Abseits der Zivilisation im Kampf mit der Räuberspatzenbande

Einige mögen sich vielleicht gefragt haben, wo ich derzeit abgeblieben bin. Keine Antworten auf E-Mails, keine neuen Einträge auf meinem Blog, keine Anrufe. Die Antwort ist ganz einfach: Wir sind endlich in unser Haus eingezogen und haben damit quasi einen riesengroßen Schritt zurück ins Mittelalter gemacht. Kein Telefon, kein Fernsehen und das Schlimmste: kein Internet. Gerade jetzt, wo ich meine Hausarbeiten anfertigen muss. Einen besseren Zeitpunkt hätte ich mir dafür gar nicht aussuchen können! Ich könnte kotzen! Am liebsten in die Zentrale der Telekom, die sich gepflegt schön viel Zeit lässt, um uns endlich einen Anschluss zu legen. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich bei der Telekom jetzt schon angerufen habe, bevor die überhaupt festgestellt haben, dass wir überhaupt noch nicht angeschlossen sind und sich deshalb ein Telekom-Mitarbeiter erstmal zu uns bequemen muss, bevor man uns freischalten kann. Nein, wirklich? Mann! Also da wäre ich ja nie drauf gekommen, wo ich das der Telekom doch selbst schon ständig mitgeteilt habe! Affenverein!

Zudem befindet sich unser Haus gerade unter Beschuss! Die Räuberspatzenbande versucht es einzunehmen! Das Ganze fing wohl irgendwie gestern Abend an. Da kam meine Mutter auf die Idee, endlich mal den Rasen zu säen und verteilte fleißig Grassamen auf dem ganzen hinteren Grundstück. Als ich dann heut morgen ins Wohnzimmer kam, saß da ein eifrig pickender Spatz auf dem Grundstück. „Süß!“, dachte ich da noch. Nun ja, der eine Spatz hätte sicher auch meiner Mutter nicht viel ausgemacht, aber anscheinend funktioniert der Buschfunk auch unter Vögeln sehr gut und gute Nachrichten sprechen sich schnell herum. So kam es, dass heute Nachmittag etwa 30 Spatzen die Wiese belagerten und eifrig Graskörner wegpickten. Und die Viecher sind auch noch frech! Kaum hat man sie verjagt und dreht sich um, schon sind sie wieder da! Inzwischen ist mir auch aufgefallen, dass sie nach jedem Mal, das sie verjagt werden, einen Spatz als Spähposten zurücklassen. Wenn der das Signal gibt, wird die Wiese wieder gestürmt. Rocky interessiert sich für das Problem nicht so richtig, weshalb wir selbst dafür sorgen müssen, dass die angeblich ja vom Aussterben bedrohten inzwischen an die 50 Spatzen unser Grundstück verlassen. Jetzt gerade haben sie den Geräteschuppen eingenommen und lauern wieder. Meine Mutter neben dem Wohnzimmerfenster übrigens auch. Eins muss ich ihr lassen: beharrlich ist sie ja. Ich hab inzwischen keine Lust mehr auf Spatzenjagd. Diese kleinen dreisten Viecher werden wohl erst aufgeben, wenn kein Graskorn mehr da ist, um das man sich streiten könnte.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Von Zuhause aus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Abseits der Zivilisation im Kampf mit der Räuberspatzenbande

  1. Winonah schreibt:

    Den um die Ecke gebrachten Telekommitarbeiter kannst du ja im Garten verbuddeln, wenn da jetzt eh kein Gras wächst. Vielleicht fressen ihn die Spatzen ja auch auf. Oder die Ratten *sinnier* XD

  2. nagarazoku schreibt:

    Damit wäre der Plan perfekt ^^ Jetzt muss sich der Telekom-Fuzzie nur endlich mal blicken lassen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s