[Unterwegs] Welche Großstadt darf es denn sein?

Am 13.03. waren Ronja und ich in Tōkyō 東京 unterwegs, da wir am frühen Nachmittag mit einem Bekannten von der FU zum Kaffeetrinken und am Abend mit den Eltern und der Schwester von Ronjas Tandempartnerin (selbige ist derzeit in Berlin, daher nicht dabei) zum Sushiessen in Tsukiji 築地 – der große Fischmarkt dorft dürfte jedem ein Begriff sein – verabredet waren.

Tōkyō ist immer wieder ein Erlebnis, aber auch sehr anstrengend und kräfteraubend. An vielen Stellen sind die Gebäude hoch, die Wege eng, viele andere Menschen unterwegs und es ist laut, laut, laut. Es gibt viel zu sehen, aber ich bin jedes Mal von dem zuviel an allem erschlagen, und wenn ich abends zurückkomme nur noch fertig. Gleich nach dem Aussteigen in Tōkyō sind Ronja und ich auch erstmal von einer älteren Dame, die ihr Gesicht hinter Hut und Hand versteckte, angeschnauzt worden, was wir hier in Japan zu suchen hätten. So etwas hinterlässt natürlich gleich einen netten Beigeschmack bei einem, auch wenn man versucht, es zu ignorieren.

Bei den Treffen, also den Gründen, warum es uns überhaupt nach Tōkyō verschlagen hat, hatten wir jedoch viel Spaß, und das Sushi in Tsukiji war ausgezeichnet :3 Am Ende wurde uns jeweils noch ein Parfait spendiert, und wo wir nach dem Sushi schon pappesatt waren, konnten wir mit dem Parfait im Magen einfach nur noch nach Hause rollen *uff* „Ich esse nie wieder was!!!“, seufzte das Nagarazoku und beschwerte sich gleich noch am nächsten Tag, dass es keine Nutella für das Frühstücksbrot gab ^^;

Ein paar Eindrücke:

 

Eine Stadt, dir mir persönlich sehr viel mehr zusagt als Tōkyō, ist Yokohama 横浜. Sie ist nicht so groß, an den meisten Stellen nicht so eng gebaut, sondern gerade im Zentrum sehr weitläufig, und mit der Bahn auch nur eine halbe statt einer ganzen Stunde entfernt, weshalb die Fahrt auch nicht ganz so schlaucht. Und daher war Yokohama unser Ziel für den 15.03. Am Bahnhof trafen wir uns mit einer Freundin, die derzeit Austauschstudentin an der Waseda-Universität ist, und zusammen machten wir die Stadt unsicher.

An den meisten Orten waren wir alle schon öfters. Zum Beispiel an der Straße zum Landmarktower mit dem Starbucks integriert in einem Bücherladen, wo wir uns erstmal stärken mussten.

   

Auch die Gegend um die aka renga 赤レンガ war uns nicht neu.

Das neue Ziel für diesen Tag hieß: Ōsanbashi 大桟橋, eine Art Hafen, an der Schiffe für Auslandsreisen anlegen, auf den man aber auch hinaufkraxeln kann, um sich von oben das Meer und das Panorama von Yokohama anzuschauen.

  

Oben auf der Ōsanbashi „stolperten“ wir in ein Photoshooting, wobei wir annehmen, dass es sich um Aufnahmen für Hochzeitsbilder handelten. Während mir der kimono der jungen Dame persönlich etwas zu bunt war, mochte ich den hakama, den der Herr trug, doch sehr ^^ Es war übrigens unglaublich windig oben auf der Brücke, die beiden müssen ziemlich gefroren haben.

Wir veranstalteten dann einfach unser eigenes Photoshooting:

Aber irgendwann taten uns die Ohren weh vom starken Wind und wir verzogen uns nach drinnen, doch ob der Totenstille im gesamten Bereich und den horrenden Preisen in den Cafés beschlossen wir, uns woanders unser spätes Mittagessen zu suchen. Leckeres chinesisches Essen und alle waren glücklich :3

Vielleicht liegt es auch daran, dass Yokohama so nah am Meer liegt und ich ja ein Küstengör bin, aber ich bin irgendwie drei Mal lieber hier, als in Tōkyō :3 Wie geht es den anderen Japanerfahrenen da wohl?

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2 Antworten zu [Unterwegs] Welche Großstadt darf es denn sein?

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