Und was macht das Praktikum jetzt?

Zwei Monate sind es nun bald schon, die ich in meinem Praktikumsbetrieb arbeite. Inzwischen habe ich mich an das meiste gewöhnt und auch die Arbeit ist interessanter geworden. Unser neuer Abteilungsleiter spricht nämlich kein Wort Japanisch, und seit ich ein paar Mal für ihn gedolmetscht habe, hat auch der letzte Dödel nun mitbekommen, dass ich Japanisch kann, und so kriege ich Aufträge aus den verschiedensten Abteilungen. Übersetzungs- und Dolmetscheraufträge, Programmieranfragen, Meetingvorbereitungen und auch einige Laufburschenjobs. Aber hey, besser als nichtstuend rumzusitzen und sich schlecht zu fühlen. Zudem soll ich nun auch immer das Telefon meines direkten Chefs beantworten, wenn er nicht am Platz ist O.o Hab immer noch voll Herzklopen, wenn das Teil losklingelt, da mein keigo 敬語 (förmliches Japanisch) ja doch noch nicht ganz so fließend von der Zunge geht. Aber ich habe das Gefühl, mit jedem Anruf komme ich immer weniger unhöflich rüber XD Und wenn ich nicht ständig „Ich hab hier eine etwas langweilige Aufgabe für dich…“ als Ankündigung von meinem supervisor bekomme, kann das schon die Motivation ordentlich beeinflussen.

Anstrengend ist meine Woche trotzdem. Morgens um 6 Uhr geht es raus, 7.55 Uhr in den Bus, entweder die Bahn 8.20 Uhr oder 8.29 Uhr, dann von 9.20 Uhr bis 18.00 Uhr im Büro, zwischendurch eine Stunde Mittagspause. Mein Supervisor achtet in letzter Zeit sehr darauf, dass wir Praktikanten keine Überstunden schieben (Na, hat da jemand Ärger bekommen? :P), so bin ich meistens gegen 19.30 Uhr Zuhause. Jetzt denken wir uns mal noch die typischen Überstunden dazu und zack, vom karōshi 過労死 („Tod durch Überarbeitung“) nur noch einen Sprung entfernt -.- Ich bin so schon abends immer fix und fertig und schaffe gerade mal noch Abendessen (Kei kocht jetzt immer :3 ), ein paar Mails fertig schreiben und unter die Dusche. Gegen 23.30/24.00 Uhr falle ich meistens schon todmüde um.

Am Wochenende versuche ich, an meiner MA-Arbeit dranzubleiben – klappt mal mehr, mal weniger, aber jeder geschriebene Satz ist ein Satz, um den ich mir nach dem Praktikum keine Gedanken mehr machen muss.

Ansonsten haben Kei und ich einen Wochenendtrip für den Juni nach Nikkō 日光 geplant und beide extra einen Freitag dafür freigenommen (*^.^*) Müssen ja irgendwie die eigentlich für die Golden Week geplante Reise nachholen! Wenn das Zimmer nur halb so wunderbar ist, wie es auf dem Photo aussieht, wird es ein mehr als erholsames Wochenende 🙂

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