurückgesetzt wird, wenn man das Land verlässt … -.- Allerdings scheinen sie ja die Vorraussetzungen lockern zu wollen, beim nächsten Mal hier kriegst du permanent residence also vielleicht schon in Blitzgeschwindigkeit 😁

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