[Unterwegs] You are my sunshine, my only sunshine

Am 26.02. verschlug es uns zum Geburtstag meines Freundes nach Ikebukuro 池袋, wo es ein Aquarium geben sollte, das wir uns ansehen wollten. Eigentlich hatten wir ja vorgehabt, zum Tōkyō Tower zu fahren, aber das Wetter ließ leider arg zu wünschen übrig und das wäre dann den Preis nicht wert gewesen. Die Fahrt nach Ikebukuro rein allein kostete aber auch schon 8€, was wieder mal zeigt, dass ich wirklich eher aus Kostengründen als aus Faulheit so selten nach Tōkyō reinfahre. Nun gut, für den Tag ließ sich das verkraften.

Das von uns aufgesuchte Aquarium befindet sich auf dem Dach eines Einkaufszentrums namens „Sunshine-City“. Und jetzt kann ich eines sagen: ich werde deutsche Kaufhäuser nie wieder als groß bezeichnen können. Dieses Zentrum war riesig, riesig, riesig. 9 Etagen oder so, innerhalb des Gebäudes zigtausende Ausstellungsräume und ein Vergnügungspark (Nennt man die Dinger eigentlich auch noch so, wenn sie drinnen sind?), auf dem Dach ein Aquarium und ein Planetarium, und die restlichen Etagen angefüllt mit Läden, deren Anzahl wahrscheinlich jegliche Vorstellungskraft sprengt. Ich war echt mehr als überwältigt.

Wir kämpften uns bis auf das Dach vor und bezahlten die rund 12€ für das Aquarium. Und wer sich meine Photos ansieht, wird wissen, dass ich mich mehr als amüsiert hab. Die Tiere waren ja so knuffig! Es gab nicht nur Fische, sondern auch andere Meereslebewesen und einen kleinen Zoo mit Tieren, die nichts mit Wasser zu tun hatten.

Nach dem Aquarium wollten wir was Essen gehen, verzweifelten aber an der Vielzahl der Restaurants (wir konnten uns einfach nicht entscheiden) und gingen dann zu einem Subway. Dürfte etwa der zweite Laden dieser Kette sein, den ich hier entdeckt habe. Und hat genauso geschmeckt wie Zuhause 🙂

Im Anschluss wollte ich mich auf die Suche nach einem Geschenk für meinen kleinen Bruder machen. In Ikebukuro gibt es ja eine Vielzahl an Anime- und Manga-Läden. Ich entschied mich für einen bekannten Laden – das Animate – und steuerte zielsicher darauf zu. Bis dahin war Kei eigentlich auch noch gewillt, sich mit mir in das Chaos zu stürzen, aber nachdem uns eine sehr … nackige … Cosplayerin entgegen kam, entschied er, dass es draußen wohl angenehmer wäre und wartete. Ich kämpfte mich inzwischen durch einen winzigen Laden mit tausenden von Fans und unübersichtlicher Auswahl. Für meinen Bruder hab ich leider nichts gefunden und für einen anderen Laden ließ sich Kei dann nicht mehr breitschlagen. Muss ich halt noch mal woanders schauen. Also zurück zum Bahnhof.

Eigentlich war es noch zu früh, um sich auf den Rückweg zu machen, aber da alle umliegenden Geschäfte eh nur Markengeschäfte waren und in keinem Café auch nur ein Platz frei war, machten wir uns auf dem Heimweg.

Bemerkenswert: Als ich gerade frisch in Japan angekommen war, konnte ich nicht in der Bahn schlafen. Inzwischen penn ich ein, sobald ich sitze, und schlaf bis zu meiner Station quasi durch. Und zum Glück hatten wir für die anderthalb-stündige Rückfahrt auch einen Sitzplatz!

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