[Unterwegs] Zu Besuch beim Kaiser von Japan

Am 15.06. – hier offizieller Vatertag – begaben sich Ronja, Basti, Kei und ich dann also endlich mal zum Palast des Kaisers in Tōkyō. Sich dem Palast selbst nähern konnte man leider nicht, aber dafür umgab diesen ein wunderschönes Gartengelände, das es zu erkunden galt. Davor besuchten wir noch den nahegelegenen Yasukuni-Schrein 靖国神社. Dieser Schrein ist den im Krieg für Japan Gefallenen gewidmet, einige unter ihnen verurteilte Kriegsverbrecher, was häufig zu Zündstoff in der Beziehung zwischen China und Japan geführt hat, wenn der Premierminister dem Schrein einen Besuch abstattet.

An und für sich ist der Yasukuni-Schrein ein echt schöner Schrein auf einem beachtlich großem Gelände, und mit einer der ältesten Noh-Bühnen Japans.

Getrübt wurde das Bild nur von ein paar sehr patriotischen Japanern, die mit Flaggen und alten Kriegsuniformen das Schreingelände belagerten.

Na, da fühlt man sich doch so richtig willkommen … Auf den ersten Blick wirkt der Yasukuni wie jeder andere normale Schrein auch, aber die geschichtlichen und politische Bedeutung darf man natürlich nicht vergessen und sie lasten einem irgendwie doch schwer auf dem Magen … Für mehr Informationen bitte einmal den Wikipedia-Artikel bemühen 😉

Unsere nächste Station war der Kaiserpalast. Ein riesengroßer Garten in einer riesengroßen Stadt.

Ein wirklich schönes Gelände auf dem es viel zu sehen gab. Leider wurden um den Garten herum die gesamte Zeit irgendwelche Bauarbeiten ausgeführt und es war unerträglich laut. Und heiß! So machten wir uns bald auf ein Café zum Ausruhen zu suchen. Vorbei an dem Sitz der Mainichi-Shinbun, durch ein Buchladen-Viertel hinein in einen Starbucks, wo wir die nächsten zwei Stunden verbrachten. Ich liebe Starbucks! Schade, dass ich mir diesen Luxus in Deutschland bestimmt nicht mehr leisten kann 😦 So ein Stipendium ist schon was Feines …

Fix und fertig wollten sich Kei und ich dann auf den Nachhauseweg machen, als uns einfiel, dass wir für Keis Papa ja noch ein Vatertagsgeschenk besorgen mussten. In Tōkyō würden wir fündig werden, dachten wir. Leider stellte sich der Bahnhof um die Station Tōkyō herum als das dekadenteste Viertel heraus, das ich in meinem Leben bisher gesehen habe. Tausende von riesigen Einkaufszentren in denen nur Läden von Marken wie Gucci oder Louis Vuitton Platz hatten.

Das lag jetzt alles wirklich nicht so in unserer Preisklasse, also beschlossen wir im heimischen Kaufhaus etwas zu erstehen ^^ Einmal ohne Rücksicht auf den Kontostand in Tōkyō shoppen, das wäre es ja …

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Unterwegs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s