Odyssee bei der Wohnungssuche

Austauschstudenten dürfen sich nicht selbst um Wohnheimplätze bewerben. Schön, dass einem das mal gesagt wird. Noch schöner, wenn einem das 3 Monate nach Fristablauf gesagt wird. Somit gibt es für Kei also keine Möglichkeit, in einem Wohnheim des Studentenwerks unterzukommen. Gut, nachdem, was ich so an Wohnheimen gesehen habe, vielleicht auch nicht der Weltuntergang, doch nun ging damit für uns die Odyssee auf der Suche nach einer Unterkunft für Kei los.

Erst dachte ich an eine möblierte Ein-Raum-Wohnung oder wahlweise an ein möbliertes Zimmer, da ich es für eine Verschwendung halte, sich für ein Jahr komplett neu mit Möbeln einzudecken. Doch was einige Leute da so an Zimmern anbieten, meine Fresse! Eines sah halbwegs vielversprechend aus, entpuppte sich dann aber als ein Zimmer in einer Wohnung, in der dann noch ein halbseitig gelähmter älterer Herr und seine polnische Pflegekraft gewohnt hätten. Nicht unbedingt DIE Umgebung für einen jungen Menschen, zumal Kei die Küche nicht hätte nutzen können, da man diese nur durch das Zimmer des Mannes erreichen kann. Einmal umsonst nach Mitte und zurück.

Heute haben wir uns dann ein möbliertes Apartment in Mariendorf angesehen. 380€ mit allem drum und dran und die Photos auf der Homepage sahen recht vielversprechend aus – da war aber dann wohl auch ein Profi am Werk. Ich habe selten einen so hässlichen Apartmentkomplex betreten. Das Zimmer was schmal, die Möbel haben nicht zusammen gepasst und das „Bett“ war ein Feldbett mit Fell überzogen, damit man es auch noch als „Couch“ benutzen kann. Alles in allem die 380€ auf keinen Fall Wert! Ach ja, und danke an den „netten“, „freundlichen“ und „zuvorkommenden“ Hausmeister – da fühlt man sich doch richtig willkommen. Die Umgebung war toll – ruhig und grün, aber auch das ist ja leider nicht alles. Einmal umsonst nach Mariendorf und zurück *grummel* Ist ja nicht so, dass ich Hausarbeiten zu schreiben hätte 😦

Eine Wohnung, mit der wir recht zufrieden waren, war schon dabei – die allererste, die wir uns angesehen haben. Ein Tipp von einem Bekannten. Problem: 2-Raum-Wohnung für rund 470€ – das kann sich Kei allein nicht leisten und ich selbst hab ja leider keine Finanzen, die ich beisteuern könnte 😦 Vom Schnitt her war die Wohnung toll – mit 2 großen Zimmern, einem halbwegs großen Bad und einer annehmbar großen Küche. Die Aussicht war phantastisch. Nur das liebe Geld eben *heul* Allerdings wäre es mit einem Fahrstuhl, der nur in den Etagen 3, 6 und 9 hält und einer Wohnung, die in Etage 8 liegt, beim Umzug wohl recht lustig geworden …

Eine weitere Wohnung steht noch aus – ein Tipp von Ronja. Eine 1-Raum-Wohnung am S Sundgauer Str. Besichtigung ist am Montag. Sie wäre unmöbliert, aber inzwischen denke ich, dass man sich auch für „nur“ ein Jahr nicht mit irgendeiner Ausstattung zufrieden geben muss. Und in Möbelhäusern wie IKEA kann man sich ja halbwegs preisgünstig einrichten.

Weitersuchen tu ich natürlich trotzdem, da sich ja auch noch mehr Interessenten für die Wohnung am Montag finden könnten, aber ich bin doch schon gut ausgelaugt. Immer umsonst fahren macht keinen Spaß 😦

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