Wie man einen japanischen Arztbesuch überlebt

Ich weiß, die Überschrift ist sehr dramatisch. Aber wer Erfahrungen mit Ärzten in Japan hat, wird mir vermutlich zustimmen. Ich will hier niemandem Angst machen, aber wenn man einen gewissen Standard aus seinem Geburtsland gewohnt ist, und das bin ich, können einen Arztbesuche in Japan konsterniert bis geschockt zurücklassen. Besonders, wenn man nicht weiß, was einen erwartet. Und da ich vor 8 Jahren froh gewesen wäre, wenn mich einer mental auf Arztbesuche hier vorbereitet hätte, tue ich das jetzt für euch. Mann, bin ich lieb 😛 So, was sollte man also wissen oder beachten, bzw. worauf sollte man vorbereitet sein, wenn man in Japan zum Arzt geht?

(Disclaimer: Alles, was ich hier schreibe, beruht auf eigenen Erfahrungen oder Erzählungen von Freunden. Wenn jemand andere Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich über einen Kommentar dazu sehr freuen.)

1. Die Krankenversicherung

Beispiel einer Krankenversicherungskarte der kokumin hoken via agara.co.jp

Ich kenne in Japan zwei Arten, sich zu versichern. Einmal die kokumin hoken 国民保険, die staatliche Krankenversicherung, für die man sich beim Rathaus anmelden kann und dessen monatliche Beiträge auf der Grundlage des Einkommens bestimmt werden. Und dann die Krankenversicherung, bei der einen die eigene Firma anmeldet, wenn man einen Job hat, und für die die Beiträge direkt vom Gehalt abgezogen werden. Unter bestimmten Bedingungen kann man bei dieser Art der Krankenversicherung auch Familienmitglieder mit versichern lassen. Das ist u.a. für Hausfrauen in Japan sehr wichtig. Daneben gibt es noch eine Vielzahl an privaten Versicherungen, die meist eher als Zusatzversicherung fungieren. Ich habe keine Ahnung, ob in Japan eine Versicherungspflicht besteht*, aber besonders als Student sind die Beiträge für die kokumin hoken oft so niedrig, dass man das ruhig in Anspruch nehmen sollte. Noch öfters bezahlt sogar die Austausch-Uni die Beiträge.

*Ein Hinweis aus den Kommentaren von Anika: Als Ausländer muss man sich in Japan versichern, wenn man länger als 90 Tage im Land ist. Das gilt auch, wenn man eine Auslandskrankenversicherung hat.

2. Ohne Japanisch wird es schwer

Ich höre öfters, wie sich Leute, die nach Japan ziehen, ob für begrenzte oder unbegrenzte Zeit, darüber beschweren, dass sie hier mit Englisch nirgends so richtig weiterkommen. Als wäre das in Deutschland anders. Will man in einem Land zum Arzt, hat man es immer, immer leichter, wenn man die betreffende Sprache kann. Da stellt Japan keine Ausnahme dar. Einige Ärzte sprechen Englisch, einige Ärzte können sogar Deutsch, aber darauf sollte man sich auf keinen Fall verlassen. Wer sich den Besuch nicht alleine zutraut, der sollte einen Freund o.ä. mitbringen, der übersetzen kann, ansonsten scheitert man oft schon am Fragebogen über den Gesundheitszustand, den man am Anfang eines Arztbesuchs fast immer ausfüllen muss.

3. Einen Arzt finden

Einen Arzt finde ich persönlich meist, indem ich in Google den betreffenden japanischen Begriff für den Arzt und meinen Stadtteil eingebe. Dann klicke ich mich durch die Homepages, aber auch durch Erfahrungsberichte auf anderen Seiten. Sich von Freunden Ärzte empfehlen zu lassen, mit denen sie zufrieden sind, ist sicher auch keine schlechte Idee. Als Austauschstudent kann man oft auch von seiner Uni Empfehlungen für Ärzte bekommen. Eine Ärztin zur Behandlung zu finden ist übrigens in Japan meist gar nicht so einfach. Der Großteil der Ärzte ist männlich, auch der der Gynäkologen. Für die meisten Untersuchungen habe ich kein Problem mit einem männlichen Arzt, aber als Frauenarzt habe ich dann doch eher lieber einen weiblichen Arzt.

