Ich bin an der Uni ausschließlich von Idioten umgeben! – Der lange Zeit überfällige Blogpost (1)

Ich hätte diesen Blogpost viel eher schreiben und dann einfach nur noch unter der Sektion „Idiotismus“ regelmäßig updaten sollen, aber warum auch immer habe ich bisher beide Arschbacken zusammengekniffen und nun müsst ihr einen ewig langen Kotzblogeintrag von mir ertragen … aufgeteilt in mehrere Kotzblöcke, um euch nicht zu erschlagen …

Idiotengruppierung 1: meine Referatsgruppe im Kurs „Contemporary Issues and the Role of the UN“

Unser Dozent gab zu Beginn des Semesters fünf Themen aus, und jeder Student konnte sich einem Thema zuschreiben lassen. So fanden sich die Gruppen zusammen. Entschieden war unsere Gruppe in der ersten Novemberwoche, das Referat sollte Mitte Dezember vorgetragen werden, und so schien doch genug Zeit vorhanden zu sein, um sich zu treffen, richtig? FALSCH! Es waren nie alle Mitglieder der Gruppe gleichzeitig im Unterricht, mein Vorschlag per Doodle einen Termin auszukaspern, wurde ignoriert und es jeder war ja ach so beschäftigt. Das lief wohl auch in den anderen Gruppen so. Unser Dozent konnte sich das irgendwann nicht mehr angucken und stellte uns ab dann jede Woche 20 Minuten seines Unterrichts zur Verfügung, um uns unserer Gruppenarbeit zu widmen. Ich glaube, ansonsten wäre unsere Gruppe NIE zusammen gekommen.

Unser Thema war „Energy, Environment and Disaster Management“ und wir waren fünf Leute. Dreißig Minuten für die ganze Gruppe, sechs Minuten für jeden, perfekt! Ich wollte so wenig wie möglich auf Gruppentreffen angewiesen sein – die Gruppe hatte ja nun schon beweisen, dass sie dazu absolut nicht in der Lage war – und die Themen rigoros aufteilen. Jeder macht seinen Scheiß und lässt mich in Ruhe! Fukushima bot sich als DAS Thema an, im Kopf hatte ich auch schon einen groben Aufbau für das Referat und es kristallisierten sich exakt fünf Themen heraus, die sich wunderbar getrennt voneinander bearbeiten ließen. Jede Woche würden dann die zwanzig Minuten, die uns der Dozent zur Verfügung stellte, genutzt werden, um sich auszutauschen und des Referat aufeinander anzupassen. Und das klappte erstaunlicherweise auch sehr gut! Jeder recherchierte brav sein Thema und kam jede Woche mit einem Entwurf für seine Slides an. Brave Gruppe! So gingen drei produktive Wochen ins Land, bis …

EINE Woche bevor das Referat stattfinden sollte, zeigten sich auf einmal zwei neue Gesichter in unserer Referatsgruppe. Zwei Damen, eine französische hāfu und ihre japanische beste Freundin, wo auch immer die Damen die LETZTEN DREI WOCHEN gewesen sein mögen! Man sah natürlich auch keine Notwendigkeit, uns dies zu erzählen, aber da ich sie nicht gleich vor den Kopf stoßen wollte (ich weiß ja nicht, was da war, kann ja was Schlimmes/Wichtiges/Ernstes gewesen sein), motivierte ich unsere Gruppe sich noch zwei weitere Themen aus den Fingern zu saugen. Am besten welche, die sich schnell bearbeiten lassen aufgrund der kurzen Zeit. Und dann wollte die beiden Damen erst einmal darüber aufklären, was sie bisher verpasst haben.

Der Kurs gehört zu den International Studies und läuft ausschließlich auf Englisch – die Vorträge des Dozenten, jede Hausaufgabe und Hausarbeit, und natürlich auch unser Vortrag. Daher wollte ich den Damen den bisherigen Inhalt unseres Referats natürlich auf Englisch erklären. Ich legte also los und erklärte, auf einmal dreht sich die hāfu mit einem unglaublich genervten Blick zu dem einzigen männlichen Japaner in der Gruppe und haut auf Japanisch raus: „Ich verstehe überhaupt nicht, was die da redet! Verstehst du deren Englisch?“ Daran, dass ich abrupt aufhörte zu erklären und sie fassungslos anstarrte, muss sie schon irgendwie gemerkt haben, dass es keine gute Idee war anzunehmen, dass ich kein Japanisch kann nur weil ich in den International Studies hocke. Pissig bis zum geht nicht mehr zischte ich ihr auf perfektem Japanisch entgegen: „Ich kann dich verstehen! Wenn dein Englisch zu schlecht ist, kann ich dir das alles auch gerne auf Japanisch erklären, aber für den Vortrag solltest du dann wenigstens das, was du auf Englisch sagen willst, ordentlich üben!“ Buahahaha, in die FRESSE! Fassungsloser Blick von ihr. Madamchen kann nämlich Englisch und hat sogar ein Jahr in Amerika studiert, wie sie dann versuchte mir zu erklären. Ja, ja, watch me care! Dann versuchte sie das Ganze noch mit „schlechter Akustik“ zu erklären. Ja, ja, schlechte Akustik, ich rieche es auch schon! Besti blickte die ganze Zeit beschämt zu Boden.

