Strandspaziergang

Bild von einem unserer vielen Strandbesuche in 2012

Als Kei und ich noch in Hiratsuka wohnten, lagen Strand und Meer quasi um die Ecke. Mit dem Fahrrad brauchten wir gerade einmal 20 Minuten bis zur Shōnan-Küste, 湘南海岸 shōnan kaigan. Wer viel Energie hat, der kann auf einer extra dafür angelegten Straße die Küste mit dem Fahrrad entlang bis nach Enoshima 江ノ島 fahren. Schade, dass Fußgänger die Straße auch benutzen dürfen 😛

Ja, als wir noch in Hiratsuka gewohnt haben, da waren wir oft am Strand. Mit unserem Umzug vor zwei Jahren hat sich die Zahl beträchtlich reduziert. Und so freute ich mich ganz besonders, als mich das erste Treffen unserer kleinen „Weg mit Geb„-Gruppe seit langem auf eine Einladung hin mal wieder an die Shōnan-Küste führte 😀

Wenigstens ein Mal im Jahr brauche ich einfach diese Mischung aus Sonne, Strand und Meer. Ich bin an der Küste geboren, aber nicht aufgewachsen, weil es meine Eltern auf der Suche nach Arbeit in die Hauptstadt zog. Wir verbrachten trotzdem fast jedes zweite Wochenende bei meiner Familie an der Ostsee – diese Ausflüge fehlen mir hier wahnsinnig. Das Meer in Japan ist eine willkommene Alternative 😉 Der Strand ist nicht so schön weiß – das gibt es wohl auch nur auf Okinawa – und im Sommer das Wasser auch überhaupt nicht schön, eher klebrig und voll mit Algen, aber von Herbst bis Frühling ist die Shōnan-Küste einer meiner Lieblingsorte in Japan.


Links: Enoshima im Hintergrund, davor ein Haufen Surfer.
Rechts: Noch mehr Surfer.

Surfen würde ich wirklich gerne mal ausprobieren, aber wenn ich mir so die Massen angucke, die sich bei passendem Wetter in die Fluten stürzen und sich gegenseitig im Weg stehen …

In Kantō gibt es übrigens nur wenige Orte, an die man seinen Hund mitbringen darf. Orte, an denen es erlaubt ist, quellen daher förmlich über vor Hunden und ihren Besitzern. Mich freut’s 😀 (Faszinierenderweise sind Outdoor-Outlet-Center ein wahnsinnig beliebter Ort in Japan für Hundebesitzer und ihre Hunde. Da die Hunde in die Läden selbst gar nicht rein dürfen und so immer einer der Besitzer draußen warten muss, leuchtet mir nicht ganz ein, warum.)

Schon beim Spaziergang am Strand, aber auch später am gedeckten Kaffeetisch hatten wir viel zu besprechen – immerhin war es lange her, dass wir uns getroffen haben. Viele Neuigkeiten zum „Geb“ gab es allerdings nicht auszutauschen. Die Mühlen der deutschen Bürokratie mahlen ganz besonders langsam und die japanischen Behörden bleiben stur. So bleibt uns nichts anderes übrig, als die Situation weiterhin mit viel Galgenhumor zu nehmen. Und wer weiß? Vielleicht sind wir die Gebs ja nächstes Jahr um diese Zeit schon los. Man wird ja wohl noch träumen dürfen 😉

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