Teezeremonie und Geschenke

Im April sollte es ja wie versprochen mit der Teezeremonie losgehen, und so machten wir uns gestern zu unserer ersten richtigen Unterrichtsstunde auf nach Machida. Da wir ein kleines bisschen Panik hatten zu spät zu kommen, kamen wir ungefähr eine halbe Stunde zu früh. Zu früh zu kommen ist unhöflich, dachten wir uns, und wollten die halbe Stunde draußen bei gemäßigten Temperaturen abwarten. Aber natürlich wurden wir von Tsurumi „ertappt“ und reingeholt. Sie fand das ganze so lustig, dass sie das nachher gleich Shoko-Sensei erzählte ^^;

Ich hatte eigentlich erwartet, wir würden in der ersten Stunde eher klein Anfangen und die Grundsachen erklärt bekommen. Nix da! Tsurumi ging gleich in die Vollen und am Ende hielt sogar jeder von uns eine Teezeremonie ab. Ich möchte nicht wissen, was ich alles falsch gemacht habe und wie viele böse Geister ich heraufbeschworen habe, aber es hat Spaß gemacht XD Mir gefällt der Lehrstil ausgesprochen gut. Schön ruhig, ganz geduldig und wird alles auch noch ein sechstes Mal wiederholt. Da hat man vor Fehlern keine Angst und auf die nächste Stunde freut man sich auch.

Außerdem hatte Tsurumi unglaublich leckere japanische Süßigkeiten vorbereitet, die zusammen mit dem Tee gereicht werden und das Bittere des Tees fantastisch ausbalancieren.

Meine Beine haben allerdings wahnsinnig gelitten, weil sie die gesamte Zeit im seiza verbringen mussten. Ich dachte am Ende wirklich, die sterben mir ab! Bis ich so lange im seiza sitzen kann wie Tsurumi dauert es wohl noch ein paar Jahrhunderte XD

Am Ende lieh sie uns allen noch Tücher, die bei der Teezeremonie verwendet werden, um auch Zuhause üben zu können. Ich möchte ja nicht wissen, was auch nur eines von denen Wert ist. Irgendwie ist alles, was auch nur den kleinsten Bezug zur Teezeremonie hat, schweineteuer O_o

Im Anschluss an unsere erste Stunde hatten wir noch eine Verabredung mit unserer Adoptiv-Oma Shoko 😛 Da wir schon etwas spät dran waren, fuhr uns Tsurumi netterweise hin.

Shoko ist echt eine Oma, wie sie im Buche steht. Sobald wir kommen, wird aufgetischt und wir fühlen uns immer wie die Schmarotzer. Gestern dann sowieso in einem beachtlichen Ausmaß. Wir bekamen von ihr zum Üben im Wohnheim nämlich ein Set aus Gegenständen für die Teezeremonie plus einem Topf – und die billigsten von denen kosten etwa 60.000 Yen – etwa 390 Euro – und da selbst Shoko meinte, dass das Ding schweineteuer war, wird es wohl noch mehr als das gekostet haben O_o

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