Ein Abschied

Als ich mich am Nachmittag mit unserem Dobermann auf den Weg zum Tierarzt machte, hätte ich nie damit gerechnet, dass ich abends nur noch mit Leine und Geschirr nach Hause zurückkehren würde. Eine Woche ging es ihr schon nicht so richtig gut. Eine Magenverstimmung oder Blasenentzündung vermuteten wir, im Höchstfall Nierensteine. Letztendlich war es ein Tumor, der mit Hauptschlagader und Rückgrat verwachsen und daher inoperabel war. Die körperlichen Beschwerden, die er ihr bereitete, waren einfach zu schlimm und wir hatten keine andere Wahl als ihr Leiden beenden zu lassen.

5 Jahre war Kira gerade einmal alt. Ohne den Tumor hätte sie mindestens doppelt so lange gelebt. Dass unser inzwischen 17-jähriger Yorkshire Terrier sie mal überleben würde, hätte sicher keiner von uns gedacht. Seinen Hund von einem auf den anderen Tag zu verlieren, wobei wirklich keiner von uns damit gerechnet hatte, war natürlich ein Schock für die gesamte Familie. Und auch die erste Nachricht, die ich Kei nach unserem Wiedersehen am Flughafen übermitteln durfte. „Hallo Kei, schön dass du da bist. Kira musste vor einer Stunde eingeschläfert werden.“ Die Stimmung hier bei uns kann man sich sicher gut ausmalen. Ich will natürlich nicht, dass Kei seinen Urlaub hier ausschließlich in Trauerstimmung verbringt und wir unternehmen jeden Tag etwas, aber ich muss zugeben, dass ich nicht so viel Spaß daran habe und nicht so sehr bei der Sache bin wie letztes Jahr.

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11 Antworten zu Ein Abschied

  1. Tabea schreibt:

    Das tut mir wirklich ganz schrecklich leid für euch. Ich bin mir sicher, dass Kei verstehen wird, dass du bedrückt bist. Nimm dir deine Zeit zu Trauern.

    • nagarazoku schreibt:

      Kei hat zum Glück ganz, ganz viel Verständnis dafür, immerhin hat er die Dicke auch sehr lieb gehabt und das hat ihn genauso geschockt wie uns -.- Vom Timing her kann man es auch positiv sehen: wenigstens war ich die letzten Nächte nicht allein 🙂

  2. Michelle schreibt:

    Auwei, das ist hart. Mein Beileid.
    Ich kann mich noch ganz gut an das leere Gefühl erinnern, als ich meine beiden Kaninchen am selben Tag habe einschläfern lassen müssen. Und irgendwie ist auf einmal die Wohnung so eigenartig groß…

    • nagarazoku schreibt:

      Oh ja, das ist so schlimm, man hat sich doch mit seinen Tierchen auch einen Alltag aufgebaut, und sei es nur die Möhre am Abend oder das Gassigehen vor dem Duschen. Da fehlt einem richtig was, die Lücke muss man erstmal wieder füllen -.-

  3. Anika schreibt:

    Das tut mir leid 😦 Es ist immer so schlimm ein Tier zu verlieren und besonders schlimm, wenn man sich nicht darauf vorbereiten kann.
    Ich wuensche dir alles Gute!

  4. Cori-chan schreibt:

    Musste grad fürchterlich weinen wo ich das gelesen habe und dann noch diese süßen Bilder von Kira. Ich weiß wie du dich fühlst es tut mir schrecklich leid. Ich hab in meinem Leben auch schon meine zwei geliebten Katzen und Hunde verloren. Im Herzen leben sie aber weiter… Der Schmerz ist unbegreiflich… Da muss ich auch gleich wieder an mein Basty denken der bei meinem Ex geblieben ist. Sowieso immer und oft, schmerzt auch sehr. Ach… fühl dich einfach mal ganz feste gedrückt!

    • nagarazoku schreibt:

      Vielen lieben Dank für deine lieben Worte :3 Diese Racker wachsen einem wirklich so unglaublich ans Herz, da ist jeder Verlust sehr, sehr hart -_- Das mit deinem Basty tut mir auch sehr Leid für dich, das muss sehr schwer sein :/

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