[Unterwegs] 三連休 – 3 Tage frei? Das muss genutzt werden! (Teil 2)

Die Nacht im Hotel war sehr erholsam, trotzdem konnte ich Muskelkater in Beinen und Schultern verzeichnen – autsch -.-‚ Aber nichtsdestotrotz hatten wir noch bis 14 Uhr Zeit, dann läutete die Abfahrt. Und was macht man in Nara, wenn man 4 Stunden Zeit hat zwischen Check-Out und Am-Bahnhauf-aufgesammelt-werden? Genau! Rehe antatschen! Also auf zum tōdaiji 東大寺! Unser Hotel war etwa 10 Schritte vom Bahnhof Nara entfernt und von dort läuft man vielleicht nochmal 15 – 20 Minuten, um den den tōdaiji umliegenden Park zu erreichen. Und schon auf dem Weg dahin sind sie überall:

Z.B. beim Sonnenbaden in einem Straßenabfluss XD Oder auch auf der Treppe zum tōdaiji, denn hier muss JEDER Tourist vorbei und jeder Tourist ist potentieller Futterspender!

Alle nicht nur handzahm, sondern regelrecht aufdringlich. Klar, im besten Fall springt immer was leckeres zu Essen bei raus. Ankō-Mochi konnte das eine Rehkitz abstauben, eine Packung Kekse die Mami, so lässt sich es leben! Da werden die Taschen der Touristen auch schon mal auf eigene Faust durchsucht.

DAS hier passiert übrigens, wenn man (sorry) blöd genug ist, seine Einkaufsbeutel im Fahrradkorb MITTEN im Herzstück des Rehparks zu lassen:

Aus dem Fahrradkorb gezerrt und auseinandergerupft. Die Postkarten wurden genauso gefressen wie die Papierbeutel. Die Plastikbeutel fanden jetzt nicht so großen Anklang, wurden aber dennoch ordentlich auseinandergenommen – wer weiß, was da noch Leckeres drin ist! Ich habe mich leider nicht getraut, beherzt einzugreifen, um das Hab und Gut von Mr./Mrs. Unbekannt zu retten. Auch wenn man den Hirschen hier das Geweih stutzt, um Verletzungen zu vermeiden, können die Tiere immer noch beißen, schubsen und treten. Nein, danke!

Und das hier passiert, wenn man die „Reh-Kekse“, die shika senbei kauft, die es überall für 150 Yen (rund 1,50 €) zu erstehen gibt:

Die Dame selbst sieht man auf dem Photo nicht mehr, sie ist schnell weggesprungen XD Aber man sieht ja, dass es alle Tierchen in dieselbe Richtung zieht XD Bei meinem letzten Besuch hab ich mir das auch gegeben, aber die Rehe werden so wahnsinnig aufdringlich, dass ich es dieses Mal gelassen habe ^^;

Nicht mal vor Rollstuhlfahrern machen sie halt!!

Kei und ich hatten eine Plastiktüte dabei (ja, schön doof!), in der wir unsere Getränke transportiert haben, ey, das ging mal gar nicht! Bei jedem Rascheln der Tüte stürmten 10 von den Viechern mit aufgerissenen Mäulern auf uns zu XD Und als ich ein Rehkitz fotografieren wollte, spürte ich plötzlich etwas an meinem Hintern, drehte mich um und wollte meinen Freund schon dafür rügen, dass er mich in aller Öffentlichkeit ganz unjapanisch befummelt, kaut da ein Reh ganz genüsslich auf meinem T-Shirt rum!!! o.O Also, die Tierchen können ganz schön froh sein, dass sie so niedlich sind!!! XD

Auf dem Rückweg von Nara nach Hiratsuka machten wir noch an ein paar sehr schönen Raststätten halt. Eine lag am hamana-ko 浜名湖, dem See Hamana, und hatte eine Aussichtsplattform mit einer Glocke, die ewiges Glück für ein Pärchen bringen sollte, wenn man sie zusammen läutet. Passend dazu konnte man natürlich auch ein Liebesschloss mit seinen Namen anbringen, welche man im Laden nebenan auch gleich ganz praktisch kaufen kann. Woran erinnert uns das? *hust* Enoshima *hust*

Eine andere Raststätte bot einen fantastischen Blick auf den Fuji-san, der zwar etwas diesig war, aber diesmal keine Wolken um seinen Gipfel herum ausgepackt hatte:

Der Stau auf dem Rückweg war noch schlimmer als auf dem Hinweg, obwohl wir eigentlich davon ausgegangen sind, dass die meisten Leute den Rückweg erst am Montag Abend antreten werden – so kann man sich irren -.- Aber wir hatten uns ja gut mit essbaren Mitbringseln aus Nara versorgt XD

DSCF1808Zum Beispiel diese manjū in Hirschoptik 😉 Nur das Mitbringsel für unsere Freunde, die sich netterweise das Wochenende über um Maruko gekümmert haben (Danke nochmal dafür :*) hat überlebt, ansonsten wurde alles verputzt 😛

Somit ging unser Reisewochenende zu Ende. Heute war Großputz bei uns angesagt, und morgen geht es wieder zurück in den Alltag. Hach, dieser bittersüße Nachgeschmack, wenn eine schöne Zeit zu Ende geht (^~^)

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3 Antworten zu [Unterwegs] 三連休 – 3 Tage frei? Das muss genutzt werden! (Teil 2)

  1. nori schreibt:

    Okay, warum man nach einer Nacht in einem Hotel Muskelkater in den Beinen hat, das kann ich nachvollziehen. Aber in den Schultern? Ich bitte um ausführliche Instruktionen, da kann ich anscheinend was ganz neues lernen :DDD

    Buahuahuaaaa, oh Gott, vergib mir bitte, dass ich sowas schreibe, aber es war einfach zu verlockend.

    Was für ein Wochenende, das klingt ja toll! Und ich will auch ein Hirschmanjuu!

    Menno, was wär ich gern in Japan, und zwar auch für ein paar Monate 😦

    Dein Blog wird für mich langsam zur bittersüßen Angelegenheit….

  2. nagarazoku schreibt:

    @Nori
    Hey, jede Vorlage, die ich hier biete, sollte genutzt werden :9 Allerdings muss ich dich leider enttäuschen – der Muskelkater in den Schultern kam vom Rucksack, den ich mit meinem gesamten Übernachtungszeug den ganzen Tag mit rumschleppen musste, weil überall alle Schließfächer besetzt waren (-3-) Ich weiß, langweilig, aber wahr 😛

    Jaa, so ging es mir auch immer, wenn ich den Blog von Tabea gelesen habe oder deinen damals, als du dein Praktikum gemacht hast – es macht so viel Spaß alles zu lesen, und man wäre so gerne auch da!!! Es wäre so toll, wenn Japan einfach mal so um die Ecke liegen würde, aber so ist es doch leider immer wieder ein sehr großer Planungs- und finanzieller Aufwand, eine längere Zeit hier zu verbringen -.-

  3. Tabea schreibt:

    Vielen Dank nochmal fürs O-Miyage, die kleinen Reh-Kekse sind wahnsinnig lecker! *__*

    Und kein Wunder, dass alle japanische Ehepaar so eine geinge Scheidungsrate haben, wenn sie überall diese ganzen Liebesschreine hinbauen. 😉

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