Das Leben im Wohnheim mit einem Haufen Ferkel

Das Wohnheim hier ist ja sowieso schon nicht gerade der Luxusschuppen und wir Mädels müssen eine Menge Einschränkungen hinnehmen. Zum Beispiel, dass es für rund 80 Mädchen nur 5 Duschen gibt. Oder auf jeder Etage nur 3 Waschmaschinen und 4 – 5 Klos. Wäre ja alles nicht DAS Problem, wenn man sich hier so benehmen würde, dass man auf seine Mitbewohner Rücksicht nimmt. Hätte ich vor meinem Aufenthalt in Japan auf jeden Fall noch auf die anderen Europäer und die Amerikaner gezeigt und gesagt: „Die kriegen das nie hin!“, so muss ich doch jetzt sagen, dass es die anderen Asiatinnen sind, die einem das Leben hier im Wohnheim unnötig schwerer machen.

Sie besetzen morgens stundenlang die paar Duschen und vollziehen ihr heiliges Reinigungstritual, das uns dazu zwingt, Schlangen zu bilden und zu warten. Letztens sind Ronja und ich zusammen zu den Duschen gegangen, Ronja bekam eine, ich wartete, und wessen Dusche bekam ich letzten Endes? Ronjas!

Von den nicht abgeschlossenen Toiletten hab ich ja schon berichtet. Aber wenn die Toiletten nur nicht abgeschlossen wären! Die Asiatinnen hinterlassen auf selbigen einen Saustall, dessen weitere Beschreibung ich mir jetzt hier schenke. Nur soviel: Spinnen sind inzwischen das Letzte, das ich suche, bevor ich die Toilette betrete.

Und hier noch ein Problem, das Ronja gestern seeeeehr gut mit der Kamera einfangen konnte:

Ich weiß ja nicht, WIE die Mädels sich waschen, um sowas hinzubekommen, aber wie sollen WIR denn anschließend die Waschbecken benutzen? Es liegen extra Handtücher aus, um sein Gepladdere wegzuwischen, aber bei der Wassermenge schafft es ein Handtuch auch nicht mehr! Wo das herkommt? Hab ich mich auch lange gefragt, bis ich eine der Koreanerinnen mal beim Gesichtwaschen gesehen habe. Ich habe gedacht, sie versucht sich zu ertränken. Leicht über das Becken gebeugt spritzte sie sich Wasserladung nach Wasserladung ins Gesicht, wie das hübsche Model aus der Ganier-Gesichtspflege-Werbung. Dass dabei die Hälfte NEBEN, HINTER und VOR dem Gesicht landet, hätte ich Püppchen vorher sagen können. Ich weigere mich auch den Dreck von anderen wegzumachen! Wo kommen die denn her? Verwöhnte Gören, was? Machen die anderen schon weg, was??????????

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5 Antworten zu Das Leben im Wohnheim mit einem Haufen Ferkel

  1. missy schreibt:

    Ganz ruhig nagarazoku, nicht aufregen denk an deine Gesundheit^^. Könnt ihr das dort nicht dem Chef sagen, oder sowas wie ne beschwerde einreichen?

  2. nagarazoku schreibt:

    Das einzige was die machen: einen neuen Warnhinweis aufhängen und hoffen, dass ihn alle lesen und einhalten. Direkt angesprochen wird hier niemand auf seine Untaten 😛

  3. kajitsu schreibt:

    Hehe richtig so naga. Denen würde ich direkt ein nasses Handtuch ins Gesicht knallen!

  4. missy schreibt:

    huhu Kajiengelchen^^

  5. nagarazoku schreibt:

    @kaji
    Wenn ich sie mal dabei erwische, knall ich ihnen auch gleich zwei nasse Handtücher direkt ins Gesicht ^^

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