[Unterwegs] Die Sailor Moon-Austellung in Roppongi Hills

Die Ausstellung findet inzwischen nicht mehr statt und daher wird der Artikel niemandem mehr helfen, sich zu entscheiden, ob sich ein Besuch lohnt oder nicht, aber nun war ich schon mal da, da will ich auch berichten 😛 Ich rede von der Sailor Moon-Ausstellung, die bis Mitte Juni in den Roppongi Hills stattgefunden hat und über die viele andere Japan-Blogs schon sehr viel früher geschrieben haben ^^;

Viel hatte ich über die Ausstellung in Roppongi Hills also schon gehört, vor allem, dass sie an Feiertagen und Wochenende zum Brechen voll sein soll. Ganz durch Zufall lag mein Geburtstag im Ausstellungszeitraum, und da Kei und ich sowieso schon beschlossen hatten, dass man einen so wichtigen Tag nicht mit Arbeit verschwenden dürfe ( 😛 ), erwarben wir also zwei Tickets für den entsprechenden Tag. Mit 1800 Yen (rund 15 €) pro Nase kein billiges Vergnügen, die Erwartungen waren also hochgesteckt. Leider kann ich nicht sagen, dass sie erfüllt wurden …

Für einen Wochentag war es immer noch erstaunlich voll. Ich will mir gar nicht erst vorstellen, was am Wochenende dort losgewesen sein muss.

Der erste Raum der Ausstellung war der schickste und in ihm Photos auch noch erlaubt. Es gab Bilder und Aufsteller der Sailor-Kriegerinnen, Sailor Moons Waffen in Neuauflage als Spielzeug, ähm *hust* als Sammlerstück zu bestaunen, und Serenity und Endymion in fast lebensgroßer Ausführung.

Die nachfolgenden Räume waren leider weniger beeindruckend, und Photos waren auch nicht mehr erlaubt. Da hätten wir zum einen den Raum, in dem Merchandise aller Art zu Sailor Moon ausgestellt war. Es tut mir leid, aber das Ganze wirkte, als hätte ein fanatischer Sailor Moon-Fan seinen Keller ausgeräumt und alles einmal in die Ausstellung gekippt. Einige Sachen sahen so schrecklich aus, in einem Spielzeugladen wäre ich davon ausgegangen, dass es eine billige Fälschung der echten Produkte sei. Aber wenigstens hatten Kei und ich so etwas zu lachen ^.^

In einem anderen Raum hatte man das erste Kapitel des Mangas koloriert ausgestellt. Inwiefern das jetzt nötig gewesen ist …? Ich kann mir nur wenige Leute vorstellen, die Manga und/oder Anime nicht kennen und dann so eine Ausstellung besuchen, aber gut.

Der Raum zum Anime hatte die Charakterskizzen vieler in Sailor Moon vorgekommener Charaktere, das fand ich wiederum sehr interessant. Leider auch hier keine Photos erlaubt -.-

Zwischendurch gab es irgendwo ein Bild von Sailor Moon mit einem Autogramm der großen Naoko Takeuchi herself. Ein nettes Gimmick 😉

Es gab auch einen Raum, in dem Artworks von Naoko Takeuchi ausgestellt waren. Fassen wir die Auswahl der Bilder mal so zusammen: Ich besitze exakt EIN Artbook von Sailor Moon, ein einziges. Ein sehr dünnes sogar, wenn ich es mal mit meinen anderen Artbooks vergleiche. Und trotzdem kam jedes Bild, das man in diesen Raum der Ausstellung gepackt hatte, in diesem Artbook vor. Es gab nicht ein, nicht EIN einziges Bild, das ich nicht auf diesem Artbook kannte. Das ist an und für sich auch schon wieder eine Leistung.

Alles in allem liest man sicher heraus, dass ich mir die Ausstellung etwas spannender und auch größer vorgestellt habe. Ich hätte es nach der Captain Tsubasa-Austellung vor zwei Jahren ahnen sollen können, aber die Tickets dafür waren wenigstens nicht so teuer.

Ein Besuch im Chibiusa-Café durfte dann aber natürlich nicht fehlen (der Merchandise-Laden im Anschluss an die Ausstellung war so überfüllt, dass wir ihn übersprungen haben). „Nur“ 30 Minuten mussten wir anstehen – nichts im Vergleich zu 3, 4 Stunden, die man laut einer Kollegin am Wochenende warten muss und der einen Stunde, die viele, die sich nach uns einreihten, ausharren mussten – bevor man uns an unseren winzigen Tisch geleitete. Das Essen war ganz lecker, wunderschön anzusehen und vollkommen überteuert – also so, wie ich es von Restaurants dieser Art gewohnt bin 😛 Aber 4 Stunden würde ich dafür jetzt nicht anstehen …


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8 Antworten zu [Unterwegs] Die Sailor Moon-Austellung in Roppongi Hills

  1. Anika schreibt:

    Du bist immerhin noch nicht der letzte Japan Blog ^_-
    So wie es bei mir momentan läuft, komme ich vielleicht im September dazu von meinem Besuch zu berichten 😄

  2. Claudia schreibt:

    Vielleicht fand ich es tatsächlich hauptsächlich deswegen noch ganz interessant, weil ich wirklich noch nie Sailor Moon gelesen hatte… ;P

    • nagarazoku schreibt:

      Das wäre in der Tat möglich! Vielleicht hab ich aber auch einfach nur viel zu hohe Erwartungen gehabt ^^;

  3. Pingback: [Unterwegs] Das Katzencafé „Temari no Ouchi“ | Ein Nagarazoku in Japan

  4. Kitty schreibt:

    ich meine mich zu erinnern, dass takeuchi mal über sich selbst in einem interview sagte, extrem faul zu sein, und nie mehr zeichnungen / bilder angefertigt hat, als der seitenzahl der geplanten artbooks entsprach. hauptsächlich war sie in dem interview am rumheulen, dass sie irgendwas dreimal zeichnen musste, weil es dem redakteur / verlagsmenschen nicht gefallen hat. boohoo 😀

  5. Pingback: [Restaurant] Das Final Fantasy Eorzea Café | Ein Nagarazoku in Japan

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