[Unterwegs] Der 3. Tag: Hotelwechsel

Ich hab bis jetzt noch nicht verstanden, warum wir für die letzte Nacht das Hotel gewechselt haben – hat irgendwas mit dem Paket, das wir über die Reiseagentur gebucht haben, zu tun – aber Kei wird sich schon irgendwas dabei gedacht. Das hieß allerdings, dass wir bis 10 Uhr aus unserem Zimmer raus sein mussten. Das andere Hotel war zwar nicht weit entfernt, aber wir konnten wieder nicht vor 14 Uhr einchecken. Unser Plan sah wie folgt aus: Sightseeing in Kyōto bis 14.00 Uhr, einchecken ins Hotel mit kurzer Pause, dann ab nach Nara.

Somit machten wir uns auf nach nijōjō 二条城, dem alten Wohnsitz des shōgun in Kyōto. Ach ja, hab ich erwähnt, dass das Wetter bescheiden war?

Um in das Innere des Gebäudes zu gelangen, wo Photos natürlich mal wieder verboten waren, musste man sich erneut die Schuhe ausziehen. Aber dieses Mal bekamen wir dann wenigstens Latschen, damit uns nicht die Füße abfrieren. Die Wände im Inneren waren komplett mit wunderschönen Wandmalerein versehen, zu deren Schutz die Räume abgedunkelt waren und wie gesagt das Fotografieren verboten war.

Eine deutsche Gruppe mit deutscher Führerin war auch unterwegs. Gott war das seltsam, auf einmal 100% der Gespräche fremder Leute zu verstehen. Obwohl deren Führerin irgendwie komisch war. Ich zitiere: „Also früher hielten sich ja die Damen immer die Hand vor den Mund, wenn sie lachten, und wenn sie genau hinschauen, dann wird das auch heute noch immer so gemacht. Besonders Frauen, die wir schon als affektiert bezeichnen würden, halten sich immer die Hand vor den Mund, wenn sie lachen. Aber der Westen hat auch da seinen Einfluss auf die Japaner, und inzwischen sieht man auch häufiger Japanerinnen, die lachen ohne sich die Hand vor den Mund zu halten. Also sie werden es heutzutage wirklich nur noch relativ selten sehen, dass eine Japanerin sich beim Lachen die Hand vor den Mund hält.“ Alles klar?

Im Anschluss spazierten wir noch ein wenig durch den Garten, der wahrscheinlich noch viel schöner gewesen wäre, wenn das Wetter besser gewesen wäre.

War es aber mal wieder nicht. Kann man nichts machen. Wir gingen also einchecken. Und als wir da auf unseren Hotelbetten saßen (in einem echt coolen Zimmer), so fix und fertig und ausgepowert vom vorherigen Tag, schmissen wir unsere Pläne über Bord und verbrachten den Rest des Tages vor dem Fernseher. Klingt langweilig? Hab ich seit 5 Monaten nicht mehr machen können und habe es also mehr als genossen!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Unterwegs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s