Back!

Seit letzter Woche Sonntag bin ich nun also wieder zurück in Berlin. Nach kurzen Uneinigkeiten mit Scandinavian Airlines über mein Rückflugdatum von Kopenhagen, sowie dem kompletten Unwillen selbiger Airline an meinem Abflugdatum überhaupt die Maschine starten zu lassen, flog ich mit All Nippon Airlines zurück – umgebucht und bezahlt von Scandianvian Airlines. Und scheiß die Wand an, jetzt weiß ich auch, warum ANA-Tickets immer so verdammt teuer sind! Mal vom rauschfreien Entertainment-System abgesehen (das bei SAS war so schlimm, dass Filme auf Englisch gar nicht zu verstehen waren), hatte ich eine Beinfreiheit, oh mein Gott! Zu meinem Glück fehlte ein Passagier in meiner Dreierreihe, und so konnte ich mich nicht nur bequem ans Fenster lümmeln, sondern kullerte auch keinem zu Nahe an mir dran sitzenden Nachbarn auf die Schulter, während ich schlief. Und während ich bei meinem Hinflug mit SAS fast verhungert wäre, wusste ich bei meinem Rückflug mit ANA gar nicht, wo ich all das Essen hinfuttern sollte. Es gab sogar Häagen Dazs-Eis!!!

Einen bequemeren Rückflug hätte ich mir also kaum wünschen können. Einen leichteren Abschied schon. Und vor allem eine leichtere Ankunft. Ich weiß nicht, warum es in meiner Gegend jeder Nachbar für nötig hält, mich mit den neuesten Nachrichten aus Japan zu begrüßen. Kein „Guten Tag Frau Nachbarin, wie geht es denn heute?“, sondern lieber ein „Da ist jetzt Plutonium ausgetreten in Fukushima, wird immer schlimmer!“, „Ich glaube, das wird da nichts mehr in Japan. Sieht nicht gut aus!“ oder „Na, Japan wird ja für Sie jetzt sicher erstmal gestrichen sein, oder?“ – „Nein, im September soll es für ein halbes Jahr hingehen!“ – „Was? Nein! Kriegen Sie da überhaupt ein Visum, wenn das da alles verseucht ist?“ … … … Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!!!

Vielleicht sollte ich mir einfach eine riesengroße Sonnenbrille und einen Strohhut kaufen, dann kann ich meine Nachbarn verwirren, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Und das wird es! Es wächst bereits. Konnte man in den ersten zwei Wochen des Unglücks vor den Nachrichten über Fukushima kaum fliehen, muss man jetzt gezielter nach ihnen suchen. Alle Ticker haben ihren Dienst inzwischen eingestellt, und wenn man Experten glaubt, wird es wahrscheinlich JAHRE dauern, bis man von einer stabilen Situation in den Atomkraftwerken sprechen kann. Und bis dahin werden die Medien sicher keine Lust haben, jeden Tag über die neuesten Entwicklungen zu berichten. Oder doch?

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