[Unterwegs in Japan] Am Isehara Daijingū

Eines meiner Ziele für das Jahr 2015 ist, die shuin 朱印 der Schreine in mein shuinchō 朱印 zu sammeln, die ich in all meinen Aufenthalten hier in Japan bereits besucht habe, aber noch nicht um ein shuin bitten konnte, weil ich damals noch nichts von shuinchō wusste.

Einer der Schreine auf meiner Liste war der isehara daijingū 伊勢原大神宮. Ich kann mich noch ganz genau an meinen ersten Besuch an diesem Schrein erinnern. Es war ein unglaublich verregneter Samstag zu einer unmenschlich frühen Uhrzeit. Kei und ich waren von der Mutter des Mädchens, dem ich Deutschunterricht gab, zu einer Teezeremonie eingeladen worden. Wie so oft damals fand ich erst beim Stampfen durch die Pfützen, die der heftig auf uns niederprasselnde Regen verursachte, auf der Suche nach dem Veranstaltungsort heraus, dass meine Schuhe nicht wasserfest waren. Ich hatte natürlich keine Wechselsocken dabei und Isehara ist ein Dorf, da gab es keinen Laden, in den ich mal schnell hätte reinhuschen und welche kaufen können. Fantastisch! In nassen Socken zu einer Teezeremonie! Von selbiger weiß ich nur noch, wie unwohl ich mich gefühlt habe. Ich fror und mir war es unglaublich unangenehm, da mit nassen Füßen auf den tatami rumzulaufen. Ich wollte einfach nur, dass die ganze Veranstaltung so schnell wie möglich vorbei ist.

Als wir, ich immer noch in nassen Socken – diese scheiß Dinger sind einfach nicht getrocknet – wieder ins Freie gingen, hatte der Regen aufgehört. Und als ich im Uniqlo am Bahnhof ein neues Paar Socken erstand, ging es mit meiner Laune auch wieder bergauf. Dann entdeckte ich das Tor zum daijingū, und weil es irgendwie Verschwendung von Fahrtgeld gewesen wäre, nur für die Zeremonie bis nach Isehara zu fahren, zerrte ich Kei dorthin.

Dank des Regens waren wir damals die einzigen an dem Tempel. Ich war sehr beeindruckt von dem Gelände, schoss einige Photos und erstand einen Glücksbringer.

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Dieses Mal war uns das Wetter gewogener. Ich traf mich mit Kei in Isehara, nachdem er an einem Samstag früh noch mal in die Firma musste, um liegen gebliebenen Kram zu erledigen.

Der Schrein hinterlässt bei Sonnenschein natürlich einen viel freundlicheren Eindruck und ich hatte sehr viel mehr Lust, mich auf dem gesamten Gelände umzuschauen, während man mir mein shuin einstempelte. Außerdem hab ich wirklich lange keinen Glücksbringer mehr gekauft und es wurde langsam mal wieder Zeit.

 

Das Symbol des daijingū sind übrigens zwei eierförmige Kreise. Auf der Homepage steht „Kreise“, ich finde, sie sehen aus wie Eier. Sie symbolisieren das Innere und das Äußere des Schreins, sowie den Menschen und die Natur. „Beides statt nur einem“,  「ひとりよりふたり」「ひとつよりふたつ」, das Motto für ein friedliches Zusammenleben. Sehr poetisch … glaube ich 😛

Und das hier ist übrigens der shuin:

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Gott, wie ich auf die Designs stehe!

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4 Antworten zu [Unterwegs in Japan] Am Isehara Daijingū

  1. altesweibsbild schreibt:

    Lernfaktor: Immer Wechselsocken einstecken 😀
    Herzliche Grüße♥

    • nagarazoku schreibt:

      Oder gleich in ein gutes Paar Regenstiefel investieren, das lohnt sich hier in Japan schon allein für die Regenzeit auf jeden Fall XD

  2. Tabea schreibt:

    Definitiv Eier! 😀

    Hach, deine Kamera fängt die Farben echt immer toll ein.

    • nagarazoku schreibt:

      Nicht wahr??? Ich liebe meine Kamera! Ist die Sony Cyber-Shot DSC-RX 100, falls du dich mal nach einer neuen Kamera umschauen solltest 😉

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