Wie man alles an einem Tag erledigt

Kei hatte noch einen Tag frei, also beschlossen wir, die Alien Registration, den Eintritt in die Krankenversicherung und vielleicht auch meinen Handyvertrag zusammen zu erledigen. Keis Mama hatte auch noch frei und kutschierte uns netterweise mit dem Auto durch die Gegend. Erste Anlaufstelle: das Rathaus in Hiratsuka.

Es ist wahrlich lange her, dass ich zusammen mit Ronja, Martin, Tabea, Simone und Christoph hier unter der Anleitung von Frau B. die Anmeldung für die Alien Registration Card und die Krankenversicherung vorgenommen hatte. Damals noch total erschlagen vom Jetlag, überwältigt von Japan, ausgelaugt von der Sommerhitze und auch ein kleines bisschen verheult, weil ich vom Telefon in der Wartehalle aus nach Tagen endlich meine Mama erreicht hatte und vor Erleichterung gleich losgeflennt hab 😛

An der ganzen Prozedur hat sich nicht viel geändert. Ein kleines Problem gab es nur, weil Kei sich noch nicht umgemeldet hatte und man die Wohnung dann auf mich als Hauptmieter hätte ausstellen müssen (warum auch immer?), ABER da in Japan meist alle Schalter zur gleichen Zeit geöffnet sind, ließ sich das schnell ändern. Erstaunt war ich nur darüber, dass ich dieses Mal auch in die Rentenversicherung eintreten musste. Gut, mir egal, die 3€ pro Monat überlebe ich auch noch. Hab ich wenigstens am Ende meines Aufenthalts schon 21€ eingezahlt 😛 Und als Kei und ich da so insgesamt 2 Stunden auf alles Mögliche warteten, entdeckte ich folgendes:

DSCF1615Im nächsten Jahr muss man sich in Japan also nicht mehr als Alien registrieren, sondern kann sich ganz normal anmelden, wie das Ausländer in Deutschland auch können. Na, das nenne ich doch mal Fortschritt im xenophobsten Land der Welt 😛 Nichtsdestotrotz, ich musste da jetzt trotzdem noch durch, aber nach den 2 Stunden konnte ich auf meiner Liste abhaken:

–          Passfotos machen
–          Alien Registration beantragen + vorläufige Bescheinigung erhalten
–          in die Krankenversicherung eintreten + vorläufige Bescheinigung erhalten
–          in die Rentenversicherung eintreten + vorläufige Bescheinigung erhalten
–          Keis Ummeldung vornehmen

Ausgerüstet mit dem Nachweis, dass ich mich bereits registriert habe, sollte es also nun an einen Handyvertrag gehen. Prepaidhandys sind in Japan recht teuer, und da man sich auch aus 2-Jahres-Verträgen mit einer Gebühr von rund 100€ herauskaufen kann, entschieden wir uns dann doch wieder für ein Vertragshandy bei AU.

Ja, es ist pink XD Jetzt bin ich also auch unterwegs wieder per E-Mail erreichbar :3

Dieses Mal gab es übrigens keine Wartezeit von 1 – 2 Stunden für das Freischalten des Handys, die wir alle das letzte Mal hatten. Ich nehme an, dass das daran liegt, dass ich dieses Mal nicht in einen Elektroladen, sondern gleich in einen AU-Shop gegangen bin. Dort ging alles leichter und schneller – vielleicht interessant für spätere Japanaufenthalte! Prepaidhandys erhält man auch nur direkt in den Läden der jeweiligen Anbieter. Die Frau, die uns betreute, war übrigens sehr putzig und war unglaublich bemüht, sich nicht anmerken zu lassen, dass ich wahrscheinlich die erste europäische Ausländerin war, die diesen Laden je betreten hatte. Wie ich darauf komme? ICH wusste, was für Unterlagen notwendig waren, damit ich einen Vertrag unterzeichnen konnte, alle anderen sieben Mitarbeiter im Laden nicht XD Und mein Reisepass wurde am Kopierer auch von allen sehr interessant geäugt. Zitat: „Oh, so was hab ich ja noch nie gesehen!“

Die restliche Zeit verbrachten wir mit Shopping. Nichts Aufregendes, nur Dinge für die Wohnung. Was man für eine eigene Wohnung so alles braucht! Und dabei hatten wir von Keis Verwandten schon so viel bekommen. Dass Keis Mama dabei war, erwies sich als sehr praktisch, denn gestandene Hausfrauen wissen einfach, was man für die erste Zeit so alles braucht. Aber das kennt sicher jeder: An die richtig wichtigen Sachen in der neuen Wohnung wie Klopapier, Küchenrolle und Lappen hat wahrscheinlich Mama gedacht XD Ein paar kleine Dinge fehlen zwar noch, aber fürs Erste sind wir doch ganz gut ausgerüstet – und ich war nach 5 Stunden tooot. Aber gegen einen Jetlag gibt es ja bekanntlich nicht besseres, als absolut beschäftigt zu sein. So hat es Frau B. mit uns damals auch gemacht, als wir an der Tōkai angekommen sind, und wie damals hab ich auch dieses Mal nicht auch nur den Anflug eines Jetlags gehabt (^o^)v

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