[Unterwegs] Catching up …

Die letzte Woche habe ich genutzt, um mich noch einmal mit ein paar Freunden zu treffen. Mit der lieben Julia verschlug es mich dabei nach Kawasaki 川崎. Eigentlich wollten wir uns nur auf der Mitte unserer beiden Wohnorte treffen, um einen Kaffee zu trinken und zu quatschen, aber Kei meinte, dass es in Kawasaki auch noch einen recht bekannten Tempel gäbe, also schrieben wir auch den kawasaki daishi 川崎大師 auf unsere Liste.

Ich nehme an, dass er irgendetwas mit Wunscherfüllung zu tun hat, denn auf dem Weg zum Tempel gab es zig Läden, die ausschließlich daruma 達磨 verkauften.

Ein daruma ist eine solche Figur. Während man sich etwas wünscht, malt man ihr eine Pupille in eines der beiden Auge – fragt mich nicht welches von beiden, das ändert sich wohl je nach Wunsch – und wenn sich der Wunsch erfüllt hat, darf man das andere Auge malen. Daruma verschenke ich persönlich sehr gerne als Mitbringsel.

Der Tempel selbst scheint vergleichsweise alt zu sein.

Und da Wochentag war, war es dankenswerterweise recht leer, da ließ sich alles gleich noch viel besser bestaunen.


Auf dem Gelände des Tempels hatten sich einige Läden aufgestellt, die alles mögliche verkauften und deren Verkäufer teilweise sogar recht aufdringlich waren. Ich hatte in diesem Blogpost übrigens einmal erwähnt, dass es die Schreine sind, die die Glücksbringer verkaufen, nicht die Tempel, aber inzwischen haben zumindest die ganz großen Tempel wie der Hasedera in Kamakura oder eben auch der daishi hier in Kawasaki den finanziellen Vorteil des Verkaufes von omamori erkannt und haben einige im Angebot.

Und eigentlich sind es ja auch die Schreine, die folgendes anbieten:

Segnungen für die Verkehrssicherheit von Autos. Man meldet sich und sein Auto an, fährt vorbei und das Auto wird gesegnet. Wie gesagt, eigentlich auch eine Angelegenheit von Schreinen, aber auch hier wird man sich den finanziellen Vorteilen bewusst geworden sein. Das Gebäude sieht zumindest sehr modern und pompös aus.

Eine Zeichnung von kirschbeblüteten Bäumen am Flussufer führte uns auch noch in Richtung des Tama-Flusses, aber die Zeichnung war offensichtlich nur Verarsche, denn da standen nicht mal Bäume (¬_¬)

Aber gut, ein netter Spaziergang war es allemal und es gab einige kuschlige Kätzchen zu bestaunen.

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Zwei Tage später verschlug es mich dann mit Anja und ihrem Freund, der für zwei Wochen auf Besuch nach Japan gekommen war, nach Sunshine City in Ikebukuro 池袋. Viel hatte sich seit meinem letzten Besuch nicht verändert. Das Aquarium hatte ein paar neue Becken und mehr Platz für seine Seerobben, dafür hat sich auch gleich mal der Eintrittspreis ordentlich nach oben korrigiert o.O Bei 16 € Eintritt für ein AQUARIUM musste ich doch ordentlich schlucken. Ich hatte irgendwie gehofft, dass ich dafür kostenlos eine der Seerobben mit nach Hause nehmen dürfte, aber leider mussten sie alle dort bleiben 😛

Wir fuhren auch noch auf die Aussichtsplattform hinauf – einmal, um einen Blick von oben auf die Stadt zu haben, und dann auch, weil es zu jeder Eintrittskarte ein kostenloses Getränk dazu gab. Der Ausblick war recht neblig, aber wir hatten viel Spaß beim Herumrätseln, was wo und was das da sein könnte.



Sehr, sehr neblig, aber hier sieht man den Sky Tree, der ab Mai die Aufgabe des Tōkyō Towers übernehmen soll, sowohl was Übertragungen aber offensichtlich auch, was die Symbolfunktion angeht. Dass die Japaner sich so ganz ohne Murren ihr Lieblingssymbol gleich nach dem Fuji nehmen lassen, hätte ich nie erwartet, aber überall auf Plakaten und in der Werbung sieht man nur noch den Sky Tree, und alle scheinen das in Ordnung zu finden.

Wir entdeckte dann auch noch eine kleine aber feine Tamagochi-Ausstellung und schaut mal, was es da gab:


Das gelbe hier war meins!!! Nostalgie pur!!! ヽ(´ー`)ノ

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3 Antworten zu [Unterwegs] Catching up …

  1. Tabea schreibt:

    Ahh, für den Tempel kam um Neujahr herum immer Werbung im Fernsehen! Ist wohl neben dem 明治神宮 einer meistbesuchtesten Stätten zu Neujahr. Was mich sehr gewundert hat – ist doch schließlich ein Tempel und kein Schrein. oO Aber naja, fließender Verlauf der Religionen in Japan, ne?

    Und… PINGUINE!! *__*

  2. Pingback: Huldigt dem Eisenschwengel! | Ein Nagarazoku in Japan

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