An den Tisch!

In ätzender Hitze schafften wir es dieses Wochenende endlich mal wieder zur Teezeremonie. Die Fahrt gestaltete sich als nicht ganz einfach, denn das Tanabata-Fest findet immer noch statt und die Stadt ist bereits ab 10 Uhr morgens mit Menschen überschwemmt. In keinem einzigen hin zum Bahnhof war Platz für mich, die Busse fuhren teilweise einfach weiter, und musste die halbe Stunde bis zum Bahnhof laufen. Bei 30 Grad mit 97% Luftfeuchte. Danke! Der Bahnhof war übervoll, man kam nur in Minischritt-Tempo voran und überall waren Polizisten aufgestellt, die den Menschenverkehr regelten. Zum Glück wollten alle zum Tanabata-Fest, ich aber von ihm weg. Eine leere Bahn erwartete mich!

Ronja und Simone waren auch noch so nett, trotz meiner halbstündigen Verspätung auf mich zu warten, so dass wir zusammen bei Tsurumi ankamen. Leider jedoch ohne Tabea, die sich am Tag davor auf dem Tanabata-Fest wohl etwas verausgabt und augenscheinlich einen leichten Hitzschlag hatte. Gute Besserung!!!

Dieses Mal stand eine besondere Form der Teezeremonie an: Teezeremonie am Tisch. Das bedeutete: kein seiza!!! Meine Beine bedankten sich noch den gesamten Tag aufrichtigst bei mir! Bei dieser Form der Teezeremonie arbeitet man zudem nicht allein, sondern bekommt einen kleinen Helferzwerg zur Seite gestellt, der dafür sorgt, dass der Gast versorgt ist. Simone, Ronja und ich wechselten uns also ständig in den Rollen des Gastes, des „Teemeisters“ und des „Helferzwerges“ ab, und ich muss sagen, dass ich auch dieses Mal wieder viel Spaß hatte, auch wenn der hishaku (eine Art Holzkelle zum Transport des Wassers) echt kompliziert sein kann!

Eigentlich hatten wir ja vor, nach der Teezeremonie zusammen auf das Tanabata-Fest zu gehen, aber nachdem ich die Bilder vom vorherigen Tag herumgezeigt hatte und die Sonne immer heftiger auf unser Haupt knallte, die Mädels zudem die Aussicht hatten, nicht mehr mit dem Bus nach Hause zu kommen, ließen wir es lieber bleiben. Ich fuhr zwar einen Umweg, um zu Keis Haus zurückzukommen, aber das brachte mir nichts, alle Wege zum Tanabata-Fest waren dicht. Ich hätte echt nicht gedacht, dass dieses Fest SO beliebt ist. Nach Stehen in der Bahn, Anstehen an der Bushaltestelle und letztendlich Stehen im Bus hatte ich dann auch keinen Bock mehr mich dem Festtrubel auch nur das kleinste bisschen zu nähern und legte mit Kei nach langer Zeit mal wieder einen Videoabend ein.

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