[Unterwegs] Der 4. Tag: Nara

Nach einem wirklich entspannenden Tag und Abend frühstückten wir ganz in Ruhe im Hotel und machten uns im Anschluss zum Bahnhof von Kyōto, um von dort aus nach Nara 奈良 zu fahren.

Nara ist eine der ältesten erhaltenen Städte Japans und besonders für seine alten Gebäude, freilaufenden Rehe und den Daibutsu 大仏 bekannt. Von Kyōto schafft man es in rund 50 Minuten nach Nara, also bot sich das mehr als an. Es gibt zwei Arten von Zügen nach Nara: den normalen Express für 610 Yen (etwa 4 €) und den Super-Express mit dem man etwa 15 Minuten spart, aber auf den man dann nochmal 500 Yen (etwa 3,50 €) draufzahlen muss. Wir begnügten uns also mit dem normalen Express, da durch die vorgegangenen Tage unser Geld auch etwas geschwunden war. Und wie in Japan üblich schliefen wir die komplette Fahrt über XD

Auch in Nara war das Wetter mehr als bescheiden. Inzwischen war mir das aber komplett egal 😛

Mein Eindruck von Nara? Eine sehr alt wirkende Stadt bevölkert mit Massen an Rehen, die einem sogar auf dem Fußgängerweg entgegen kommen.

Die Rehe Naras sind echt überall und an Menschen gewöhnt. Auf dem Weg zum Daibutsu haben wir sie an jeder Stelle getroffen. Man konnte überall auch Reh-Futter kaufen, da die Rehe aber wirklich sehr aufdringlich werden können und einem zur Not an der Jacke festhalten, wenn man versucht aus einer Gruppe hungriger Tiere zu fliehen, würde ich fast davon abraten XD Viel mehr Spaß macht es dabei zuschauen, wie sich andere Leute mit den Tieren rumschlagen müssen XD

Der tōdaiji 東大寺 ist das größte rein aus Holz gefertigte Gebäude der Welt und beherbergt die größte Statue des Buddha, des daibutsu 大仏, ebenfalls der Welt. Der Daibutsu ist rund 16 m groß und echt eine unglaubliche Erscheinung. Fast noch beeindruckender als die freistehende Statue in Kamakura.

Auf dem Photo kommt leider so gar nicht rüber, wie groß die Statue ist, aber der Opfertisch vor gibt lässt es vielleicht ein wenig erahnen.

Im Anschluss schauten wir uns die vielen Gebäude, Schreine und Tempel in der Umgebung an (Da will wohl jemand Kyōto Konkurrenz machen, was? :P).

In der Gegend, in der wir uns befanden, wirkte Nara wirklich wie eine Stadt aus einer anderen Zeit.

Einige der alten Häuser waren sogar bewohnt, das fand ich sehr faszinierend. Das Gebäude auf dem letzten Photo ist, wenn ich mich recht erinnere, ein Speicher.

Im Anschluss gab es wieder eine Menge Schreine zu sehen, angesiedelt in einem der faszinierendsten Parks, die ich bisher in Japan gesehen habe. Uralte Bäume, von Laternen gesäumte Wege, unzählig viele Schreine, die sich in ihrem rot beeindruckend von dem Grün und Braun der Pflanzen abhoben, und überall Rehe, Rehe, Rehe XD

 

Besonders dank der Rehe ein echt schöner Tag in Nara ^^

Die Rückfahrt schlauchte dann echt total. In Nara mussten wir eine halbe Stunde auf den Zug warten, bevor wir uns auf die 50minütige Fahrt zurück nach Kyōto machen konnten. Eine Stunde mussten wir dann in Kyōto totschlagen, dann ging es 2 1/2 Stunden zurück nach Tōkyō. JR Line von Tōkyō nach Hiratsuka, natürlich die ganze Stunde im Stehen. Und da bei unserer Ankunft keine Busse mehr fuhren, mussten wir auch noch eine Stunde laufen *ächz* Als wir endlich ankamen, konnten wir echt nichts anderes mehr als glücklich aber fix und alle ins Bett fallen!

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