Man unterscheidet übrigens auch in Japan zwischen Arztpraxen und Krankenhäusern, aber die Grenzen, für was man sich wohin begibt, sind doch etwas fließender und beide Arten von Einrichtungen werden häufig als byōin 病院 bezeichnet. Wenn also ein Arbeitskollege fragt, ob man mit der Erkältung nicht als ins byōin gehen wolle, meint er in der Regel nicht das Krankenhaus, wie uns das im Japanischunterricht immer beigebracht wird 😉 Offiziell heißen die Krankenhäuser hier sōgōbyōin 総合病院 und die Arztpraxen meist nur byōin. Auch in den Krankenhäusern werden Routineuntersuchungen vorgenommen, während einige Arztpraxen gewisse Untersuchungen eventuell gar nicht anbieten. So gibt es z.B. Frauenärzte, die ausschließlich auf Schwangerschaften spezialisiert sind und daher weder Krebsvorsorge machen, noch die Pille verschreiben. Anrufen und nachfragen, bevor man umsonst hingeht, kann nie verkehrt sein, zumal viele Praxen auch nach einem Terminsystem arbeiten und man sich dann gleich einen Termin geben lassen kann. Fast alle Ärzte hier in Kanagawa und Umgebung haben übrigens auch mindestens einen Tag am Wochenende geöffnet. Für Routineuntersuchungen muss man also nicht extra einen Tag freinehmen, nur um zum Arzt gehen zu können.

Auch in Deutschland braucht man ja eine Weile, bis man einen Arzt gefunden hat, mit dem man klarkommt. Hingehen, ausprobieren und wenn einen der Arzt nicht passt beim nächsten Mal einen anderen aufsuchen. Mit den Krankenschwestern hier hatte ich bisher noch nie Probleme. Sie waren immer sehr freundlich und überaus hilfsbereit.

4. Die Behandlungskarte

Beim ersten Besuch sollte man natürlich auf jeden Fall die Versichertenkarte nicht vergessen. Auf ihrer Grundlage wird dann häufig eine Behandlungskarte, shinsatsuken 診察券, erstellt, die man zur Weiterbehandlung ab dann anstelle der Versichertenkarte vorzeigt. Für neue Wehwehchen muss man allerdings die Versichertenkarte wieder mitbringen.

5. Die Atmosphäre

Japanische Praxen sind meist klein, in irgendeiner Pastellfarbe gehalten, von oben bis unten mit Plastik ausstaffiert und häufig leider etwas zugemöhlt. Im Behandlungszimmer eines Arztes lagen mal so viele Bücher und Hefter rum, dass ich den Arzt selbst bei betreten überhaupt nicht gesehen habe. Und ich meine nicht die „Oh, sie haben aber viele Bücherregale“-Art von so viele Bücher und Hefter, sondern die, bei der die Bücher und Hefter einfach überall gestapelt werden, auch in riesigen Türmen auf dem Fußboden.

6. Die Untersuchung

Das, was gerade uns Deutsche meist am meisten an Arztpraxen hier in Japan stört, ist der Mangel an Privatsphäre. Als Regel gilt: Je mehr man für die Untersuchung an Kleidung ausziehen muss, umso mehr Privatsphäre bekommt man, aber ultimativ heißt das häufig nur, dass die Schwestern einen Vorhang schließen, um einen vor den Blicken der anderen Patienten zu schützen. Ja, auch beim Frauenarzt. Beim Augenarzt z.B. fanden 90% der Untersuchung nur einen Schritt von anderen Patienten entfernt statt. Nur für die Netzhautfotos gab es einen getrennten Raum, aber bestimmt auch nur, weil der extrem abgedunkelt werden muss. Auch beim Zahnarzt liegt man häufig nur wenige Schritte von den anderen Patienten entfernt und der Arzt huscht zwischen 3 oder 4 Mündern gleichzeitig hin und her. Ich hatte damit zu Anfang ein großes, großes Problem. Mir war die Untersuchung vor anderen Patienten unangenehm und ich hatte das Gefühl, jeder würde mir und dem Arzt zuhören. Mir war das Ganze wahnsinnig befremdlich.

Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, oder besser:  gelernt, damit zu leben. Denn es bringt ja nichts, zum Arzt muss ich hier trotzdem. Und man sitzt mit den anderen Patienten im selben Boot. Auch sie werden vor allen anderen untersucht und man kann den Diagnosen lauschen. Den einzigen Vorteil, den sie eventuell haben, ist, dass sie von klein auf dran gewöhnt sind. Und natürlich, dass sie kein europäisches Gesicht haben, mit dem sie gleich doppelt auffallen und natürlich dreist im Warteraum angestarrt werden 😛 Ich trage beim Arzt oft eine Mundschutzmaske, dann sehe ich wenigstens von weitem so aus, als würde ich dazugehören 😉

Bei den Untersuchungen selbst gibt es immer nur sehr wenig Körperkontakt. So wird bei mir das Herz fast immer ÜBER meinem T-Shirt abgehört und selbst beim Oberkörperröntgen hat der Arzt lieber Minuten damit verbracht, mir zu erklären, wie ich mich hindrehen solle, als mich einmal in die richtige Position zu schubsen. Gesetzlich ist übrigens geregelt, dass immer eine Krankenschwester (sehen wir der Wahrheit ins Gesicht: 99,9% des Krankenpflegepersonals hier ist weiblich) bei der Untersuchung im Raum mit anwesend sein muss, wohl um sexuelle Übergriffe von Ärzten auf Patienten oder auch nur die Anschuldigung, so etwas getan zu haben, vorzubeugen. Ich weiß ja nicht, was hier in einigen Arztpraxen zu abläuft, aber das würde erklären, warum Ärzte nach Möglichkeit auf Körperkontakt verzichten.

7. Die Diagnose

Der einzige Arzt, den ich persönlich bisher getroffen habe, der mir genau erklärte und namentlich nannte, was das Problem bzw. die Krankheit war, ist unser Tierarzt -.- Von dem Rest bekam ich vage bis gar keine Infos (Fallbeispiel 1, Fallbeispiel 2; ich habe noch mehr, hab aber nicht immer über jeden einen Blogeintrag verfasst). Manchmal kann man dem Arzt die Diagnose aus der Nase ziehen, einige bleiben aber auch beim aufdringlichsten Nachbohren wortkarg. Das kann sehr frustrierend sein und auch kontraproduktiv, wenn man der Patientin die Diagnose enthält, ihr dann Schmerzmittel mit lächerlich wenig Wirkstoff mit nach Hause gibt und die Patientin diese Schmerzmittel dann nicht nimmt, weil 60mg einfach mal nichts bringen werden. Hätte der Arzt mir doch nur gesagt, dass er eine Entzündung vermutet und mir daher Antibiotika mitgibt … Zum Glück haben Google und meine Mama für Aufklärung gesorgt, bevor ich die Packung „Schmerzmittel“ entsorgte.

Generell hab ich über die Zeit festgestellt, dass ich mit älteren Ärzten männlichen Geschlechts oft nicht klar komme. Die haben häufig so eine Art einen von oben herab zu behandeln, dass ich mit denen regelmäßig aneinander gerate. Ich weiß nicht, ob da der „Halbgott in Weiß“-Gedanke noch zu stark gelehrt wurde in der Uni. Daher suche ich mir, wenn möglich, einen recht jungen Arzt oder eine Ärztin. Die haben auch kein Problem damit, wenn man ihnen sagt, dass die Medikamente nicht wirken oder man die Diagnose ein wenig anzweifelt, da können die alteingesessenen schon mal etwas grantig werden O_o

8. Zuzahlungen

Auch mit Krankenversicherung hat man als Patient Kosten zu tragen. Mindestens 30%, aber je nach Untersuchung und Behandlung bis zu 100% selbiger nämlich. Meistens halten sich die Kosten in Grenzen (z.B. rund 30 Euro für eine Komplettuntersuchung beim Augenarzt oder 10 Euro für eine Kariesbehandlung beim Zahnarzt), bei größeren OPs hingegen muss man dann schon mal tiefer in die Taschen greifen (bei Kei waren es mal rund 500 Euro für eine OP bei gerade einmal einem Tag Krankenhausaufenthalt). Hier können Zusatzversicherungen Abhilfe schaffen. Bei einem Arbeitsunfall deckt der Arbeitgeber diesen Anteil für den Versicherten ab, man muss es beim Arzt nur als Arbeitsunfall angeben und später den benötigten Antrag auf Arbeit stellen.

