[Unterwegs] Hakone, die Zweite

Von der Uni aus hatte ich ja schon einmal das Vergnügen nach Hakone fahren zu können. Heute dann wollten mir Keis Eltern noch ein paar andere Plätze an diesem Ort zeigen. Das Wetter schien perfekt dafür, und um den Wochenendstau zu vermeiden, machten wir uns gegen 7.00 Uhr morgens auf den Weg o.O Leider verkrümelte sich das so tolle Anfangswetter recht schnell. Es zog sich zu und später fing es auch an zu regnen.

Zuerst besuchten wir zwei für die Gegend wohl bekannte Schiffe und einen kleinen Schrein in deren Nähe.

Weiter ging es dann zu einer Sehenswürdigkeit, die ich auch kannte: zum Hakone-Schrein 箱根神社 mit dem Tor im Wasser. Das Schreingelände ist groß, schön und dank der ziemlich frühen Uhrzeit war es fast komplett leer. Keis Eltern kauften mir einen schönen Talisman gegen Unglück und ich durfte einen Wunsch auf ein Holztäfelchen, ema 絵馬, schreiben. Mein omikuji お御籤 , eine Art Orakel, verhieß mal wieder nichts Gutes. Ich solle die Finger von der Liebe lassen, sie würde mich im Nachhinein zur zum Weinen bringen o.O Also wurde es an einem festgelegten Ort am Schrein befestigt den Göttern überlassen 😉

Was macht man sonst noch so, wenn man schon mal in Hakone ist? Richtig: Sich den ganz in der Nähe befindenden Fuji-san 富士山 ansehen. Allerdings zog es sich immer weiter zu, so dass er sich (wieder einmal *grummel*) nicht zeigte. Keis Eltern verbrachten eine gute Weile damit, einen Platz zu finden, von dem aus man ihn angeblich gut sehen konnte, aber die Wolkendecke war inzwischen einfach schon zu dick.

Da ist er … oder soll er sein … der Fuji-san 😉

Inzwischen glaub ich, dieser Berg boykottiert mich. Wann immer ich an einem Ort war, an dem man den Fuji-san fantastisch hätte sehen können, war es bevölkt, neblig oder es regnete. Na, warte du Berg, ich komme noch mal nach Japan! 😛

Ich muss übrigens noch erwähnen, dass ich selbst nie geglaubt hätte, dass Japan so viel Natur hat, wie ich sie heute gesehen habe. Waldbewachsene Berge soweit das Auge reicht. Leider gab es nirgends einen Rastplatz, um das mal zu fotografieren, aber ab und zu erinnerte mich der Anblick doch stark an Zeiten, an denen ich mit meinen Eltern im Auto durch Norwegen flitzte.

Inzwischen knurrten unsere Mägen ganz ordentlich und wir fuhren in ein Nahes Dorf, um zu essen. Welche Störung in meinem Gehirn dafür verantwortlich ist, weiß ich nicht, aber irgendwie vergesse ich immer, immer, IMMER wieder, dass das Ei im so genannten oyakodon 親子丼, eine Schale Reis mit Hühnerfleisch und Ei, also wortwörtlich „Eltern und Kind“, verdammt noch mal fast ROH ist! In meinem Kopf sehe ich immer nur die Bilder von Hühnerfleisch und einem leckeren Ei, dann bestell ich es, und kaum bekomme ich es vorgesetzt, dreht sich mir der halbe Magen um. Aber egal, das Essen war mehr als teuer und ich hab ganz brav aufgegessen.

Danach ging es noch Mitbringsel einkaufen, aber wohlwissend, dass mein Koffer schon genug wiegt, hielt ich mich da etwas zurück. Zwar kein Mitbringsel, aber an einem Kanji-Lernprogramm für den Nintendo-DS kam ich dann doch nicht vorbei. Ich will ja nicht, dass meine grauen Kanji-Zellen nach so viel Anstrengung hier an der Uni in Deutschland dann einfach absterben 😉

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2 Antworten zu [Unterwegs] Hakone, die Zweite

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