[Unterwegs] Das Katzencafé „Temari no Ouchi“

Über Katzencafés in Japan allgemein habe ich hier schon einmal einen Beitrag geschrieben, aber bisher noch gar keine vorgestellt, die ich empfehlen kann, oder? Dann fang ich doch mal mit dem Katzencafè an, das wir im Anschluss an die Sailor Moon-Ausstellung in Roppongi besucht haben: das Temari no Ouchi てまりのおうち* in Kichijōji 吉祥寺. Zum Großteil war der Besuch als kleines Dankeschön an Kei gedacht, weil er sich mit mir die Sailor Moon-Ausstellung gegeben und danach auch noch ohne ein Wort der Beschwerde eine halbe Stunde lang mit mir am Chibiusa-Café angestanden hat. Ja, ich mache anderen Leuten an MEINEM Ehrentag Geschenke! Bin ich nicht toll? Aber auch ich hatte meinen Spaß im Café, auch wenn ich beim Katzenfanatikerlevel nie an meinen Mann herankommen werde 😉

* „Temaris Heim“ – Temari war die erste Katze, die im Katzencafé wohnte 😉

Mir hat besonders die Atmosphäre des Katzencafés gefallen. Kuscheliges Licht, niedrige Holztische mit Sitzkissen, eine wahnsinnig hohe Decke und ein paar niedliche Gimmicks, die Wald- und Wiesenstimmung erzeugen sollten.


Anders als in den Katzencafés, die wir bisher besucht haben, wird einem ein fester Tisch zugewiesen. Man kann sich natürlich trotzdem frei im Café bewegen, hat aber immer einen festen Platz, an den man zurückkommen kann. Dadurch wirkte das Café, obwohl es gut ausgelastet war, gar nicht mal so voll.

An einem Wochentag bezahlt man 1200 Yen (rund 10 €), am Wochenende 1600 Yen (rund 14 €) pro Person. Getränke und Essen kosten extra, dafür kann man so lange bleiben, wie man möchte, ohne eine zusätzliche Gebühr bezahlen zu müssen. Wir blieben rund 3 Stunden und waren am Ende ungefähr beim gleichen Preis, den wir sonst im Katzencafé hier um die Ecke mit Getränke-Flatrate, dafür aber Verlängerungsgebühr bezahlen.

Dann kommen wir doch mal zum Wichtigsten: zu den Katzen! Insgesamt gibt es 29 Katzen in allen Farben, Größen und Altersstufen im Laden. Laut Staff arbeiten sie in Schichten, es sind also nie alle Katzen auf einmal draußen. Direkt neben unserem Tisch hatte es sich der Kater Tsukushi in einem der Kuschellöcher in der Wand gemütlich gemacht und blieb dort auch für die gesamte Zeit unseres Besuches, ließ sich Fotografieren und auch streicheln :3

Die übrigens Katzen stolzierten frei durchs Café und kamen umso williger zu einem, je mehr man sie ignorierte XD Ob sich so ein Besuch für einen lohnt oder nicht hängt dabei stark davon an, was man sich von ihm erhofft. Ein paar kuschelige Katzen beobachten/fotografieren, die eventuell mal nahe an einem vorbeistreifen, aber ansonsten lieber Abstand halten? Ja, super, kann man hier haben. Oder erwartet man eher ausgedehnte Kuscheleinlagen mit schmusebedürftigen Katzen? Dann wird der Besuch wohl eher enttäuschen. Wie ich immer zu sagen pflege: Ein Katzencafébesuch macht am meisten Spaß, wenn man nicht hauptsächlich für die Katzen kommt ^^;

Und manchmal, wenn man ganz ruhig dasitzt, sich auf sein Gespräch und seinen Kuchen konzentriert und so tut, als könnten einen die Katzen nicht weniger interessieren, dann kommt so ein Fellball (Opera war ihr Name) schon mal von selbst zu einem und legt sich zum Schlafen auf den Tisch.

Und manchmal, wenn man sich ein fettes Stück Kuchen mit so viel Sahne bestellt hat, dass sie fast vom Teller kleckert, dann kommt ein kleiner Munchkin angelaufen und versucht, einem die Sahne vom Teller zu stibitzen 😉

(Man bekommt sogar einen extra Schirm zu seiner Bestellung dazu, um den Kuchen vor dem Munchkin zu beschützen XD)

Berührungsängste hatten die Katzen also wirklich keine und wirkten darüber hinaus einfach absolut tiefenentspannt, was sicher auch damit zu tun hatte, dass sie viele unerreichbare Rückzugsorte hatten. Diese riesige Wand z.B.:

Wer also gar keinen Bock mehr hat, der klettert einfach hier hoch und legt sich in die Sonne. Die Katzen wirkten sauber und gesund, es war kein Uringeruch zu vernehmen (da hatten wir mal ein ganz schlimmes in Shinjuku, das war kaum zu glauben O_o) – ich hatte also wirklich nichts zu meckern. Wer mal hin möchte, sollte allerdings über eine Reservierung nachdenken. Wir waren an einem Wochentag da und hatten vermutlich einfach nur Glück mit dem Timing, denn der Laden füllte sich nach unserer Ankunft ratzfatz und danach war Warteliste angesagt. Am Wochenende kann es nur schlimmer sein.

Temari no Ouchi – Homepage: Klick

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4 Antworten zu [Unterwegs] Das Katzencafé „Temari no Ouchi“

  1. viktor643 schreibt:

    Die Katzen arbeiten in Schichten??? Also so eine Arbeit wie der Kater Tsukushi mit dem weis-blauen-shirt möchte ich manchmal auch gerne. 😆

  2. Kitty schreibt:

    yay, das sieht echt gut aus! und die katzen sehr gepflegt! und kichijōji (mein neuer geheimtipp)!

    • nagarazoku schreibt:

      Ich höre es in letzter Zeit immer öfter, wenn Leute von ihrem Wochenende erzählen. Ich muss mich da echt noch ein wenig mehr umgucken! Nur vielleicht nicht jetzt in Sommer 😑

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