[Unterwegs] Huldigt dem Eisenschwengel!

Am ersten Sonntag im April findet in Kawasaki 川崎 das Kanamara-Fest かなまら祭り statt, welches sich wortwörtlich mit „Fest des Eisenphallus“ übersetzen lässt, und zwar am Kanayama-Schrein 金山神社 in unmittelbarer Nähe des etwas bekannteren Kawasaki Daishi 川崎大師, den ich vor rund einem Jahr mit Julia besucht habe.

Der Kanayama-Schrein ist weitaus kleiner, als man es bei einem Festival dieser Ausmaße vermuten würde. Das lässt darauf schließen, dass das kanamara matsuri irgendwann als Lokalfestivität begonnen und langsam aber sicher an Interesse besonders unter Touristen gewonnen hat. Man feiert Fruchtbarkeit und Harmonie für Pärchen, aber eigentlich wollen alle doch nur den pinken Schwengel sehen, oder? 😛 Da das Fest dafür verwendet wird, Geld für die Unterstützung von AIDS-bezogenen Projekte zu sammeln, sei alles recht, was recht ist 😉

Dieses (?) Jahr platzte der Schrein jedenfalls aus allen Nähten und zwischendurch war mir ehrlich gesagt doch etwas mulmig. Recht ruppig ging es zu, sowohl vor den Statuen als auch an den Süßigkeitenständen. Nicht, dass uns das von irgendwas abgehalten hätte, aber ich glaube, nächstes Jahr brauche ich das nicht noch mal.

Na, ist das nicht schön voll? Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich einen Japaner zusammengestaucht, weil er nicht aufgehört hat von hinten zu schieben, obwohl es vorne einfach nicht mehr weiterging. Er löste sich danach wohl in Luft auf, auf jeden Fall wart er nicht mehr gesehen 😛

Nachdem die Penisstatuen davongetragen wurden (Keine Sorge, durch einen glücklichen Zufall habe ich nochmal recht tolle Photos von ihnen schießen können, die gibt es gleich) und wir an einer bescheiden doofen Stelle zum Bestaunen standen, warfen wir uns erst mal in den Kampf um die Süßigkeiten. Ziel: Penislollis! Für 600 Yen pro Schwengel erkämfte uns Nora welche – der Preis tut gar nicht mehr so weh, wenn man weiß, dass das Geld einem guten Zweck dient 😉 Es gab übrigens auch noch vieles anderes zu erstehen: T-Shirts, Schlüsselanhänger, Glücksbringer und mehr.

Tja, und dann? Penisparade nicht richtig gesehen, Hälfte der Gruppe im Gewühl verloren und keine Change irgendeinen geeigneten Treffpunkt in diesem Gewusel zu finden, Magen hing in den Kniekehlen … Wir entschieden und also dazu, zum Daishi zu laufen, uns dort mit der Gruppe zu treffen und was zu futtern. Und als wir da ganz in Ruhe Richtung Daishi liefen, sah ich auf einmal in der Ferne etwas Pinkes vor uns herwandern O.o Die Parade ging Richtung Daishi!!! Und da das offensichtlich nicht alle wussten, konnte ich dann auch endlich einen Blick auf die Prachtkerle werfen:

  Und damit war ich eigentlich zufrieden XD Meine Mitstreiter auch und nach einem ordentlichen Essen traten wir auch vergleichsweise früh den Rückweg an. Glück für uns, denn die Tōkaidō-Linie glänzte mit 45 Minuten Verspätung -.- Wenigstens hatten wir Sitzplätze …

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