Tage wie dieser …

… rauben mir jeglichen Nerv und alle Energie. Man hätte mit Uni- und JLPT-Vorbereitung eigentlich genug zu tun, muss aber arbeiten gehen. Doch anstatt, dass man einfach nur in Ruhe vor sich hinarbeiten darf, wird man genervt.

Mamas neue Hilfskraft, J., von mir nur noch „Der Welpe“ genannt, ist eine 35-jährige Frau im Körper und mit dem Hirn einer 12-jährigen. Man glaubt nicht, dass sie wirklich 11 Jahre älter ist als ich. Ein Mädel, bei dem mein BH spontan Feuer fängt. Sie ist so unselbstständig und so eine unglaubliche Drama-Queen, dass ich ihr manchmal einfach nur noch eine Ohrfeige verpassen will. Gefühlte 100 Mal am Tag erzählt sie mir, wie toll meine Mami doch ist und wie böse, böse, böse doch alle anderen. Kritikunfähig ist die Gute, mehr nicht. Jedes Mal, wenn irgendwas nicht funktioniert, sie was nicht weiß, ihr Handy runtergefallen ist oder sie einen Anschiss kassiert hat, rennt sie mit Pipi in den Augen zu meiner Mutter – oder halt zu mir, wenn meine Mutter am Wochenende nicht da ist. Und was soll ich sagen: Ich bin zu nett. Geduldig höre ich mir ihr Gelaber an, wie eine Posteule überbringe ich meiner Mama ständig Nachrichten von ihr und wie die Sekretärin ruf ich sie an. „Aber hoffentlich stör ich deine Mama nicht!“ NEIN! Keine Sorge, die hat ja frei und sitzt zu Hause. Dass ICH gerade hier eigentlich arbeiten müsste und zu nichts komme, weil du nichts allein kannst, das übersieh mal bitte! Und ja, bleib bitte mitten im Gang stehen, da störst du am meisten! AAAHHH!!!

Heute wollte sie sich dann erkenntlich zeigen und mir im Café helfen. Schlechte Idee, gaaanz schlechte Idee. Ich hasse so etwas! Leute, die von meiner Arbeit keine Ahnung haben, sollen die Pfoten weglassen! Helfen dürfen mir nur meine Mama und Frau M. von der Rezeption. Aber der Welpe war trotz mehrmaligem „Du brauchst mir nicht helfen!“ in seinem Eifer kaum zu bremsen. Unbemerkt räumte sie mein sauberes Geschirr in den Geschirrspüler und brachte jede Bestellung zielsicher an den falschen Tisch. Ich liebe Leute, die helfen wollen, einem dann aber zustätzlich mehr Arbeit machen. Da ich das benutzte nicht vom unbenutzten Geschirr im Geschirrspüler unterscheiden konnte, war der am Ende so voll, dass ich einen Haufen Restgeschirr mit der Hand spülen musste. DANKE! Meine Nerven waren kurz vorm Reißen. „Aber P. hat gesagt das ist so, und dann hat G. aber gesagt, dass das so ist. Und I. hat gesagt, die Karten sind zu klein. Und auf der 4 hat X. heute Y. zum Heulen gebracht und Y. will jetzt nicht mehr zur Arbeit kommen. Also, sowas finde ich voll schlimm. Ich mein, ich kenn das ja und…“ OH MEIN GOTT!!!

Es kann sich keiner vorstellen WIE, WIE, WIE, WIE, WIIIE froh ich bin, dass nächstes Wochenende frei ist. Ich schwöre, ich wäre sonst fähig zum Mord!!!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Mein Nebenjob, Wutanfälle veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Tage wie dieser …

  1. Nori schreibt:

    Oh mein Gott. Du tust mir leid. Ja so leid. Das klingt furchtbar! Bäh, dass es solche Leute gibt! Und dann in dem Alter! Ich meine, die Frau ist erwachsen. Und nicht etwa eine „junge Erwachsene“, sondern eine, die eigentlich gesetzt und welterfahren mit beiden Beinen im Leben stehen sollte. Aber was du hier schreibst, erinnert mich an die großen Pausen in der siebten Klasse…

  2. Tabea schreibt:

    Dein BH fängt Feuer? 😉

  3. nagarazoku schreibt:

    @Tabea
    Ja, spontane Feminismus-Selbstentflammung meiner Reizwäsche 😛

    @Nora
    Es ist schlimmer als in der 7. Klasse, denn ich bin geistig nicht mehr in der 7. Klasse und muss das trotzdem alles ertragen 😦

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s