Der Hinflug 2. Teil

Wir saßen also dann doch im Flieger. Und diesmal hatte ich keinen wasserspritzenden Chinesen neben mir sitzen, sondern nur Ronja! Juhu! \(^o^)/Dass Menschen vor einem ebenfalls nerven können, lernte ich dann aber sehr, sehr schnell…

Die beiden Sitze vor uns gehörten zwei Mitreisenden vom wirklich übelsten Schlag! Ganz ehrlich, den ganzen Flug über haben sie sich absolut daneben benommen! Ihre Rückenlehnen waren so weit nach hinten gestellt, dass mir der Bildschirm des  Entertainment-Systems knapp vor der Nase hing. Ronja bekam mit einem Schwung ihr Wasser, das im Becherhalter stand, über ihren Schoß gekippt, als der Herr vor ihr meinte, vorsichtiges Zurückstellen der Rückenlehne sei wohl überflüssig. Während es normalerweise Sitte ist, die Rückenlehne während den Essenszeiten aufrecht zu stellen, damit jeder problemlos sein Essen auf die Tabletts stellen kann, wurden diese Beiden von den Stewardessen zwar mehrmals drauf hingewiesen, hielten es aber absolut nicht für nötig, den Aufforderungen nachzukommen. Während mit der kleine Bildschirm also schon knapp unter der Nase hing, während ich meine Rückenlehne selbst zurückgestellt hatte, konnte ich ihn während des Essens nun fast knutschen (denn ich bin ja rücksichtsvoll und habe für die Mitreisenden hinter mir meine Rückenlehne in eine aufrechte Position gebracht). Und dann war irgendwann allgemein verordnete Schlafenszeit. Die Crew wollte uns wohl schon auf japanische Zeit eichen und zog alle Fenster zu und schaltete das Licht aus. Dafür war ich ziemlich dankbar, hatte aber wohl nicht mit den beiden Spastis vor uns gerechnet. Als WIR schlafen wollten, erwachten sie nämlich aus ihrem Dornröschenschlaf, in denen endlich mal Ruhe vor Ronjas und meiner Nase herrschte, und vollzogen als erste Amtshandlung: Vorhänge ihrer Fenster wieder aufziehen, grellste Sonnenstrahlen in das Flugzeug lassen und alle Leute aus ihrem Schlaf reißen! Selbst Martin hat das geweckt, und er saß 10 Reihen hinter uns! Nachdem die Stewardess sie darauf hinwies, dass das jetzt nicht geht, zogen sie das Fenster wieder zu … und schalteten dann ihr Sitzlicht ein. Danke! An Schlaf war bei diesen beiden Neandertalern nicht zu denken! Ich konnte also die kompletten 14 Stunden des Fluges nicht eine Sekunde schlafen und vertrieb mir die Zeit mit dem Bordkino im Bildschirm direkt vor meiner Nase … der übrigens ständig wackelte, weil diese Französin vor mir alle zwei Sekunden ihre Rückenlehne umstellte. Ich habe noch nie zwei so unglaublich rücksichtslose Menschen getroffen! Ich hoffe ihnen wurde die Einreise nach Japan verweigert!

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