Da bin ich wieder!

Zurück in Japan seit Samstag. Da mein Praktikum erst nächste Woche beginnt, ist noch nicht viel passiert, aber ein wenig was zu erzählen gibt es trotzdem 😀

Mein Flug ging am Freitag. Mit der Lufthansa von Berlin nach Frankfurt, mit ANA dann von Frankfurt nach Haneda. Alles ohne große Vorkommnisse, außer, dass ich für den langen Flug ganz unverhofft in die Economy Plus-Klasse wechseln durfte, da ein Herr getrennt von seiner Frau platziert wurde, die beiden aber gerne zusammen sitzen wollten und da sogar der Tausch mit meinem Sitz in der Holzklasse genehm war O.o Ich konnte meine Beine KOMPLETT gerade nach vorne strecken! Ich hatte eine Fußstütze und extrabreite Armlehnen und bin nicht einmal gegen die Ellenbogen meiner Sitznachbarn gestoßen! Der Sitz an sich fühlte sich generell auch etwas breiter an. Vielleicht war es auch nur wohlwollende Einbildung :3 Mensch, so kann ich mich doch so nie wieder in der Economy-Normalscheißklasse wohlfühlen T^T

Mit dem Entertainment-Programm war ich soweit auch zufrieden. Es gab viele neuere Filme wie „Skyfall“ oder „Life of Pi“, die mich persönlich jetzt weniger interessiert haben, aber dafür kann ANA ja nichts. Sie hatten aber auch eine Menge Klassiker wie „Back to the Future“ oder „Mrs. Doubtfire“ im Programm – die kann man immer gucken. Und da ich meine Rückenlehne ordentlich nach hinten verstellen konnte, konnte ich sogar ein wenig schlafen zwischen den einzelnen Filmen (*^.^*)

Dann Landung in Haneda. Vom Einreiseprozedere her ging alles sehr viel schneller als in Narita, wo man teilweise 1 Stunde anstehen muss. Ganz neu: Die Alien Registration Card wurde letzten Sommer durch die Residence Card ersetzt, die man gleich am Flughafen erhält. Anschließend muss man nur noch ins Rathaus seines Wohnortes und seine Adresse registrieren lassen. Damit ist einem nicht nur viel Papierkram und extra Gerenne abgenommen worden, sondern auch endlich das furchtbare „Alien“ von der Karte verschwunden. Danke!

In Haneda musste ich dann 1 1/2 Stunden warten, da Kei mit seinen Eltern im Stau stand T^T Das Schlimmste: Ich hatte richtig krassen Durst, aber ich konnte nirgendwo einen Getränkeautomaten finden O.o Das gibt es doch nicht! Keine Automaten?? In Japan??? Irgendwo ganz am anderen Ende erspähte sich zwar einen konbini, aber vollgepackt mit zwei Koffern und zwei Taschen und nicht wissend, wie lange ich jetzt überhaupt noch warten muss, nahm ich resigniert in der Lobby platz und wartete und wartete und wartete. Wenn ich von Anfang an gewusst hätte, dass ich da wirklich 1.5 Stunden rumsitze, hätte ich mich wahrscheinlich doch mit allen Koffern und Taschen gen konbini gewälzt orz

Den Rest des Samstags verbrachte ich mit Jetlag.

Sonntag konnte ich mich für ein paar Stunden aufraffen und mit Kei Businesskleidung shoppen gehen. Die Versuche in Deutschland waren ja hemd- und hosentechnisch von wenig Erfolg gekrönt, und wenn ich vorher gewusst hätte, dass ich nach gerade einmal 20 Minuten bei Uniqlo mit zwei perfekt sitzenden schwarzen Stoffhosen und zwei ebenso perfekt sitzenden weißen Hemden herauspazieren würde, hätte ich mir die Shoppingtouren in Berlin echt geklemmt. Aber nun bin ich mit meiner Garderobe bestens bestückt für die erste Zeit in meinem Praktikum 😀

Montag habe ich dann gleich die Adressänderung beim Bürgeramt vorgenommen. Ach, war das alles unkompliziert! Da hatte ich sogar noch genug Zeit, mich beim Standesamt weiter verwirren zu lassen: Auf einmal darf ich meine Unterlagen nun doch wieder selbst übersetzen. Ich glaube, ich mache einfach, was ich will und schaue mal, ob man mir die Unterlagen am Tag unserer Eheschließung dann so abnimmt 😛

Morgen geht es nach Roppongi, mein Konto eröffnen. Warum ich das unbedingt in Roppongi machen muss? Weil sich japanische Banken bei Kontoeröffnungen für Ausländer immer noch anstellen wie die letzten Urzeitmenschen (schlimmer soll es wohl nur sein, wenn man versucht, eine Kreditkarte zu beantragen) und es daher immer besser ist, das Konto dort zu eröffnen, wo alle Praktikanten und Austauschstudenten vor einem schon ihr Konto hatten. Die Bank kennt sich mit allem aus und man erspart sich viele Diskussionen und Rumgenerve. Klingt bescheuert und ist es auch, aber da mir die Firma die Fahrtkosten bis zur Bank erstattet (sind fast 30€ hin und zurück, das lohnt schon) und ich Montag auch erst nach Roppongi in das Human Ressources Department meines Unternehmens muss, kann ich den Weg morgen gleich mal Auskundschaften und laufe am Montag weniger Gefahr, mich zu verirren.

Fun Fact am Rande: Für das HRD hatte ich mich eigentlich beworben, die Stelle aber nicht bekommen und durfte es dann noch mal beim Finance Department versuchen. Glück gehabt, muss ich sagen, denn von hier nach Roppongi, wo das HRD liegt, brauche ich locker 90 Minuten Fahrtzeit am Tag LÄNGER, sowie 120€ an Fahrtkosten pro Monat MEHR, als ich von hier nach Shin-Kawasaki benötige, wo mein jetziges Department liegt O.o

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