Die Haare müssen ab!

Es wurde mal wieder Zeit. Im Februar haben sich Ronja (in Deutschland) und ich (in Japan) uns ja auf zum Friseur gemacht, um die Strubbel etwas in Form zu bringen. Aber Februar ist schon eine Weile her und nun war es mal wieder Zeit, einen Profi ranzulassen. Da wir beide derzeit etwas knapp bei Kasse sind, entschieden wir uns für einen Friseur in der Nähe, um Fahrtkosten zu sparen.

Etwas Bammel hatte ja schon ja, meine Haare einem inaka-Friseur (inaka 田舎 ist das japanische Wort für Dorf, und auf einem Dorf befinden wir uns hier allemal) in die Hand zu drücken, denn die Chancen waren hoch, dass dieser noch nie etwas anderes als japanisches Haar frisiert hat. Aber ich hab mich einfach mal darauf verlassen, dass er mit den Worten „Bitte die Haarmenge nicht reduzieren!“ doch etwas anfangen kann und mich nicht verschandelt. Also die Ronja geschnappt und los ging es.

Der ausgewählte Friseur befand sich in einem kleinen Laden in der Nähe der „Santa Dental Klinik“ – und Ronja und ich hegen immer noch die Vermutung, dass der Friseurladen insgeheim vom Osterhasen geführt wird. Wir begaben uns dann voller Vertrauen in die Hände der beiden anwesenden Friseure – Ronja in die Hand einer Quasselstrippe und ich in die Hand des etwas älteren Ladeninhabers, der mir gleich erzählte, dass ja noch nie Ausländer in diesem Laden waren. Und er war auch sehr erstaunt, dass wir Ausländer wirklich dünnere und feinere Haare haben als Japaner. Okay, ich war dann doch ganz froh, dass er das VOR dem ersten Schnitt festgestellt hat! Aber ich will nicht meckern: Das Ergebnis kann sich sehen lassen und der Preis war mit weniger als 25€ inklusive waschen, föhnen und stylen wirklich mehr als angemessen. Die Haare sind jetzt so kurz, dass der Nacken frei liegt, was bei diesem Wetter eine echte Erleichterung ist. Ich bin froh, dass wir uns getraut haben, trotz der ganzen Horrorstorys, die man gerade über japanische inaka-Friseure so erzählt bekommt 😀

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