Marathon durch Yokohama

Letzte Woche besuchte uns Flo, die bis Ende Oktober ebenfalls zu Forschungszwecken hier war. Wir haben eine Menge unternommen und ich habe mich sehr gefreut, da ich die Wochentage ja sonst eher mit Alltäglichem und Unizeugs verbringe. Am Donnerstag, z.B. verschlug es uns nach Yokohama, und wenn ich meinem Schrittzähler glauben darf, so haben wir an diesem Tag genauso viele Schritte hinter uns gebracht wie bei unserem Besuch auf dem Tsukuba-san, allerdings war ich danach nicht halb so müde XD Aber gut, einmal vom Bahnhof Yokohama zu Fuß vorbei am Landmarktower hin zu den akarenga, von dort am Wasser entlang zur ōsanbashi, rauf, runter, Mittagessen in Chinatown und zurück zum Bahnhof, da kommt einiges zusammen.

Am Bahnhof erstanden Flo und ich erstmal ein Kilo Weintrauben, welches wir genüsslich auf der Wiese vor den akarenga verspeisten. Dass mir 10 € für 1 kg Weintrauben wie das Schnäppchen des Jahres vorkamen, zeigt auch nur wieder, wie sehr ich mich an das Preisniveau hier gewöhnt habe XD

Ich hab an diesem Tag übrigens zum ersten Mal bemerkt, dass die akarenga gar kein leeres, für Veranstaltungen mietbares Gebäude sind, sondern sich darin tatsächlich Läden befinden O.o Sogar Kaldis Coffee Farm, die ganz viele ausländische Lebensmittel verkaufen – habe meinem Freund eine Tafel 99% Schokolade von Lindt gekauft und mich den ganzen Tag auf sein erst freudiges und dann von der Übermacht des reinen Kakaos in der Schokolade verzogenen Gesichtes gefreut XD

Auf der ōsanbashi war es wieder ziemlich windig, was aber auch diesmal ein Pärchen nicht davon abgehalten hat, heute, hier und jetzt ihre Hochzeitsphotos zu machen. Die Braut in einem pastellfarbenen Kleid, der Bräutigam im Anzug, und drei Damen, die ständig um sie herumwuselten, an ihnen zupften und Befehle gaben. „Nach link! Noch mehr nach links! Zu weit! Ja so! Und jetzt bitte ganz verliebt anschauen! Und lächeln! Und langsam vorwärts gehen! Und drehen! Und den Rücken zu mir!“ Ich war ja nur vom Zuhören gestresst O.o Und dann frag mich doch einer bitte nochmal, warum ich meine Eheschließung extrem klein halten will XP

So viel Wind machte extrem hungrig, und wo kann man in Yokohama besser speisen als in Chinatown? Also auf, auf!

In Chinatown angekommen, waren wir ob der sehr aufdringlichen Verkäufer doch sehr überrascht. Wenn ich mit Kei unterwegs bin, lassen die sich immer ganz schnell abwimmeln, aber zwei Frauen erschienen wohl als leichtes Opfer. Wann immer wir vor einem Laden stehen blieben, um das Menü zu lesen, kam jemand aus selbigem Laden gehuscht und versuchte uns hinein zu labern. Anstrengend! Von einer Dame, die Maronen verkaufte, musste sich Flo echt losreißen. Ging ja mal gar nicht! Wir haben uns dann für den Laden entschieden, der am wenigsten aufdringlich war 😛

Wie ich gerade feststelle, war meine Kamera an diesem Tag wenig aktiv O.o Erst am Abend, als die Sonne langsam unterging, habe ich mich daran erinnert, doch ein paar Photos zu machen XD

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Unterwegs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s