Die Themensuche war damit für mich abgeschlossen. Ich mach mich für niemanden mehr krumm! Aber als hätte es hāfu-Blödi nicht gerafft, setzte sie keine fünf Minuten später zu einer weiteren Lästerattacke gegen mich an. Sie beugte sich zu ihrer Besti rüber und zischte „Wer hat die eigentlich zum Chef ernannt? Spielt sich ja ganz schön auf!“ Okay, jetzt reichte es! Auf Japanisch gab ich ihr zu verstehen, dass man mich zum Chef ernannt hat in den drei Wochen in denen sie sonst wo war und damit ihre Chance zum Gruppenführer verspielt hatte, und dass sie ja in eine andere Gruppe gehen könne, wenn es ihr hier nicht passt! Wer zuletzt kommt, hat sich anzupassen!

Das Maul hatte ich ihr damit zwar gestopft, aber Stress mit der dummen Ziege war noch nicht vorbei.

Blödi und Besti hatten ihre Themen gefunden, offensichtlich aber keine große Lust, sich um sie zu kümmern. Der Vortrag sollte an einem Mo stattfinden. In der 3. Unterrichtseinheit gab uns der Dozent noch einmal die Gelegenheit, unsere Gruppe zu treffen, in der 6. Einheit dann stand der Vortrag auf dem Plan. Und während JEDER andere aus der Gruppe mir seine Slides bis Sonntag 20 Uhr zugeschickt hatte, kamen Blödi und Besti am Montag in der 3. Einheit an und meinten, sie würden jetzt in die Bibliothek gehen und ihr Referat vorbereiten o.O WUT??? Okay, macht was ihr wollt, blamiert euch! Der Vortrag begann um 18.10 Uhr, also setzte ich den Damen ein Zeitlimit bis 17.30 Uhr, um mir die Slides zu schicken, damit ich die PPP dann noch ordentlich herrichten konnte. Blödi und Besti schickten mir ihre Slides um 18.05 Uhr. Und wisst ihr was? NATÜRLICH HABE ICH IHRE VERF*CKTEN SLIDES IN DIE PPP INTEGRIERT!!! EINFACH WEIL DIE GESAMTE GRUPPE AM ARSCH IST, WENN EINER SCHEIßE BAUT!!! UND GENAU DESHALB HAAASSE ICH GRUPPENARBEITEN!!! Und Blödi und Besti gaben echt ihr Schlechtestes! Man merkte nicht nur, dass ihr Vortrag innerhalb von fünf Minuten zusammengebastelt wurde, sondern natürlich auch, dass sie ihn nicht einmal geübt und sich offensichtlich kein bisschen mit uns abgesprochen hatten. Aber dann sah man wenigstens, was gestimmt hat.

To be continued feat. Idiotengruppierung 2: meine Referatsgruppe im Kurs „3rd World Development“

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4 Antworten zu Ich bin an der Uni ausschließlich von Idioten umgeben! – Der lange Zeit überfällige Blogpost (1)

  1. Nori schreibt:

    Meine Fresse. Diese kleine Drecksbitch.
    Wenigstens hast du es der ordentlich gegeben und nicht mit dieser selbst in unserem Land völlig überbewerteten Gesichtswahrungsscheiße dagesessen und stumm gelächelt, wie ich es vielleicht noch getan hätte.
    Wie du schon sagtest: Es hätte ja in den ersten drei Wochen sonstwas schlimmes gewesen sein können, aber DIESE PERSON war wohl einfach nur faul/verplant/allgemein zu schlecht, um es vorher in den Kurs und die Gruppe zu schaffen.

    Ich möchte mich vor sie stellen und „In your face, salope!!!“ brüllen.

    • nagarazoku schreibt:

      Ich muss zugeben, ich war am Ende auch ziemlich stolz auf mich, denn normalerweise gehöre ich auch eher zu den Personen, die stumm lächelt oder so tut, als hätte sie es nicht gehört. Aber ich glaube, dank der ganzen anderen Idiotengruppierungen hatte sich in diesem Augenblick schon zuviel aufgestaut und sie kann nur von Glück reden, dass du das, was ich eigentlich am liebsten mit ihr gemacht hätte, zu viele Zeugen anwesend waren! mò.óm

  2. Ro schreibt:

    *Mus wird von Mus‘ Bodyguards zurückgehalten*…:“Ich LIEBE SIE! SAGEN SIE IHR DAS!!!!!“(JvdL)

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