[Unterwegs] Auf Safari

Mit dem für vorgestern/gestern (da war sich der Wetterbericht am Freitag noch nicht so sicher) angekündigten Taifun in Aussicht wollten wir den Samstag so gut wie möglich nutzen. Zudem stand uns das Auto meiner Schwiegereltern zur Verfügung, also durfte es auch ruhig in eine Richtung gehen, die vielleicht mit Bahn nicht so gut zu erreichen ist.

Nachdem wir uns gegen den shira ito-Wasserfall, 白糸 の滝 shira ito no taki, entschieden hatten, weil Regen an dem Tag nicht auszuschließen war, und auch gegen ein onsen 温泉, weil die meisten onsen nach Geschlechtern getrennt sind und man dann als Pärchen nicht viel voneinander hat, fiel unsere Wahl auf den Fuji Safari Park. Mit 2.700 Yen pro Person kein billiges Vergnügen, aber das ist es in Japan ja eh nie. Da man zumindest die Hälfte des Parks in seinem eigenen Auto bestreiten konnte, würde uns auch plötzlicher Regen nichts ausmachen, und sollte der Regen zu stark werden und der Park dadurch geschlossen sein, wären wir in der Nähe des Outlet Centers in Gotenba 御殿場, wo man seine Zeit dann auch ganz gut verbringen kann :3

Der Safari-Park unterteilt sich in zwei Bereiche: den Wildgehegen, die man nur in seinem eigenen Auto oder einem Safari-Bus bestreiten darf, und dem Streichelzoo, in dem man auf Schuster Rappen zwar nicht alle, aber doch viele Tiere auch wirklich streicheln kann.

Die Wildgehege:

Einige Tiere durften frei zwischen den Autos herumrennen, andere, wie die Geparden, waren eingezäunt und hatten damit zum Teil wirklich erschreckend wenig Platz für einen Safari-Park O.o

Die Wagen im Zebraoutfit waren die Ranger, die für eventuelle Notfälle bereitstanden. Der Nashornpo gehört zu einem der parkeigenen Busse, in denen man ebenfalls die Tour bestreiten konnte. Ich fand unser Auto gemütlicher, als Fahrer würde ich da aber vielleicht anders denken 😛

 

Ist man mit dem Teil des Parks durch (und das kann eine Weile dauern, denn natürlich darf man durch die Wildgehege nicht mit Karacho durch), kann man sein Auto parken und sich zu Fuß auf in den Streichelzoo machen.

Nicht alle Tiere im Streichelzoo darf man streicheln – die Hyänen z.B. waren hinter Glas 😛 Aber es gibt ein Hunde-, ein Katzen- und ein Kaninchenhaus. Jedes kostet jedoch noch mal 500 Yen extra Eintritt pro Person für eine halbe Stunde. Wir sind ins Hunde- und Katzenhaus gegangen, beim Kaninchenhaus war uns die Wartezeit zu lang. Letztendlich waren in beiden Gebäuden die Hunde und Katzen jeweils komplett überspielt und hatten absolut keine Lust auf weiteren Kontakt mit Menschen. Die Hunde sind daher konstant weggelaufen und die Katzen haben ihre Krallen ausgefahren :/ Gut, war zu erwarten. Nur ein Hund „erbarmte“ sich und kuschelte 5 Sekunden mit mir 😛 Kei war einfach nur zufrieden, dass er viele Katzenphotos schießen konnte 😄

 

Das Katzenhaus war komplett überfüllt und die Katzen froh, wenn man sie schlafen ließ und einfach nur ein paar Photos schoß.

Sehr viel „kooperationsbereiter“ waren die Kängurus, die man für 50 Yen die Schale füttern konnte.

Allein dafür hat sich der Besuch doch irgendwie schon gelohnt 😛 Und auf dem Weg zurück zum Auto zeigte sich auf der Fuji-san. Dass der sich mal unter der Spitze einwolkt, sehe ich auch selten 😄

Am nächsten Tag ließ der Taifun zum Glück auch noch auf sich warten, so dass wir noch schnell ein paar Einkäufe erledigen und DVDs ausleihen konnten. Man will auf einen Tag, an dem man das Haus besser nicht verlässt, gut vorbereitet sein.

Der Wetterbericht kündigte den Taifun dann für gestern rund 15:00 an, bei uns schlug er aber schon irgendwann am frühen Morgen auf. Wir hatten Glück, aber viele Gebiete, auch bei uns in der Nähe, mussten aufgrund von überlaufenden Flüssen und starken Beschädigungen an Gebäuden evakuiert werden. Der Wetterbericht sprach von teilweise „beispiellos starken Regenfällen“. Besonders in Kyōto soll es einige Gebiete heftig getroffen haben. Ein paar meiner Kollegen mussten, obwohl Feiertag war, zur Arbeit um Einstellungsgespräche abzunehmen. Na, da werden sich beide Seiten aber gefreut haben. Zum Glück dürfte der Rückweg angenehmer gewesen sein, denn bereits am frühen Nachmittag schien bei uns die Sonne und ich konnte meine Wäsche zum Trocknen nach draußen hängen :3

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