Der Berg an Arbeit lichtet sich … hoffe ich zumindest …

Und mit der Klausur am Mittwoch neigt sich ein weiteres Semester, in dem ich ständig beschäftigt bin, dem Ende zu. Zwar hatten mich die Unterlagen für die Keiō-Universität noch bis diese Woche Dienstag fest im Griff, aber irgendwie hab ich es geschafft. Auch wenn ich ehrlich gesagt gar nicht so genau weiß, wie. Nachdem ich letzte Woche Donnerstag festgestellt hatte, dass man als Research Student einen Aufsatz über sein Forschungsthema zu verfassen hat (2000 – 3000 englische Worte oder 4000 – 6000 japanische Zeichen), war ich kurz davor aufzugeben und halt noch mal ein Japanischprogramm zu besuchen. Aber ich wusste, dass ich es im Nachhinein bereuen und das Auslandssemester als komplett verschwendet ansehen würde, also Augen zu und durch! Ich habe mich für die Variante auf Japanisch entschieden, um eine größere Auswahl an möglichen Betreuern an der Keiō zu haben … na ja, und um gleich mal fett Eindruck zu schinden 😛 Ich bin auch dreist bei einer weiter ausgearbeiteten Variante meines Bachelorthemas geblieben, denn die Zeit hätte definitiv nicht gereicht, um mich vernünftig in ein neues Thema einarbeiten zu können.

Nun ist alles auf dem Weg zur Keiō und ich warte darauf, was nun noch so kommen könnte. Vorwarnen ist ja keine Stärke des Akademischen Auslandsamtes, also darf man gespannt sein -.-‚ Irgendwie hab ich im Nachhinein Schiss, doch noch abgelehnt zu werden. Alle sagen zwar, dass jetzt nicht mehr viel passieren kann und dass die japanischen Unis im Normalfall niemanden ablehnen, den die FU vorschlägt ABER … ich bin ja selten der Normalfall … Was, wenn ihnen mein Thema nicht gefällt? Ich keinen Betreuer finde? Oder die Keiō Research Studenten generell doof findet?

Dazu muss man erwähnen, dass ich nach Aussage des Akademischen Auslandsamtes eine der wenigen Studenten bin, die sich für das Research-Programm entschieden hat. Ich weiß nicht, wie es bei den anderen japanischen Unis ist, mit denen die FU Austauschabkommen hat, aber die Keiō-Universität bietet drei verschiedene Programme an, für die man sich bewerben kann:

1. Das Japanese Language Program: Tōkai-Unterricht verlagert an die Keiō. Danke, aber nein danke! Ich bin zu alt für so was. Und ich hatte schon ein Austauschjahr mit Fokus auf die Sprache. Irgendwann muss ja mal gut sein. Ich hab auch ehrlich gesagt keinen Bock mehr doofe Texte zu lesen, Hörtexte auswendig nachzuplappern, belanglose Reden undwasweißich vorzubereiten, und wieder wie in der Schule regelmäßige Tests zu schreiben. Ich sehe jetzt schon, was den FU-Studenten in so einem Programm droht: Keine Zeit für Recherche für die Masterarbeit. Und dafür sind wir doch eigentlich da, oder?

2. Das Keiō International Program: Ein Program für undergraduate students – also Studenten ohne Abschluss. Also nix für mich, ich hab einen BA. Zwar teilte man mir mit, die FU würde uns auch als undergraduate hinschicken können, aber wofür hab ich mir denn jetzt bitte 5 Jahre den Arsch aufgerissen, wenn ich meinen BA dann verstecke??? Nö! Außerdem reizt mich das Programm allgemein nicht wirklich. Aus einer Vielzahl an Kursen muss man eine bestimmte Anzahl belegen und Punkte erbringen. Der Unterricht ist dabei BA-Niveau, viele Einführungkurse wie „Geschichte Asiens“, „Kultur Asiens“, „Politik Asiens“. Nichts, was ich mir großartig an der FU anerkennen lassen könnte.

3. Das Research Program: Als Forschungsstudent an die Keiō + freie Hand bei der Kurswahl. Wollen Sie Sprachkurse belegen? Ja? Okay! Nein? Auch okay! Wollen Sie Masterkurse belegen? Ja? Okay! Nein? Noch mehr okay! Klingt genau nach einem Programm, wie ich es haben will! Natürlich verlangt es ein höheres Maß an Eigenverantwortung und -initiative, doch trotz meiner anfänglichen absoluten Unsicherheit bin ich im Nachhinein der Meinung, mich richtig entschieden zu haben. Weg vom verschulten Tōkai-Unterricht, hin zur Möglichkeit das Austauschsemester WIRKLICH für meine Masterarbeit zu nutzen. Jetzt muss ich nur noch eins herausfinden: Wie weit kann ich von meinem im eingereichten Essay beschriebenen Forschungsthema abweichen? Und mit abweichen meine ich ein anderes Thema bearbeiten 😛

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4 Antworten zu Der Berg an Arbeit lichtet sich … hoffe ich zumindest …

  1. nori schreibt:

    Ich bin fast so stolz auf dich, als hätte ich diese 4000-6000 Zeichen selbst geschrieben! (Zum Glück für dich, hab ich’s nicht…)

    Du schaffst das, und du bist ganz toll!

    Aber dass ich dein größter Fan bin, wusstest du ja schon, was?

    Bisous!

  2. kei schreibt:

    Diana, du kannst zukunftig eine Proffesorin werden!!!(^0^)/

  3. nagarazoku schreibt:

    @Nori
    Muhaha, meine Fangemeinde wächst an auf … eins 😀

    @Kei
    Ich will gar keine Professorin werden, nein, nein 😛

  4. nori schreibt:

    Aber Diana, es gibt keinen Job, bei dem eine Brillenträgerin sexier aussieht, als den der Professorin!

    Du kannst eine Lehrstuhlbitch werden! Wie im Pornofilm!

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