9. Medikamente

Japanische Ärzte verschreiben sehr schnell Antibiotika. Das macht Sinn in der Hinsicht, dass es sich viele Leute einfach nicht leisten können, lange Zuhause zu bleiben, denn sie müssen dafür ihre Urlaubstage aufbrauchen. Es geht also bei der Behandlung vor allem darum, den Patienten schnellstmöglich in einen Zustand zu bekommen, in dem er wieder arbeiten gehen kann. Was man davon hält, gleich immer mit Antibiotika vollgestopft zu werden, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich bin davon nicht der größte Fan und „vertröste“ den Arzt mit Antibiotika bei solchen Sachen wir einer Zahnfleischentzündung auf „wenn es in einer Woche nicht besser ist“. Kommt natürlich auch darauf an, wofür man sie bekommt, oftmals braucht man sie ja auch!

Weiterhin wird einem, setzt man sich ein wenig mit der Materie auseinander, auffallen, dass japanische Medikamente häufig geringer dosiert sind als unsere deutschen. Auch das macht wieder Sinn, dann die Dosierung hängt ja meistens vom Körpergewicht ab und Japaner wiegen im Durchschnitt einfach weniger. Wenn mich der Arzt für eine Dosierung nicht nach meinem Gewicht fragt, weise ich meist von selbst noch mal darauf hin, dass ich etwas mehr wiege, als die Durchschnittsjapanerin. Dann wird ab und an noch mal nach oben korrigiert. Ein Kollege von mir durfte seine Angina extralange mit sich rumschleppen, weil der Arzt ihn wie einen durchschnittlich schweren Japaner dosiert hat und die Medikamente so einfach keine Chance hatten.

Die Medikamente bekommt man beim Arzt selbst, wenn er sie auf Vorrat hat, und sie werden dann auf die Rechnung draufgeschlagen. Oder aber man begibt sich in eine yakukyoku 薬局, eine klitzekleine Apotheke, die sich meist gleich neben einer Arztpraxis befindet. Nicht zu verwechseln mit kusuriya 薬屋, die eher so etwas wie unsere Drogerien sind. Medikamente, die nicht verschreibungspflichtig sind, kann man dort allerdings in großer Auswahl erhalten.

Man erhält die Medikamente übrigens abgezählt, so dass sie genau bis zum nächsten Termin beim Arzt reichen, und keine Tablette mehr! Statt die Tabletten in der Originalverpackung auszuhändigen, werden sie in ein Tütchen umgefüllt, statt dem Beipackzettel bekommt man eine abgespeckte Erklärung mit Bild, die kaum was über Nebenwirkungen aussagt. Ich schlage die Medikamente dann meist online nach. Den Namen in Katakana auf Wikipedia eingeben, und wenn man immer nur noch Bahnhof versteht, einfach den zugehörigen deutschen oder englischen Wikipedia-Eintrag anklicken und schon weiß man genauer, was man da in der Hand hält (und manchmal auch dann erst, was der Arzt bei einem vermutet, siehe die Story mit den „Schmerztabletten“, die Antibiotika waren). Meiner Zimmergenossin an der Tōkai hatte man damals bei einer Mittelohrentzündung auch Allergietabletten mit ins Tütchen geschummelt, obwohl sie protestierte, sie hätte ihre eigenen und würde daher keine brauchen. Durch ein wenig Recherche ließ sich herausfinden, welche die Allergietabletten in der Tüte waren und sie hatte so wenigstens die Freiheit zu entscheiden, ob sie diese zusätzlich zu ihren eigenen nehmen wolle oder nicht. Der Grad an Entmündigung hier ist in der Hinsicht auch etwas, was manchmal etwas schwer zu schlucken ist …

Sind die Medikamente dann aufgebraucht, hat man meist schon den Termin zur Nachuntersuchung. Behandlungskarte nicht vergessen und dann geht der Spaß von vorne los 😛

Und das ist erst einmal alles, was mir zu einem Arztbesuch in Japan einfällt. Der Eintrag ist doch etwas länger geworden, als erwartet XD Ich hoffe, der Beitrag hilft dem einen oder anderem weiter und ich freue mich, wenn ihr in den Kommentaren eure Erfahrungen – ähnlich oder vollkommen anders – teilt 😉

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12 Antworten zu Wie man einen japanischen Arztbesuch überlebt

  1. Klaus Kettner schreibt:

    Mein erster Arztbesuch (eigentlich der meines Sohnes) war bei einem Allgemeinarzt in Kyoto, der Arzt sprach gutes Englisch und war mir deshalb empfohlen worden. Ein japanischer Bekannter war dabei, das wäre aber nicht notwendig gewesen.

