Ich bleib heute drin!

Gerade fegt der Taifun Nummer 15, in den deutschen Medien auch als „Roke“ bekannt, über uns hinweg. Seit etwa 2 Stunden befindet sich auch Kanagawa im Sturmzentrum (nicht im Auge, da ist es ja ruhig …). Der Taifun gehört zu den heftigeren seiner Sorte. Ich selbst musste heute zum Glück (und ganz kurz vor geplanter Abfahrt bemerkt) nicht vor die Tür, aber die Bilder in den Nachrichten haben mir gereicht. Freunde sitzen an Bahnhöfen in Tōkyō fest, Keis Papa wird in der Firma übernachten, Kei selbst hat es nur nach Hause geschafft, weil seine Chefin ihn mit dem Auto gefahren hat. Die Bushaltestelle vor unserer Haustür hat es zerlegt, und inzwischen dürfte jeder Blumentopf, den unsere Nachbarn irgendwo herumstehen haben, einmal gegen unser Wohnzimmerfenster geflogen sein. Die Wohnung bebt, ein entwurzelter Baum versperrt die Straße zum nächsten Supermarkt und etwa alle zwei Minuten ertönen die Sirenen von Feuerwehr, Polizei und Rettungswagen. Und wenn alle Japaner um mich herum schon sagen, dass sie so einen heftigen Taifun auch zum ersten Mal erleben, dann kann ich mich auch getrost unter der Bettdecke verstecken und auf das Ende dieses Sturms warten.

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