Der Umzug ist vollbracht und nach dem Papierkram ist vor dem Papiekram

Auf Arbeit sind die letzten Renovierungsarbeiten noch im vollen Gang, aber unsere Arbeitsplätze sind fertig und so konnten wir gleich am Montag wieder in den Alltag starten. Und wie ich befürchtet hatte: Es ist verdammt laut! Während auf der Nordseite rund 50 Mitarbeiter ihrer Tätigkeit nachgehen, sind es bei uns 100, die Hälfte davon ständig am Telefon. Manchmal kann ich mich selbst nicht denken hören. Und wofür war das Ganze noch mal? Ach ja, Platz für mehr Meetingräume. Hm, wir hatten fünf, wir bekommen fünf, und sie sind alle exakt so groß wie die Meetingräume davor. Irgendwie geht die Rechnung nicht auf. Hoffen wir, dass die Lounge den Erwartungen entspricht, um wenigstens ein paar der derzeitigen Unannehmlichkeiten wieder gut zu machen.

Letzte Woche habe ich ganz spontan an einem von der Firma bezahlten Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen. Eigentlich hatte mein Supervisor sich dafür angemeldet, konnte dann aber nicht, und hey, ich nehme mit, was ich kriegen kann. Der Kurs war auf Japanisch, ich habe alles verstanden und meine Puppe hat überlebt, was will man mehr von einem solchen  Kurs? ^^ Demnächst bekomme ich noch eine Teilnahmebestätigung, wenn ich dann innerhalb eines gewissen Zeitraums meinen Führerschein in Japan machen würde, kann ich mir den Erste-Hilfe-Kurs dann sparen!

Das Wetter die letzten Tage ist unstabil mit heißer Sonne, Regen, der die sowieso schon hohe Luftfeuchte nur noch weiter in die Höhe treibt, und Gewitter. Ein Gewitter letzte Woche hat bei uns in der Firma gleich mal für Stromausfall gesorgt O.o Das ist der Nachteil daran, wenn alle Stromleitung überirdisch verlaufen …

Meine Eheunterlagen aus Deutschland sind inzwischen angekommen. Meine Güte, das ging echt schnell! Offiziell heiße ich jetzt also Frau K. Jedenfalls eigentlich. Erstmal muss ich meine Pässe anpassen, was ich zwar auch in Japan tun kann und ich auch eigentlich gewillt war zu tun, denn ich wollte mein Ehegattenvisum dann auch gleich in meinen neuen Pass eintragen lassen. Da das aber laut Immigrationsbehörde mindestens 3 Monate dauern wird, kann ich das wohl trotz 3 Wochen nach hinten verschobenen Flug vergessen. Und dabei hatte ich doch gehofft vor meinem Rückflug alles in Sack und Tüten packen zu können..Gut, ich kann das Ehegattenvisum auch aus Deutschland beantragen, ist dann mit dem Certificate of Eligibility ein Schritt mehr. Aber dann brauche ich hier auch meinen Pass nicht unbedingt anpassen, in Deutschland geht das schneller, billiger und in Bürgerämtern genau bei mir um die Ecke und nicht eine Weltreise nach Tōkyō entfernt. Allerdings würde ich auch gerne langsam aus dieser Identitätskrise zwischen Geburtsnamen und meinem „neuen“ Namen raus. Denn eigentlich bin ich Frau K., aber eigentlich auch nicht. Aaaaaaah!!!

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