Das 53. Mitasai

Was der Tōkai-Uni ihr kengakusai, ist der Keiō-Uni ihr mitasai 三田際. Dieses Jahr fand das 53. mitasai staat, und wenn man dann schon mal Student der Keiō-Uni ist, kann man sich das ruhig mal geben, oder? Und da heute GANZ ZUFÄLLIG (Kommt, ihr japanischen Unis, das hat doch System!) Feiertag war, „durfte“ Kei mich begleiten – zum Festival des Wie-krieg-ich-möglichst-viele-Leute-auf-einen-unglaublich-kleinen-Campus?

Ich hätte nicht gedacht, dass das mitasai SO voll werden würde. Ich hatte Studenten der Keiō erwartet, ihre Familien und ein paar Freunde, und einige interessierte Oberschüler, vielleicht auch noch mit Eltern. Aber die Menge an Menschen, durch die wir uns dann durchkämpfen mussten, nein, die hatte ich nicht erwartet o.O Es war ARSCHVOLL!!!

Ellenbogen waren das mindeste, was man auspacken musste, um hier durchzukommen o.O

Angekündigt wurde das mitasai zwar als eine Möglichkeit der einzelnen Fachrichtungen, sich auf dem Mita-Campus sammeln dem geneigten Publikum vorzustellen, aber letztendlich war es genauso eine Ansammlung an Fressbuden wie das kengakusai der Tōai-Uni. Und das finde ich gut!!! XD Allerdings bedurfte es dieses Mal doch erheblich mehr Anstrengung, um sich an den Stand seiner Wahl vorzukämpfen. Photos waren kaum möglich, überall nur Menschen o.O

Es gab übrigens einen takoyaki-Laden, Teigbälle gefüllt mit Krakenstückchen, mit Krake Paul als Maskottchen … O_o Ob sich Japaner der Ironie solcher Schilder bewusst sind?

Die lustigen Anwerber für jeden Stand gab es natürlich auch hier wieder, mit sehr vertrauten Kostümen:

Kennen wir dieses Kostüm nicht von irgendwo her? Ob sich die Unis untereinander bei den Kostümen aushelfen? XD

Irgendwann wurde es Kei und mir zu voll und wir flüchteten aufs Dach des Hauptgebäudes. Das (natürlich verglaste) Dach hatten wir fast ganz für uns, und von dort konnte man nicht nur fantastisch die umliegenden Gebäude und das Herbstlaub genießen, sondern auch das gesamte Ausmaß an Menschenmasse, die sich da durch den Campus prügelte, aus sicherer Entfernung betrachten.

Wie haben wir das nicht nur überlebt, sondern in dem Gewühl auch noch einen Hotdog und frittiertes Eis verputzt, ohne etwas fallen zu lassen oder jemandem unser Essen an die pelzkragenbesetzte Daunenjacke zu schmieren? o.O

Es war uns definitiv zu voll und wir waren nach kurzer Zeit in der Masse da unten schon fix und fertig, also zeigte ich Kei noch kurz, wo seine Freundin klassenraumtechnisch ihre Zeit verplempert, amüsierte mich über die „Extravorkehrungen“ der Keiō für die dummen, dummen Besucher …

DSCF2349„Drei wichtige Punkte für die Toilettennutzung:

1. Nach dem Pinkeln runterspülen!
2. Kein Essen runterspülen!
3. Wer kleckert macht’s sauber!“

Ein Zettel, der sonst NIE an den Klotüren hängt XD

Außerdem bekamen wir noch extragroße Toilettenschilder neben den eigentlichen Toilettenschildern, damit auch der letzte Blindfisch dieser Welt sein Klo findet:P Na toll, wir armen Studenten müssen uns sonst an den kleinen Schildern orientieren, wie un-zuvorkommend 😛

Die Masse an Menschen draußen ließ uns dann entscheiden, dass wir genug Fest für einen Tag hatten. Außerdem hatten wir ja noch ein anderes Ziel: den Laden „Prinzchen Garten“ in Shinagawa, der Weihnachtsdeko aus Deutschland verkauft. Doch dazu mehr in einem eigenen Bericht.

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2 Antworten zu Das 53. Mitasai

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