    Die Arztpraxis hatte insgesamt (Warte“zimmer“, Miniapotheke, Behandlungszimmer) ungefährt die Größe eines typischen deutschen Wohnzimmers – geschätzt 20 m². Im Wartezimmer ein Fernseher mit Kochshow und ein paar Omis, die – wie wir – brav unsere Hausschuhe angezogen hatten. Zwischen Wartezimmer und Behandlungszimmer eine kleine Apotheke, gleichzeitig das Verwaltungsrefugium der Arzthelferin. Der Vorrat an Medikamenten sah aus, als würde man damit 95% der japanischen Standarderkrankungen heilen können. Das Arztzimmer selbst, war ca. 8-10 m² groß und vollgestellt mit allem was die Medizinindustrie zu bieten hat und was Pharmavertreter so da gelassen hatten. Irgendwie hat sogar noch eine Liege und ein Schreibtisch reingepasst, der Schreibtisch war allerdings nur bis DIN A4 zugelassen.

    Alles in allem sagen wir mal „ungewöhnlich“. Aber davon abgesehen, schien mir die Diagnose des Arztes sehr kompetent. Die Medikamente waren vorrätig und meinem Sohn ging es daraufhin schon am Nachmittag wesentlich besser. Der Arzt hat uns ca. 30 Minuten lang ohne jede Hektik behandelt (inkl. Abhören durchs T-Shirt) und wir haben für Behandlung und Medikamente ca 12000 ¥ bezahlt (wir sind in Japan nicht krankenversichert). Alles in allem waren wir zufrieden.

  2. Anika schreibt:

    Man muss sich Krankenversichern sobald man laenger als die 90 Tage im Land bleibt.
    Das ist gesetzlich vorgeschrieben, selbst wenn man wegen Working Holiday Visum sowieso ne Auslandskrankenversicherung hat.
    Allerdings lassen einen die Aemter meist gehen, wenn man als Auslaender nur Bahnhof versteht. So nach dem Motto „Naja.. bleibt ja nur ein Jahr“..
    Wenn man dann allerdings doch laenger bleibt, kommt es gerne zu ueblen Problemen, wenn man nicht gezahlt hat.

  3. Michelle schreibt:

    Medikamentenmäßig wird man aber auch in Deutschad entmündigt, zumindest im Krankenhaus. Da bekommst du son Plastikdings, in dem für morgens, mittags und abends lauter Pillen für dich drin sind und die sollst du auch brav nehmen. Ich hab gefragt, was das alles ist. Reaktion: erstaunter Blick und die Aussage „Das hat der Arzt Ihnen verordnet“. Ich musste schon wirklich drauf dringen, bis mir endlich gesagt wurde, was das alles ist.
    Als ich dann auch noch entschied, einige Pillen nicht zu nehmen, war ich vermutlich der bööööseste Patient der ganzen Station. Nein, des ganzen Krankenhauses! Böse Michelle! 😀

    • nagarazoku schreibt:

      Oh Gott ja, deutsche Krankenhäuser, da hab ich auch so einige Storys erlebt und erzählt bekommen … *kopfschüttel* Mit meinen Ärzten in Deutschland war ich soweit zufrieden, aber ich hab natürlich auch mehr als 20 Jahre Zeit gehabt, mir jeweils einen vernünftigen Arzt zu suchen. Mit denen musste ich nie über Medikamente oder so diskutieren. da sind Krankenhäuser natürlich noch mal was anderes, denn da kann man sich den Arzt meistens ja nicht aussuchen :S

  4. Claudia schreibt:

    Die カルテ ist die Krankenakte, was du meinst ist 診察券. 🙂
    Ansonsten: Ältere männliche Ärzte sind mir ein Graus. Die scheinen generell zu denken man sei komplett bescheuert… :/

    • nagarazoku schreibt:

      Echt? Meine Ärzte nennen das Ding immer カルテ O_o Vielleicht ist das so ein fließender Begriff hier in Kanagawa 😛 aber dnake für den Hinweis, ich mach in meinen Post mal einen vermerk rein 😉

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