[Unterwegs] Zum Ninja-Festival in Odawara

Wenn normale Leute auf die Tokyo Game Show gehen, versuchen sie, sich durch alle 8 Hallen zu schlagen und so viele Spiele wie möglich anzuspielen. Wenn das Nagarazoku zum ersten Mal in ihrem Leben auf die Tokyo Game Show geht, segelt sie bereits beim Einlass die Treppen runter, verbringt den Großteil der Öffnungszeit im Krankenzimmer und den Rest der Zeit ausschließlich an Spielen, die man sitzend ausprobieren darf, bevor sie endlich von ihrem Mann abgeholt wird, der extra die 2 1/2 von seiner Arbeit bis nach Chiba gekommen ist. Und ich war nicht mal selbst Schuld, ich wurde tatsächlich die Treppe runtergerempelt! Danke noch mal an das Arschloch dafür! Irgendwann finde ich dich!

Und da ich nun für die nächsten Tage mobil noch etwas eingeschränkt bin und erst am Mittwoch den ersten Versuch wagen werde, mich zur Arbeit zu schleifen, ist das doch eine tolle Gelegenheit, ein paar Blogposts aufzuholen … also so einen 😛

Ende August besuchte mich eine ehemaligen Kommilitonin aus Deutschland, die hier in Japan an ihrer Doktorarbeit arbeiten will. Und da man als arbeitendes Mitglied der japanischen Gesellschaft für seine Freunde wenn überhaupt nur am Wochenende Zeit hat, ging es mit ihr und Kei an einem Samstag nach Odawara 小田原, wo ganz überraschend sogar ein kleines Festival stattfand:

Das fūma matsuri 風魔まつり. Fūma war der Name einer Gruppe Ninja-Kämpfer der sengoku-Zeit unter dem daimyō Gohō Hōjōshi, 後北条氏, dessen Sitz sich in Odawara befand. Wir stolperten also geradewegs in ein Ninja-Festival 😀 Bisher allerding noch ein sehr kleines, definitiv ausbaufähiges Festival (es gab nicht einmal einen taiyaki-Stand T^T), aber wir hatten unseren Spaß!

Ein paar typische Ninja-Waffen durfte man für ein geringes Entgelt tatsächlich ausprobieren. Es gab Stände für Kinder (kleinere Waffen, einfacher zu treffende Ziele) und Stände für Erwachsene, an denen wir uns vollkommen dämlich anstellen durften 😛 Bogenschießen ist schwieriger, als es einem Katniss glauben machen will!

Ein paar Futterstände gab es auch, aber es war nichts dabei, was ich jetzt unbedingt ausprobieren musste. Bevor wir kamen, gab es wohl auch ein paar ninjutsu-Vorführungen. Sehr schade, dass wir die verpasst haben, die hätten mich wirklich wahnsinnig interessiert! Da muss ich wohl nächstes Jahr noch mal wiederkommen 😉 Und das war es dann auch schon vom Festival! Wie gesagt; es war recht klein.

Den Rest der Zeit spazierten wir die Parkanlage um das Odawara-Schloss ab. Ins Schloss selbst ging es nicht, weil es zum einen schon recht spät war und ich persönlich zum anderen die Ausstellung im Schloss jetzt auch nicht so spannend finde.

  

Der Schrein auf dem Gelände des Odawar-Schlosses war übrigens voll mit solchen ema:

„Bitte mach, dass ich auf das Arashi-Konzert gehen kann!“ – „Ich will mit Arashi zusammen ihr 15-jähriges Jubiläum feiern!“- „Ich will Tickets für das Konzert im Dezember gewinnen! Ich bin doch so ein großer Fan!“

Der Name des Schreins ist hōtoku ninomiya jinja 報徳二宮神社, und da eines der Mitglieder Arashis „Ninomiya“ heißt, ist dieser Schrein Pilgerstätte von wunschgebeutelten Arashi-Fans.

Im Anschluss ging es noch zum shabu shabu. Ja, ich sehe immer so glücklich aus beim Essen (*^.^*)

Ich erinnere mich gerade, wie unglaublich heiß es auch an diesem Tag wieder war. Zum Glück haben wir endlich Spätsommer! Kaum noch Zikaden, morgens und abends kühl, tagsüber fantastisch angenehm und viel, viel Sonne. Damit: Einen frohen Herbstanfang! 😉

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