Ein Planetariumsbesuch und was ich dieses Jahr so alles verpassen werde

Damit mein Blog hier nicht zu einer reinen Auskotzarie verkommt (obwohl sie ihre absolute Berechtigung hat!!!) gibt es zwischendurch mal wieder einen „Ich war unterwegs“-Eintrag 😉

Vor etwa einem Monat habe ich Kei mit der Serie „Stargate: SG 1“ angesteckt. Ich habe sie unglaublich gern geguckt, als ich jünger war – bis dann ständig die Schauspieler wechselten, die Stories langsam langweilig wurden, und als dann Jack O’Neill nicht mehr dabei war, war für mich Schluss. Aber als ich letztens bei uns in der Videothek um die Ecke nicht nur die Serie, sondern auch den Film im Regal stehen sah, musste beides unbedingt mit. In einem riesengroßen See aus Nostalgie schwimmend bestand ich darauf, beides noch am selben Abend zu gucken (von der Serie natürlich nur ein paar Folgen ^^; ), und da Kei sich so begeistern ließ, schauen wir seitdem jeden Abend ein bis zwei Folgen der Serie. Und ich liebe sie immer noch ❤

Lange Vorgeschichte, kurzes Fazit: Kei lässt sich seitdem für alles, was mit Weltraum, Planeten und Sternen zu tun hat, begeistern. Als ich eines Tages entdeckte, dass es in der Nähe des Bahnhofes Hiratsuka ein kleines Planetarium gibt, mussten wir da natürlich gleich hin. Leider war die Außenfassade im Umbau und es drinnen recht dunkel, viele Photos gibt es daher nicht und während der Vorführung waren selbige ja sowieso verboten.

DSCF2730Das Planetarium befindet sich in der dritten Etage des Hiratsuka-Museums. Die Vorführungen wechseln wohl alle zwei Monate und kosten gerade einmal 200 Yen (rund 2 €) – und bis 18 Jahre sind sie sogar umsonst! Der Eintritt ins Museum kostet generell nichts.

Wir waren in der Vorstellung namens「2012年の天文現象」(2012nen no tenmongenshō) – „Astronomische Phänomene im Jahr 2012“. Vorgestellt wurden solche, die man von Hiratsuka aus sehen kann. Und das sind dieses Jahr eine ganze Menge … und ich werde sie fast alle verpassen, weil ich wieder an der FU rumdümple -.-‚

Da hätten wir z.B. am 21.05.2012 eine Sonnenfinsternis bei der ein „goldener Kranz“ überstehen bleibt.

DSCF2732

Das letzte Mal war so eine Sonnenfinsternis wohl im Jahr 1987 in Okinawa zu sehen.

DSCF2733Dann gibt es genau an meinen Geburtstag (!!!) das Phänomen der Venus, die einmal quer durch die Sonne wandert. Das sieht dann wohl so aus wie auf dem Photo links.

Und dann weiß ich leider nicht mehr genau wann, aber irgendwann in diesem Jahr wird dann auch noch der Mars seinen kürzesten Abstand zur Erde haben und wir können ihn dann riesengroß am Himmel sehen.

Die ganze Vorstellung war sehr schön aufgemacht und der Moderator auch unglaublich zu Witzen aufgelegt (in Japan!!!). Ich hatte wirklich sehr viel Spaß!

Der Rest der Etage und des Museums enthielten eine Menge Ausstellungsstücke mit ganz viel Kleinstadtcharme: Da man keine großen Exponate hat, stellt man einfach alles in das Museum, was mit Hiratsuka und seiner Geschichte zu tun hat XD Es erinnerte mich irgendwie an meine Geburtsstadt, die das ganz genauso macht, und auch an Stars Hollow aus Gilmore Girls – und irgendwie bin ich gerade diesem Kleinstadtcharme immer total verfallen ^.~

Ein … was auch immer links und ein wahnsinnig schwerer Stein von irgendwo aus dem Weltraum 😛

Hiratsuka und seine Natur: Ein Exemplar der Vögel, die immer so klingen, als würden sie gerade zerfleischt werden. Singvögel gibt es in Japan wirklich nicht, was?

Hiratsuka wie es früher mal ausgesehen hat?

Einfach nur putzig! XD

Im Februar gibt es im Planetarium eine neue Vorführung: 「アクアマリン的星空の旅」 (akuamarinteki hoshizora no tabi) – „Eine Reise durch den aquamarinblauen Himmel“. Da sind wir doch bestimmt wieder dabei 😀

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3 Antworten zu Ein Planetariumsbesuch und was ich dieses Jahr so alles verpassen werde

  1. Nori schreibt:

    Find ich jetzt nicht sooo tragisch, dass du diese ganzen Dinge verpassen wirst. Am Ende ist bei sowas doch eh der Himmel bewölkt und man sieht einfach gar nichts.

  2. nagarazoku schreibt:

    Och in Japan hat man eigentlich doch immer gute Chancen auf wolkenfreien Himmel – gut im Juni vielleicht nicht, aber bei der letzten Mondfinsternis hatten wir auch Glück 😉 Aber vielleicht sollte ich auch einfach mal in ein Berliner Planetarium gehen, wer weiß, was in meiner Heimatstadt so alles an Himmelsphänomenen wartet ;D

  3. Pingback: [Unterwegs] Ein Ausflug nach Ōme, Teil 1 | Ein Nagarazoku in Japan

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