Ein Placement-Test – Und dann?

Letzte Woche Mittwoch fand der Placement-Test statt. Die Ergebnisse gab es am Freitag. Ich hatte mir ein besseres Ergebnis gewünscht, einfach nur, um Kurse der japanischen Fakultäten belegen und Punkte erhalten zu können. Das kann ich jetzt leider nicht, aber inzwischen kann ich damit leben.

Ehrlich gesagt verlief der Test recht … seltsam:

Es gab einen Hörteil, der einfacher nicht hätte sein können. Aufschreiben, was diktiert wurde. Sätze wie „Heute ist der 07.07.“

Dann gab es einen Leseteil, der ebenfalls zu einfach war, um wahr zu sein.

Und dann kam die Bombe: Schreibe einen Aufsatz. Und diese Bombe wird mir das Ergebnis ein wenig verhagelt haben. Das Thema war „Lebensmittelsicherheit“. Die Aufgabe: Verwende so viele Kanji wie möglich. Jaaa …. nein. Wenn die Keiō nur auf diese Art und Weise Kanji abfragt, kann ich leider nicht so sehr glänzen, wie ich es gewollt hatte. Ich finde, es besteht ein großer Unterschied zwischen Kanji lesen und schreiben. Ich kann eine Menge Kanji lesen, aber nur, weil ich sie lesen kann, kann ich sie noch lange nicht schreiben. In Deutschland und an deutschen Unis hat man nun auch eher wenig Gelegenheit, das Schreiben von Kanji zu üben. Wenn sie wenigstens noch einen Teil gemacht hätten, wo Lesungen abgefragt werden … -.-‚ Unter den Forschungsstudenten habe ich zwar die höchste Punktzahl erreicht, aber in die höchste Klasse hat mich das trotzdem nicht katapultiert.

Aber egal, ich werde mich hier mindestens einen Japanischkurs aussuchen, der das Potential hat, das eine Seminar aus dem Abschlusskolloqium an der FU zu ersetzen. Zusätzlich zwei Seminare auf Englisch, um meinen affinen Bereich abzudecken. Ein Seminar aus der Politikfakultät besuche ich zudem trotzdem. Zwar nur freiwillig und ohne Punkte, aber einmal will ich sehen, ob ich den Kurs schaffe, und zum anderen kann es ja auch nicht schaden 😉 Die restliche Zeit wird mit Forschen verbracht. Passenderweise gibt es ein Modul namens „Freies Forschen“, für das aber noch mal eine extra Anmeldeprozedur notwendig ist.

Erstaunlicherweise habe ich ihm Laufe der letzten beiden Wochen feststellen können, dass es unglaublich viele deutsche Austauschstudenten an der Keiō gibt. Wir dürften die zweitgrößte Gruppe nach den Amis darstellen o.O Mal was ganz anderes als an der Tōkai! Die meisten sind im Sprachprogramm, die wenigstens sind Japanologen, sondern eher Ingenieure und Informatiker. Mal schauen, ob sich jemand auch in einen meiner Kurse „verirrt“, denn deutschen Humor mag ich im Unterricht nicht missen müssen 😉

So, als nächstes heißt es erstmal „Shopping Week“ und Stundenplan zusammenstellen!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Keiō-Uni veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s