[Unterwegs] Und einmal Tōkyō von oben bitte!

Vier Besuche in Japan hat es also gebraucht, bis ich es endlich mal auf den Tōkyō Tower geschafft habe o.O Und dabei stand das auf meiner Prioritätenliste doch immer ganz oben. Aber dann ist er doch halt etwas weiter weg von Hiratsuka und die Preise zum Hochfahren sollte man auch nicht unterschätzen. Immer noch günstiger als das Aquarium in Sunshine City, muss ich dazu jedoch erwähnen!

Vor Jahren habe ich mal einen Manga namens „Tōkyō Babylon“ vom Managaka-Team Clamp gelesen – die Vorgeschichte zu „X“. Der Hauptcharakter Subaru hat sich zum Großteil mit Geisteraustreibungen seinen Unterhalt verdient, und eines Tages traf er auf den Geist einer Frau, der sein Unwesen im Tōkyō Tower trieb. Ihr lebenslanger Wunsch, sich einmal die Fahrt auf die zweite Ebene des Tōkyō Towers leisten zu können, hat ihren Geist nach ihrem Tod dort gefangen gehalten. Ich hatte daher hohe Erwartungen sowohl was Ausblick als auch was die Preise anging 😛

Der Himmel war ein kleines bisschen verhangen, deshalb herrschte zwar ein wenig Antrang und wir mussten etwas anstehen, aber bestimmt nichts im Vergleich zu dem Ansturm, der bei gutem Wetter herrschen dürfte.

Das hier links ist übrigens das Maskottchen des Tōkyō Towers, Noppo-kun. Ich finde sein Design, vor allem in der Kombi mit der Farbe, doch ein wenig unglücklich, aber wie immer hat mich niemand nach meiner Meinung gefragt 😛

Wir stellten uns also an und erstanden zwei Tickets zu jeweils 800 Yen (rund 6,50 €) hoch auf die erste Plattform auf 150 Metern.

Von dort hatte man einen doch schon recht beeindruckenden Blick auf die Stadt.

Auf der ersten Plattform gibt es übrigens einen Schrein: den Tōkyō Tower Schrein. So richtig mit Wunschtäfelchen, ema 絵馬, und Gebetsstelle und so. Aber mit 700 Yen (rund 6 €) pro Stück waren mir die ema doch zu teuer …

Bevor wir uns jedoch richtig auf der ersten Ebene umschauten, besorgten wir uns schnell Tickets für die zweite, denn der Raum dort ist begrenzt und man musste 60 – 80 Minuten warten, um hochzukommen. Wie beim Fast-Pass in Disneyland erwirbt man sein Ticket für ein bestimmtes Zeitfenster und wir hatten unseres so abgepasst, dass wir zum Sonnenuntergang oben sein sollten.

Auf der ersten Ebene gab es auch noch ordentlich Sitzplätze, und nachdem wir uns sattgesehen hatten, wurde die restliche Zeit einfach sitzend abgewartet. Dann ging es hoch auf 250 m. Die ersten 150 m hätte man übrigens auch auf der Außentreppe erklimmen können. Nicht, dass man dadurch weniger Eintritt hätte bezahlen müssen O_o

Um auf die zweite Ebene zu kommen, muss man noch mal etwa 600 Yen (rund 4,50 €) pro Person draufbezahlen – billiger, als ich erwartet hatte. Jedenfalls nicht so teuer, dass sich die Dame aus dem Manga das nicht doch irgendwie hätte ansparen können, wenn sie das Geld hatte, die ganze Zeit auf die erste Etage hochzufahren 😛

Auf 250 m sah das ganze Drumherum doch noch einmal ganz anders aus, und wir standen uns auch extra die Füße in den Bauch, um dem Sonnenuntergang und die ersten Lichter über Tōkyō zu sehen zu bekommen. Sitzmöglichkeiten gibt es nämlich auf der 2. Plattform gar keine – wahrscheinlich, damit man genau das nicht tut, was wir getan haben 😛 Aber es hat sich gelohnt:

  
 

Ich fand den Blick auf die langsam dunkel und dann durch die Lichter wieder hell werdende Stadt unglaublich schön. Wahrscheinlich wäre an einem Wochentag oder an einem Samstag alles noch ein wenig mehr beleuchtet, so am Sonntag nämlich waren die gesamten Büroräume leer und damit unbeleuchtet, aber an Lichtern hat mir das trotzdem gereicht. Vor allem, wenn man vor allem bedenkt, dass Japan derzeit ja auch am Stromsparen ist.

Fein, kann ich wieder was auf meiner Lebens-To-Do-Liste abstreichen (o^^0)

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