Ein Zitat, wie als wenn ich an die Wand gehen würde (04)

Kapitel 5.4 Das überraschende Ereignis der Parlamentswahl am 12.02.1985

Fangen wir doch vielleicht mal damit an, dass mir dieses Kapitel genau einen (!) Stichpunkt gebracht hat:

– die neugegründete Partei von Kim Young-sam und Kim Dae-jung (NKDP – Neue Koreanische Demokratische Partei) wurde überraschenderweise stärkste Oppositionspartei, den Sieg trug die DGP davon

Mal davon abgesehen, dass etwas nur dann überraschend ist, wenn es überrascht, also in diesem Fall, wenn nicht die Partei des Präsidenten gewonnen hätte, hat dieses Kapitel stolze 10 Seiten dafür gebraucht, dem Leser davon zu berichten. Eine Meisterleistung! Wie kommt das? Ganz einfach: Unsere Autoren verlieren sich mal wieder ein kleinkarierter Detailscheiße:

Als erstem gelang es Kim Young-sam, das (OH MEIN GOTT!!! „DASS“ UND „DAS“ SIND DOCH NUN ECHT NICHT SO SCHWER ZU UNTERSCHEIDEN!!! WARUM IN 3 TEUFELSNAMEN MACHEN DIE LEUTE STÄNDIG, STÄNDIG, STÄNDIG DIESEN FEHLER??? DAS IST JA WIE IM ÜBERSETZUNGSKURS HIER!!!) man es ihm zutraute, eine echte Oppositionspartei zu gründen. (Keine falsche, eine echte! Das traute man ihm wirklich zu! Ihm, einem Politiker! Da haben sich die Anstrengungen der Jahre doch wirklich gelohnt.) Nach drei Jahren Hausarrest trat er am 18. Mai 1983 in einen unbefristeten Hungerstreik. Nach einiger Zeit konnte die Regierung dies nicht mehr verheimlichen, zumal Kim Dae-jung der im Dezember 1982 nach Aufhebung der gegen ihn verhängten Todesstrafe in die Vereinigten Staaten ausgereist war, in einer Erklärung das koreanische Volk über Kim Young-sams Hungerstreik informierte. Kim Young-sam wurde am 30.Mai von seinem Hausarrest befreit. (Zeitgleich fiel in China der Sack Reis, der für Kim Young-sam zum Verzehr bestimmt war, tot um. Er konnte mit dem Schicksal, dem Hungerstreik Kims zum Opfer zu fallen und niemals geleert zu werden, einfach nicht umgehen und nahm sich das Leben wie als wenn er ein japanischer reizbarer Samurai wäre. Sein Tod gehört aber zu einem der vielen Ereignisse, die von Korea vertuscht worden und bis heute immer noch geleugnet werden, so dass er in kaum einem Buch über die Geschichte Koreas Erwähnung findet.) […]

Vom 30.Juni bis zum 14.November 1983 strahlte das erste Programm des KBS-Fernsehens die Reihe „Wir suchen die getrennten Familien“ aus, 138 Tage lang, insgesamt 453 Stunden. Das rege Interesse der Zuschauer zeigte geradezu körperlich (Wie darf ich mir das bitte vorstellen?), wie groß das Leiden der Menschen war, die in einem getrennten Land leben mussten. Während dieser Sendung traten insgesamt über 50.000 Leute auf, von denen 10.189 Menschen ihre Familienmitglieder wieder treffen konnten. Immer wieder flossen Tränen. (Dieses Ich-heule-mal-in-die-laufende-Kamera-Fernsehformat stammt also aus Korea? Okay, das ist gemerkt und wird irgendwann heimgezahlt!) […]

Bei den Asienspielen, die im September und Oktober in Seoul veranstaltet wurden, gewann Korea insgesamt 93 Goldmedallien und nahm damit nach China den zweiten Platz ein. Das war als ein Erfolg der Sportförderung durch das Chun-Regime zu bewerten. (Wenn dieses Regime auch sonst nichts geschafft hat, es war in der Lage, gute Sportler hervorzubringen, und das ist ja auch das wichtigste in der Politik!)

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2 Antworten zu Ein Zitat, wie als wenn ich an die Wand gehen würde (04)

  1. Nora schreibt:

    Naja man kann sagen was man will aber eins ist sicher. Das die DDR damals auch echt viele Goldmedaillen gewonnen hat. Weil das war aber auch wegen der Förderung der Regierung zu verdanken aber auch mit Doping gewesen.

  2. nagarazoku schreibt:

    Nora, ich liebe dich für deine Kommentare *knutsch*

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