[Unterwegs] Shopping zum Frühstück, Sushi zum Mittag, und zum Abend eine Pinguinfütterung

Meine Erkältung hat sich endlich verzogen, die Nase und damit der Kopf sind wieder frei und ich kann wieder klare Gedanken fassen. Zeit, sich an die MA-Arbeit zu setzen? Nein, Zeit ein paar Beiträge hier nachzuholen 😛

Vorletzten Freitag nach Feierabend bei Kei auf Arbeit fuhren wir zusammen Kei nach Tōkyō rein. Ein Ausflug dorthin war schon lange geplant, aber Samstag früh ist das Bett einfach immer zu bequem, um den Arsch hochzukriegen, und nach Mittag lohnt sich das Hinfahren auch nicht mehr so richtig, wenn man 1 1/2 Stunden dafür braucht und es hier ab 17 Uhr schon stockduster ist. Gut, man kann sich ins Nachtleben stürzen, aber nur um Saufen zu gehen bezahle ich nicht insgesamt 20 € hin und zurück an Fahrtkosten. Da muss vorher schon ein wenig Sightseeing sein. Dieses Mal haben wir uns also selbst ausgetrickst, sind Freitag Abend in ein Hotel in Tōkyō gefahren und so also Samstag dort aufgewacht und hatten keine Ausreden mehr XD

Am Freitag selbst haben wir uns abends noch in einen Pub beim Hotel um die Ecke begeben. Kei mochte die Atmosphäre, ich mochte das Bier, und uns beide hat die Rechnung am Ende fast umgeworfen O.o Tōkyō eben ^^; Ich durfte übrigens mal wieder faszinierend feststellen, dass japanische Kellner mich NIE verstehen, wenn ich etwas mit einem nicht-japanischen Namen bestelle und es dabei richtig ausspreche (also nicht in Katakana-Aussprache). Und dann darf ICH mich beim Bestellen immer fühlen wie ein Pavian mit Sprachfehler -3-

So, was waren am Samstag also unsere Stationen?

1. Ginza 銀座: Ich wollte mir doch noch mal den großen Uniqlo, von dem ich schon berichtet habe, anschauen. Letztendlich ist der einzige Unterschied zu den normalen Uniqlo-Filialen dann aber doch nur die eine Etage, die lauter bedruckte T-Shirts verkauft. Bedruckt mit allem möglichen, und doch waren rund 50% davon One Piece-Tshirts. Gut, es gibt „ausländisch“ sprechenden Staff und insgesamt sehr viel Platz zum rumlaufen, aber nur dafür lohnt sich die Fahrt nach Ginza nicht 😉 Wohlwissend, dass wir auch hier nicht unbedingt fündig werden würden – aber es sind nun mal die einzigen übrigen Läden auf der Ginza, in denen wir uns überhaupt etwas leisten könnten – gigen wir zu Zara und H&M. Zara kostet hier allerdings locker mal das Doppelte im Vergleich zu Deutschland – so was fällt auf, wenn die Mitarbeiter zu doof sind den Yen-Preis ÜBER den €-Preis zu tackern – und H&M ist auch sonst nicht unbedingt meine erste Anlaufstelle für Kleidung. Und doch habe ich bei H&M wider Erwarten eine schicke, kuschelige Herbst-Strickjacke gefunden! So viel Überraschung macht hungrig und damit ging es für uns nach:

2. Tsukiji 築地: Kei wollte unbedingt in einem Restaurant in der Nähe des traditionellen Fischmarktes essen – also da, wo die Händler, die am Morgen den großen Fischmarkt leergekauft haben, dann ihr Sushi anbieten. Aber der war so voll, dass man kaum einen Fuß vor den anderen setzen konnte, und wir brauchten letztendlich eine halbe Stunde, um uns aus der Masse herauszukämpfen. Durchschnittliche Wartezeiten in den einzelnen Restaurants: bis zu 2 Stunden. Wir gingen also dort essen, wo Ronja und ich uns damals mit den Eltern von Ronjas Tandempartnerin getroffen haben, da ist es lecker genug und auch der nörglige Herr K. war zufrieden 😛

3. Kasairinkai kōen 葛西臨海公園: Unser Ziel hier war ein Aquarium … und eine Menge Familien hatten das gleiche im Sinn. Mann, warum muss es überall in Japan so verdammt voll sein? -.-‚ Das Aquarium selbst war relativ hoch gelegen und von seinem Dach aus konnte man Disneyland sehen! O.o

Ich liebäugle ja schon wieder mit dir, liebes Disneyland … Ja, ja, ich weiß: Nein, ich werde nie genug von Disneyland haben! XD Ich bedenke dabei immer, dass Kei und ich sowieso den Abend vor meinem Abflug in einem Hotel in der Nähe des Flughafens verbringen werden, weil das einfach weniger Stress bedeutet. Es macht dann keinen Unterschied mehr, ob wir am Freitag oder am Samstag gemütlich mit dem Zug nach Chiba fahren und ein Hotel bezahlen oder ob wir am So gestresst das gleiche Geld für den Narita-Express ausgeben, weil nur der gewährleisten kann, dass man auf jeden Fall pünktlich in Narita ankommt – Erdbeben und Taifune wie die das letzte Jahr mal ausgenommen. So don’t judge me 😛

Das Aquarium war dann, wie Aquarien hier so halt sind: viele Fische, viele Menschen, viel Kindergeschrei.

Es gab ein Becken an dem man unter Aufsicht kleine Haie und Rochen streicheln durfte. Ratet mal, wer sich von diesem Becken gar nicht mehr lösen konnte! Nee, ich nicht! Kei! XD

Ich hab mich war an den Hai, aber nicht an den Rochen rangetraut, denn der hatte seinen Stachel noch, auch wenn die Pfleger uns versicherten, das Gift sei entfernt worden. Nee, nee, Rochenvergiftung hat mir gerade noch gefehlt. Weiß gar nicht ob meine Auslandskrankenversicherung so was dann abdeckt XD

Ich hab noch ein sehr niedliches Video von der Pinguin-Fütterung, zu der wir ausnahmsweise mal pünktlich waren. Das Video ist leider zu groß für WordPress, aber ich werde es in mein Photobucket laden. Wer das Passwort braucht, melde sich bitte bei mir 😉 Aber so sieht es dann schon mal aus, wenn der Pfleger das Gehege betritt:

(Link zum Video)

Und auf dem Rückweg gab es dann noch den schönen Blick auf das Riesenrad des kasairinkai kōen mit Sonnenuntergang.

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4 Antworten zu [Unterwegs] Shopping zum Frühstück, Sushi zum Mittag, und zum Abend eine Pinguinfütterung

  1. Ro schreibt:

    Pingis!!!!!!!!!

  2. Tabea schreibt:

    Ich will auch Pinguine sehen!! *__*

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