Ich bin durch mit dem Semester

Und damit geht ein weiteres Semester meiner Studienlaufbahn zu Ende. Wie all die anderen Semester hat es sich zwischendrin gezogen wie ein Stück Kaugummi und war am Ende doch schneller vorbei, als ich „Huch!“ sagen konnte. Allerdings ist es eines der wenigen Semester, dessen Ende ich mir genauso sehr herbeigesehnt habe, wie ich wollte, dass es nicht zu Ende geht. Die Gruppenarbeiten waren der Horror, der Unterricht bei Herrn Ō. nicht besser. Die beiden Kurse aus den International Studies haben versucht das wieder wett zu machen – und wenn ich an der FU tatsächlich der versprochenen Punkte für sie bekomme, haben sie das vielleicht auch. Fachlich habe ich einiges mitnehmen können, aber vor allem habe ich auf vielen anderen Gebieten sehr, sehr viel gelernt. Keiō = Elite? Vielleicht, wenn man sich die Anstellungen der ehemaligen Studenten ansieht. Aber sowohl vom Unterricht als auch von den Englischkenntnissen her habe ich keinen großen Unterschied zur Tōkai gesehen. Das, was an der Uni gelehrt wird, entscheidet also nicht darüber, ob man zur Elite gehört oder nicht.

Warum ich trotzdem nicht wollte, dass das Semester zu Ende geht? Klar wie Kloßbrühe, oder? Ich hasse den Status „Fernbeziehung“, ich habe keinen Bock mich alle paar Schritte in meinem Leben wieder an ein neues Lebensumfeld zu gewöhnen, ich habe keinen Bock auf ein weiteres Semester an der FU – dieses Mal offensichtlich ohne Job dank der Verplantheit meiner Chefin und daher mit einem erhöhten Studienkredit – und erst recht nicht auf meine MA-Arbeit! Und dann blicken wir ja auch noch auf das Schlachtfeld der ungewissen Zukunft. Aber gut, welcher Student tut das nicht? Aber da all das Rumjammern ja am Ende auch nichts ändert (Auch wenn ich manchmal zu gerne einfach nur Rumjammere), klammer ich mich an die schönen Dinge, die da auf mich warten. Ich habe noch ein wenig mehr als zwei Monate, bevor es nach Hause geht, und da die zudem auch noch komplett frei von Hausarbeiten sind, habe ich vor, sie rundum zu genießen. Und natürlich gibt es auch vieles, auf das ich mich zurück in Deutschland freuen kann 🙂

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4 Antworten zu Ich bin durch mit dem Semester

  1. Nori schreibt:

    Muah, immerhin gibt’s ja MICH in Deutschland 😀
    Und ich freue mich sehr über Bibliotheks-Schreibgesellschaft…

  2. Ro schreibt:

    Und MICH gibt es bald in Japan und in Deutschland Mus! 😉 Ganbatten wir beide weiter durch den Fernbeziehungs-Dschungel!!!

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