[Unterwegs] Der 1. Tag: Ankunft in Kyōto

Am 01.03 machten Kei und ich uns in aller Frühe auf nach Tōkyō, um mit dem Shinkansen innerhalb von 2 Stunden und ein paar Zerquetschten nach Kyōto zu gelangen.

Fazit: Der Shinkansen ist toll! Er ist pünktlich (grummliger Blick Richtung Deutsche Bahn), schnell, und diese Beinfreiheit! Mein Gott, nicht einmal, wenn ich es gewollt hätte, hätte ich gegen den Vordersitz treten können. Da können sich andere Vereine mal eine ganz dicke Scheibe von abschneiden!

Und da die Passagiere zu 80% aus Japanern bestanden, war es ruhig und unglaublich angenehm. Kein Lehne-Zurückstellen im 2-Minuten-Takt (ich erinnere an den Flug mit Air France nach Narita), kein Handygebimmel, keine laute Musik, nur angenehme Ruhe. Und da die Sicht durch blödes Wetter (das Wetter war die ganze Reise über echt bescheiden) auf den Fuji-san eh versperrt war, und es auf der ganzen Strecke sonst nichts zu sehen gibt, schliefen wir auch gleich ein. Unmöglich, ich werd hier echt noch zum Japaner!

Gegen Mittag dann schlugen wir in Kyōto am Hauptbahnhof auf. Da wir in unser Hotel unpraktischerweise erst ab 16 Uhr einchecken konnten, verstauten wir unser Gepäck in einem der ungemein praktischen Schließfächer am Bahnhof und machten uns auf zum ersten Sightseeing Richtung kinkakuji 金閣寺, dem Goldenen Pavillion.

Die Photos sprechen wohl für sich. Die beiden obersten Etagen dieses Gebäudes sind komplett mit Blattgold überzogen, und bei sonnigem Wetter würde die Farbe wahrscheinlich auch noch viel besser rauskommen, aber wir hatten leider Nieselregen… Egal! Kinkakuji bestaunt, durch den Garten gewandert und dann ab die umliegenden Tempel angeschaut.

Wenn man so durch Kyōto wandert, könnte man echt meinen, die komplette Stadt bestünde nur aus Tempeln und Schreinen. An jeder Ecke findet man zumindest einen kleinen. So verbrachten wir den Rest des Tages mit dem Bestaunen alter Tempel und Schreine, die für den (wahrscheinlich) ungeübten Blick am Ende irgendwie alle gleich aussehen (also für meinen Blick auch ^^; ).

Mit Einbruch der Dunkelheit machten wir uns dann auf zu unserem Hotel, besser gesagt ryokan 旅館. Die Zimmer hier sind im japanischen Stil gehalten (man schläft also unter anderem auf dem Boden). Ich habe mich in dem Hotel sehr wohl gefühlt *^^* Ich meine, allein, dass wir ein eigenes Klo und eine eigene Dusche hatten, machte dieses Zimmer gleich zum Palast. Und wir hatten einen Fernseher! Und auf dem Zimmer stand kostenlos grüner Tee bereit! Wasser in einem Wasserkocher war für uns vorgekocht, die Klimaanlage lief, als wir das Zimmer betraten… also wenn man mal fünf Monate im Wohnheim der Tōkai-Uni zugebracht hat, dann weiß man so was irgendwie noch viel mehr zu schätzen. Dementsprechend schlief ich dann fertig aber zufrieden ein.

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2 Antworten zu [Unterwegs] Der 1. Tag: Ankunft in Kyōto

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